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Die Energieeinsparverordnung 2007

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April 2008

Beschreibung

Beschreibung

Ab dem 1. Juli 2008 wird der private Wohnungsmarkt mit der schrittweisen Einführung der Energiesparverordnung (EnEV) 2007 vor eine Vielzahl von Neuerungen gestellt. Die EnEV 2007 schreibt insbesondere vor, wie zukünftig der Energiebedarf einer Immobilie ermittelt, berechnet und ausgewiesen werden muss. Dazu führt sie eine Reihe neuer Begriffe und Nachweisverfahren ein. Eine wichtige Neuerung ist dabei der Energieausweis, in dem Merkmale zu dokumentieren sind - nicht nur für Neubauten, sondern auch im Bestand bei Verkauf und Neuvermietung. In dieser Studie werden die Auswirkungen der EnEV 2007 auf den privaten Wohnungsmarkt untersucht. Es wird ein Katalog entwickelt, in dem detailliert beschrieben wird, welche Änderungen sich durch die neue Gesetzeslage in Bezug auf bauliche und anlagetechnische Anforderungen ergeben.Anhand einer Beispielimmobilie werden verschiedene Varianten einer energetischen Sanierung gemäß den Anforderungen der EnEV geplant. Wirtschaftlichkeitsrechnungen werden für die verschiedenen Varianten durchgeführt und es wird das Verhältnis zwischen Sanierungsmaßnahme und aus eingesparter Energie resultierender Wirtschaftlichkeit dargestellt. Weiterhin wird aufgezeigt, wie sich eine Sanierung auf den Wert der Immobilie und gegebenenfalls auf das Mietpreisniveau auswirkt.Neben Immobilienexperten richtet sich das vorliegende Buch insbesondere an Privatleute, die sich mit den neuen Regelungen wegen der Vermietung oder des geplanten Verkaufs ihrer Immobilie vertraut machen müssen.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhaltsverzeichnis;8 2;Abbildungsverzeichnis;11 3;Tabellenverzeichnis;13 4;Abkürzungsverzeichnis;14 5;1 Einleitung;16 5.1;1.1 Ausgangssituation;16 5.2;1.2 Bedeutung der Bauwirtschaft;18 5.2.1;1.2.1 Allgemein;18 5.2.2;1.2.2 Private Wohnwirtschaft;19 5.3;1.3 Rechtlicher Hintergrund;20 5.4;1.4 Zielsetzung;21 6;2 EnEV;22 6.1;2.1 Gliederung der EnEV Stand 16. November 2006;22 6.2;2.2 Rechnerische Grundlagen Begriffsbestimmung;23 6.2.1;2.2.1 Primärenergiebedarf;23 6.2.2;2.2.2 Endenergiebedarf;23 6.2.3;2.2.3 Die Anlagenaufwandszahl eP;23 6.2.4;2.2.4 Primärenergiefaktor fP,i;24 6.2.5;2.2.5 Berechnung des Primärenergiebedarfs QP;24 6.3;2.3 Abschnitt 1: Allgemeine Vorschriften;26 6.4;2.4 Abschnitt 2: Zu errichtende Gebäude;26 6.4.1;2.4.1 Anforderungen an Wohngebäude;26 6.4.2;2.4.2 Berücksichtigung alternativer Energieversorgungssysteme;34 6.4.3;2.4.3 Dichtheit, Mindestluftwechselzahl;34 6.4.4;2.4.4 Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken;35 6.4.5;2.4.5 Kleine Gebäude;35 6.5;2.5 Abschnitt 3: Bestehende Gebäude und Anlagen;36 6.5.1;2.5.1 Änderung von Gebäuden;36 6.5.2;2.5.2 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden;39 6.5.3;2.5.3 Aufrechterhaltung der energetischen Qualität;40 6.5.4;2.5.4 Energetische Inspektion von Klimaanlagen;41 6.6;2.6 Abschnitt 