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Der Effekt von Low Cost Airlines auf den Städtetourismus: Das Fallbeispiel Ryanair in Bremen

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Juni 2008

Beschreibung

Beschreibung

Der Low Cost Airline-Markt und der Städtetourismus sind Trendmärkte des Tourismus, bei denen die Passagier- bzw. Besucherzahlen in den vergangenen Jahren stetig anstiegen. Das Auftreten der Low Cost Airlines im Flugverkehr ist für die Städtetourismus-Destinationen von beachtlicher Bedeutung.
Der Effekt von Low Cost Airlines auf den Städtetourismus ist bislang erst vereinzelt untersucht worden und Veröffentlichungen zu diesem Thema liegen momentan kaum vor. In Bremen selbst gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine detaillierten Studien zu neuen, durch die Low Cost Airline Ryanair generierten, Kundengruppen und ihrer Wahrnehmung von Bremen als touristischer Stadt. Ein Vergleich zwischen dem durch Ryanair generierten Incoming-Tourismus in Bremen, dem Reiseverhalten und der Kundenstruktur mit den bisherigen Touristen liegt im Falle Bremen noch nicht vor.
Im Rahmen dieses Buches wird diese spannende Thematik vor dem Hintergrund der Ansiedlung der Low Cost Airline Ryanair in Bremen näher beleuchtet und durch Untersuchung des Effekts von Low Cost Airlines auf den Städtetourismus eine Verknüpfung der zwei aktuellen Märkte Low Cost Airlines und Städtetourismus geleistet. Anhand von vier ausgewählten Low Cost-Incoming-Märkten - Großbritannien, Schweden, Italien und Spanien - sowie einem Vergleich mit bisherigen "traditionellen" Städtetouristen Bremens werden diese am konkreten Beispiel der Low Cost Airline Ryanair in Bremen näher betrachtet. Weiterhin wird untersucht, ob und wenn ja, inwieweit sich die Kundenstruktur der Bremen-Besucher durch die Ryanair-Ansiedlung ändert und neue differenzierte länderspezifische Zielgruppen entstehen, die ein anderes Reiseverhalten, veränderte Bedürfnisse sowie ein anderes wahrgenommenes Image von Bremen aufweisen als die bisherigen "traditionellen" Städtereisenden.
Darüber hinaus wird dargestellt, inwieweit eine Veränderung der Zahlen der Incoming- und Outgoing-Passagiere am Airport Bremen eintritt.
Ziel dieses Buches ist es, die grundsätzlichen Auswirkungen der Ansiedlung von Ryanair als Low Cost Airline in Bremen sowie die Veränderungen in Bremens Städtetourismus aufzuzeigen, um darauf aufbauend spezifische Chancen, Marketing- und Handlungsempfehlungen für die Vermarktung von Bremen speziell in diesen ausländischen Quellmärkten zu geben.