4: Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik, sowie der Warmwasserversorgung;41 6.6.1;2.6.1 Inbetriebnahme von Heizkesseln;41 6.6.2;2.6.2 Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen;41 6.6.3;2.6.3 Anlagen der Kühl- und Raumlufttechnik;42 6.7;2.7 Abschnitt 5: Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz;42 6.7.1;2.7.1 Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen;42 6.7.2;2.7.2 Grundsätze des Energieausweises;43 6.7.3;2.7.3 Ausstellung auf der Grundlage des Energiebedarfs;48 6.7.4;2.7.4 Ausstellung auf Grundlage des Energieverbrauchs;48 6.7.5;2.7.5 Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz;52 6.7.6;2.7.6 Ausstellungsberechtigung für bestehende Gebäude;53 6.8;2.8 Abschnitt 6: Gemeinsame Vor
schriften, Ordnungswidrigkeiten;55 6.8.1;2.8.1 Verantwortliche;55 6.8.2;2.8.2 Ordnungswidrigkeiten;56 6.9;2.9 Abschnitt 7: Schlussvorschriften;56 6.9.1;2.9.1 Allgemeine Übergangsvorschriften;56 6.9.2;2.9.2 Übergangsvorschriften für Energieausweise;56 6.9.3;2.9.3 Inkrafttreten, Außerkrafttreten;57 6.10;2.10 Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte;57 7;3 Die EnEV 2007 am Beispiel;62 7.1;3.1 Die Beispielimmobilie;62 7.1.1;3.1.1 Baubeschreibung;62 7.1.2;3.1.2 Gebäudekennwerte;64 7.2;3.2 Erstellen des Energieausweises;65 7.2.1;3.2.1 Der Energieausweis auf Basis des Energiebedarfs;65 7.2.2;3.2.2 Der Energieausweis auf Basis des Energieverbrauchs;70 7.2.3;3.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse;75 7.3;3.3 Konsequenzen aus dem Energieausweis;78 7.3.1;3.3.1 Vergleich der Modernisierungsvorschläge;78 7.3.2;3.3.2 Kosten der möglichen Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung;82 7.3.3;3.3.3 Auswirkungen auf den Gebäudewert;83 8;4 Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von Sanierungsmaßnahmengemäß EnEV;88 8.1;4.1 Definition der Sanierungsvarianten;88 8.2;4.2 Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen Selbstgenutzte Immobilie;89 8.2.1;4.2.1 Die Kosten der eingesparten Endenergie;90 8.2.2;4.2.2 Parameterstudie;93 8.2.3;4.2.3 Der annuitätische Gewinn;96 8.2.4;4.2.4 Amortisationszeit;99 8.2.5;4.2.5 Staatliche Förderung;99 8.2.6;4.2.6 Fazit Handlungsempfehlungen für selbst genutzte Immobilien;100 8.2.7;4.2.7 Exkurs alternative Heizsysteme;102 8.3;4.3 Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen vermieteter Bestand;107 8.3.1;4.3.1 Kapitalwertmethode;107 8.3.2;4.3.2 Parameterstudie;109 8.3.3;4.3.3 Amortisationszeit;112 8.3.4;4.3.4 Fazit Handlungsempfehlungen für den vermieteten Bestand;113 9;5 Auswirkungen der Konsequenzen aus der EnEV auf das allgemeine Mietpreisniveau;116 9.1;5.1 Ausgangssituation erste Erfahrungen;116 9.2;5.2 Unterscheidung nach Gebäudetyp;116 9.2.1;5.2.1 Neubauten;117 9.2.2;5.2.2 Sanierte Altbauten;117 9.2.3;5.2.3 Altbauten;117 10;6 Zusammenfassung;120 10.1;6.1 Die EnEV;120 10.2;6.2 Wirtschaftlic
hkeit;121 10.3;6.3 Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt;122 11;Literaturverzeichnis;124 12;Der Autor;128 13;Reihe Nachhaltigkeit;130


Portrait

Christoph Rohde, Diplom-WirtschaftsingenieurStudium der Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft an der Universität Stuttgart. Seit 2007 wissenschaftlicher Angestellter am Stiftungslehrstuhl Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus, Universität Karlsruhe.

Leseprobe

Kapitel 2.5.2, Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden

Eigentümer von Gebäuden müssen Heizkessel, die mit flüssigem oder festem Brennstoff beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 installiert wurden, bis zum 31 Dezember 2008 außer Betrieb nehmen.

Ausgenommen sind:

- Niedertemperatur-Heizkessel.
- Brennwertkessel.
- heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als 4 Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt.

- Heizkessel, die für den Betrieb mit Brennstoffen ausgelegt sind die von den marktüblichen flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erheblich abweichen.

- Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung und Küchenherde und Geräte, die hauptsächlich zur Beheizung des Raumes, in dem sie eingebaut oder aufgestellt sind, ausgelegt sind, daneben aber auch Warmwasser für die Zentralheizung und für sonstige Gebrauchszwecke liefern.

Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer am 1. Februar 2002 eine Wohnung selbst bewohnt hat:

Ist nur dann eine Außerbetriebnahme verpflichtend, wenn das Gebäude nach dem 1. Februar 2002 erworben wurde.

Müssen bei heizungstechnischen Anlagen ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, nach Tabelle 7 zur Begrenzung der Wärmeabgabe erst im Falle eines Eigentümerwechsels, der nach dem 1. Februar 2002 stattgefunden hat, von dem neuen Eigentümer gedämmt werden.

Müssen ungedämmte, nicht begehbare aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume erst im Falle eines Eigentümerwechsels, der nach dem 1. Februar 2002 stattgefunden hat, von dem neuen Eigentümer so gedämmt werden,
dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 W/(m²·K) nicht überschreitet.

Aufrechterhaltung der energetischen Qualität:

Außenbauteile und Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung, dürfen nicht dahingehend verändert werden, dass die energetische Qualität sich verschlechtert. Energetische Verschlechterungen an Bauteilen können durch Verbesserungen der Anlagen oder umgekehrt ausgeglichen werden.

Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung müssen regelmäßig fachkundig gewartet werden.

Energetische Inspektion von Klimaanlagen:

Betreiber von Klimaanlagen mit einer Nennleistung von mehr als 12 Kilowatt haben regelmäßige Inspektionen durch berechtigte Personen durchzuführen. Die Inspektionen müssen unter anderem eine Prüfung der auf die Auslegung einwirkenden Einflüsse wie z. B. geänderte Raumnutzung beinhalten. Wichtig ist auch die Überprüfung der Effizienz der Anlage. Gegebenfalls sind geeignete Ratschläge zur Verbesserung der energetischen Effizienz einzuholen.Zehn Jahre nach Inbetriebnahme oder Erneuerung wesentlicher Bestandteile ist eine erste Inspektion vorzunehmen. Die inspizierende Person hat die Ergebnisse der Inspektion unter Angabe von Name, Anschrift und Berufsbezeichnung zu dokumentieren und eigenhändig zu unterschreiben. Danach ist die Inspektion mindestens alle zehn Jahre zu wiederholen. Zur Durchführung von Inspektionen sind nur Hochschulabsolventen der entsprechenden Studienrichtungen mit einschlägiger Berufserfahrung zugelassen.

Inbetriebnahme von Heizkesseln:

Heizkessel, die mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff beschickt werden und deren Nennleistung mindestens 4 und höchstens 400 Kilowatt beträgt, müssen
mit CE - Kennzeichnung versehen sein, oder der EG – Richtlinie 92/42/EWG entsprechen.

Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen:

Zentralheizungen müssen beim Einbau mit zentralen, selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Ausschaltung elektrischer Antriebe in Abhängigkeit der Zeit und der Außentemperatur aus-gestattet sein. Sofern eine derartige Ausstattung nicht vorhanden ist, muss sie nachgerüstet werden. Heizungstechnische Anlagen mit Wasser als Wärmeträger müssen raumweise regelbar sein. Fußbodenheizungen, die vor dem 1. Februar 2002 eingebaut worden sind, dürfen mit Einrichtungen zur raumweisen Anpassung der Wärmeleistung an die Heizlast ausgestattet werden. Umwälzpumpen in Heizkreisen von Zentralheizungen mit mehr als 25 Kilowatt Nennleistung müssen beim Einbau so ausgestattet sein, dass die elektrische Leistungsaufnahme den betriebsbedingten Förderbedarf selbsttätig mindestens in drei Stufen anpasst. Zirkulationspumpen müssen beim Einbau in Warmwasseranlagen mit selbsttätig wirkenden Einrichtung in zur Ein- und Ausschaltung ausgestattet werden.

Beim Einbau von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie von Armaturen ist deren Wärmeabgabe nach Tabelle 7 zu begrenzen. Einrichtungen, in denen Heiz- oder Warmwasser gespeichert wird, sind nach den anerkannten Regeln der Technik zu dämmen...


Technik

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Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

EAN: 9783836609135
Untertitel: Dateigröße in MByte: 7.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: April 2008
Seitenanzahl: 132 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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