Inhaltsverzeichnis

1;Der Effekt von Low Cost Airlines auf den Städtetourismus: Das Fallbeispiel Ryanair in Bremen. Die Incoming-Märkte Großbritannien, Schweden,Spanien und Italien im Vergleich;1 1.1;Abstract;3 1.2;Inhalt;4 1.3;Abkürzungsverzeichnis;7 1.4;Abbildungsverzeichnis;8 1.5;Diagrammverzeichnis;9 1.6;1. Einführung;10 1.6.1;1.1 Problemstellung und Zielsetzung des Buches;10 1.6.2;1.1.1 Aufstellung der Hypothesen;12 1.6.3;1.2 Aufbau des Buches;12 1.6.4;1.3 Vorgehensweise;13 1.7;2. Städtetourismus;14 1.7.1;2.1 Begriffsabgrenzung des Städtetourismus;14 1.7.2;2.2 Ursprünge des Städtetourismus;16 1.7.3;2.3 Ökonomische Bedeutung des Städtetourismus;17 1.7.3.1;2.3.1 Entwicklung des Städtetourismus in Deutschland;18 1.7.3.2;2.3.2 Incoming-Tourismus in Deutschland;19 1.7.3.3;2.3.3 Transportmittel im Städtetourismus;20 1.7.4;2.4 Reisemotive und Zielgruppe für Städtetourismus;21 1.7.5;2.5 Städtetourismus in Bremen;22 1.7.5.1;2.5.1 Betrachtung der ausgewählten Quellmärkte Großbritannien,Schweden, Spanien und Italien;23 1.7.6;2.6 Potentiale, Trends und Zukunft des Städtetourismus;26 1.8;3. Low Cost Airlines;28 1.8.1;3.1 Definitionen Low Cost Airline, Charterfluggesellschaftund Linienfluggesellschaft;28 1.8.2;3.2 Veränderungen des Airline Marktes Liberalisierung desLuftverkehrs in Europa;29 1.8.3;3.3 Das Geschäftsmodell der Low Cost Airlines;30 1.8.4;3.4 Auswirkungen der Low Cost Airlines auf den Tourismus;31 1.8.4.1;3.4.1 Die Bedeutung von Low Cost Airlines für den Tourismus;31 1.8.4.2;3.4.2 Der Ryanair-Effekt;32 1.8.5;3.5 Ryanair als Beispiel einer Low Cost Airline;34 1.8.5.1;3.5.1 Historische Entwicklung;34 1.8.5.2;3.5.2 Die Ansiedlung von Ryanair in Bremen;34 1.8.5.3;3.5.3 Erste Veränderungen durch die Ansiedlung von Ryanair inBremen;36 1.8.6;3.6 Zukunftsaussichten der Low Cost Airlines;39 1.8.7;3.7 Zwischenfazit;40 1.9;4. Fluggastbefragung der Ryanair-Passagiere amAirport Bremen;41 1.9.1;4.1 Methodik;41 1.9.1.1;4.1.1 Erhebungsmethodik;41 1.9.1.2;4.1.2 Gestaltung des Fragebogens;42 1.9.1.3
;4.1.3 Auswertungsmethodik für die Gästebefragungen;43 1.9.1.4;4.1.4 Methodik für den Vergleich der zwei Gästebefragungen;43 1.9.2;4.2 Analyse/Auswertung der Fluggastbefragung der RyanairGäste am Airport Bremen;44 1.9.3;4.2.1 Rahmenbedingungen der Befragung;44 1.9.4;4.2.2 Auffälligkeiten und Besonderheiten der Fluggastbefragung;45 1.9.5;4.2.3 Ergebnisse der Häufigkeitsauszählung;46 1.9.5.1;4.2.3.1 Reiseverhalten;46 1.9.5.2;4.2.3.2 Kundenstruktur;57 1.9.5.3;4.2.3.3 Bremens Image;62 1.9.6;4.2.4 Zusammenhänge und Abhängigkeiten einzelner Aspekte;68 1.9.7;4.2.5 Zwischenfazit;68 1.10;5. Vergleich der Fluggastbefragung mit der Gästebefragungder BTZ;69 1.10.1;5.1 Ergebnisse des Vergleichs;69 1.10.1.1;5.1.1 Kategorie identisch;69 1.10.1.2;5.1.2 Kategorie ähnlich;69 1.10.1.3;5.1.3 Kategorie unterschiedlich;70 1.10.1.4;5.1.4 Kategorie nicht bzw. schwer vergleichbar;72 1.10.2;5.2 Untersuchung der aufgestellten Hypothesen;72 1.10.2.1;5.2.1 Hypothese 1: Low Cost-Passagiere vs. normale Städtereisende;72 1.10.2.2;5.2.2 Hypothese 2: Low Cost-Passagiere = Low Budget-Kunden?;72 1.10.2.3;5.2.3 Zwischenfazit;73 1.11;6. Ergebnisse der Fluggastbefragung und der Vergleichsanalyse;74 1.11.1;6.1 Zusammenfassende Darstellung der Typologien;74 1.11.1.1;6.1.1 Steckbrief Low Cost-Passagiere;74 1.11.1.2;6.1.2 Steckbrief normaler Städtetourist;76 1.11.1.3;6.1.3 Differenzierung der vier untersuchten Quellmärkte;77 1.11.1.3.1;6.1.3.1 Großbritannien;77 1.11.1.3.2;6.1.3.2 Schweden;78 1.11.1.3.3;6.1.3.3 Spanien;79 1.11.1.3.4;6.1.3.4 Italien;81 1.11.2;6.2 Zwischenfazit Steckbriefe;82 1.12;7. Marketingansätze und Handlungsempfehlungen;83 1.12.1;7.1 Betrachtung der Ryanair-Gäste als neue Kundengruppen;83 1.12.1.1;7.1.1 Low Cost Airline-Kunden;83 1.12.1.2;7.1.2 Großbritannien;84 1.12.1.3;7.1.3 Schweden;85 1.12.1.4;7.1.4 Spanien;86 1.12.1.5;7.1.5 Italien;87 1.12.1.6;7.1.6 Neu entdeckte Zielgruppe: Niederländer;87 1.12.2;7.2 Schlussbetrachtung und Zukunftsausblick;88 1.12.2.1;7.2.1 Betrachtung der Anfangshy
pothesen;88 1.12.2.1.1;7.2.1.1 Hypothese 3: Nord-Süd-Unterschiede: Differenzierung des Angebotes?;88 1.12.2.1.2;7.2.1.2 Hypothese 4: Geringer Informationsstand der ausländischen Gäste;88 1.12.2.1.3;7.2.1.3 Hypothese 5: Negativer vs. positiver Ryanair-Effekt;88 1.12.2.2;7.2.2 Marketingansätze und Resümee für Bremen;89 1.12.2.3;7.2.3 Zusammenfassung und Zukunftsausblick;91 1.13;Anhang;94 1.14;Literaturverzeichnis;132


Portrait

Nicole Krumrey, Diplom-Freizeitwissenschaftlerin, Studium International Angewandte Freizeitwissenschaft an der Hochschule Bremen von 2003 bis 2008, Abschluss Februar 2008. Schwerpunkte des Studiums Reiseleitung/Gästebetreuung und Infrastrukturplanung/Freizeitpolitik. Praktika in den Bereichen nationale Tourismusmarketingorganisation, Reiseveranstalter, Sprachreisen, Stadtmarketing, Animation und Online-Reisebüro.

Leseprobe

Kapitel 3.1.1, Die Bedeutung von Low Cost Airlines für den Tourismus

Low Cost Airlines beeinflussen das Reiseverhalten sowie das Reisevolumen der Touristen und tragen zur Dynamik des Tourismus und im Speziellen des in dieser Arbeit näher untersuchten Städtetourismus bei.Mit der Entstehung von Low Cost Airlines wurde der Zeit-Raum-Widerstand eliminiert und die Kosten als Reisedeterminante wurden zu einem Motiv an sich. „Häufig ist nicht die Destination buchungsentscheidend, sondern der Preis“ und der Trend zum „Weg-von-Reisen“ nimmt zu. Entscheidend ist, irgendwohin zu fliegen. Wo genau hin, ist nicht so wichtig, d.h. die Destinationen erscheinen austauschbar. Der Trend zu Low Cost Airlines resultiert aus den folgenden aktuellen Trends: Smart-Shopping, Online-Buchungen, Auslandsreisen, Kurzurlaubsreisen, Städtetrips. Durch die Low Cost Airlines entsteht ein hoher Verbrauchernutzen und durch die Demokratisierung des Luftverkehrs („aviation for the masses“) wird die Mobilität gefördert und ein Beitrag zur europäischen Integration geleistet. Bedeutsam für den Tourismus sind die Low Cost Airlines insofern, als dass sie einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten, da sie starke regionalökonomische Effekte verursachen, die aus direkten, indirekten, induzierten und katalytischen Effekten bestehen. Die Ansiedlung von Low Cost Airlines führt nachweislich zu „...increases in tourism, employment and influx on businesses to the region...“. Nach Schröders Untersuchungen in vier Ryanair Destinationen kommt es in diesen betrachteten Zielen zu einem immensen Anstieg der Fluggastankünfte durch die Ansiedlung von Ryanair, die sich sowohl auf die Metropolen direkt als auch auf die gesamte Region auswirken. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor der Low Cost Airlines auf den Tourismus ist eine gleichmäßigere saisonale und tagesm&au
ml;ßige Streuung des Touristenaufkommens.Eine negative Auswirkung der Low Cost Airlines auf den Tourismus ist, dass der Wettbewerb der Low Cost-Städtedestinationen untereinander härter wird. 

Darüber hinaus bewirken die Low Cost Airlines eine weit reichende Veränderung des Marktes, da sich nun auch die traditionellen Airlines und andere Non-Aviation Transportbetriebe gezwungen sehen, auf die veränderte Marktsituation mit Angebotsanpassung zu reagieren. Zusätzlich beschweren sich Umweltschützer über die durch den zusätzlichen Flugverkehr bewirkten negativen Umweltauswirkungen, und Reisebüros fürchten durch Ryanair’s Direktvertriebsstrategie um ihre Existenz.In einer Studie von Schröder gaben zwei von drei Passagieren an, dass Low Cost Airlines ihr Reiseverhalten beeinflussen. Sie verreisen nun häufiger, nutzen öfter das Flugzeug anstelle alternativer Transportmittel als zuvor und machen Vergnügungs- und Tagestrips. Fliegen ist zu einer Freizeitaktivität geworden: „Flying across Europe for pleasure and just for one day, this is the new, the post-modern jet set”. Die Passagiere sind somit die Gewinner der Low Cost-Entwicklung, da Sie von verstärktem Wettbewerb, mehr Destinationen, häufigeren Flügen und geringeren Flugpreisen profitieren.Schlussfolgernd lässt sich feststellen, dass die Low Cost Airlines einen bedeutenden Einfluss auf den Tourismus und vor allem auf den Städtetourismus haben, da sie die Anzahl der per Luft erreichbaren neuen touristischen Destinationen erheblich erhöhen, das Reiseverhalten der Touristen beeinflussen sowie weit reichende Auswirkungen auf die Reiseindustrie haben. Low Cost Airlines ermöglichen den Touristen neue Freiheiten, „…change the way people live their lives“ und verstärken den Trend zu Kurz- und Städtereisen durch ihre Angebote. Somit forcieren sie d
ie selbstständige Buchung einzelner Reisebausteine der Reisenden. 

Zusätzlich ist es wichtig, den im Vergleich zum Outgoing-Anteil relativ geringen Incoming-Anteil der Passagiere vor Augen zu haben, zu differenzieren und keine Überschätzungen vorzunehmen. Dieser beträgt am Flughafen Frankfurt Hahn 22 % und am Flughafen Bremen schätzungsweise 20 - 40 %. Beim Incoming-Tourismus sowie bei den Auslandsstädtereisen kann der Anteil der mit Low Cost Airlines durchgeführten Reisen durchaus bis zu 50 % betragen. Auffallend ist, dass die Konkurrenz durch die Verringerung des Zeit-Raum-Widerstandes immer näher rückt und somit alle europäischen Destinationen im Wettbewerb zueinander stehen. Dadurch ist erkennbar, dass vor allem in Großstädten mit zentral gelegenen Flughäfen der Städtetourismus von den entstandenen Low Cost-Verbindungen profitiert, wohingegen nicht angebundene Destinationen ins Abseits geraten.


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EAN: 9783836611718
Untertitel: Die Incoming-Märkte Großbritannien, Schweden, Spanien und Italien im Vergleich. 1. Auflage. Dateigröße in MByte: 4.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2008
Seitenanzahl: 146 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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