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Ontologie und Dialektik


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September 2002

Beschreibung

Beschreibung

Adornos Vorlesung von 1960/61 muß - und kann - für jenes Buch über Heidegger stehen, das der Autor nicht geschrieben hat und nicht schreiben wollte. Es ist gleichsam die verspätete Ausführung eines Projekts, das niemand anderer als Benjamin schon um 1930, bald nach dem Erscheinen von Sein und Zeit, verfolgt hatte, ohne es auszuführen: »den Heidegger zu zertrümmern«, wie er formulierte. Für Adorno bedurfte es nicht der Erinnerung an den Plan des Freundes; wie dieser hatte er bereits unmittelbar nach Erscheinen von Sein und Zeit, also längst vor Heideggers berüchtigter Rektoratsrede, reagiert und die Fundamentalontologie abgelehnt. Heidegger galt ihm als eher bescheidener, freilich um so gefährlicherer Denker.Nach seiner Rückkehr aus dem Exil galt Adorno weithin als der intellektuelle Gegenpart Heideggers, und tatsächlich hat er sich mit diesem intensiver beschäftigt als mit irgendeinem anderen zeitgenössischen Philosophen. Adorno hat Heideggers Denken vielfach der Kritik unterzogen; nirgends jedoch in der Form der politischen Denunziation, sondern indem er den Zusammenhang des philosophischen Gehalts mit dem politischen aufzeigte: als Plädoyer für Aufklärung und Rationalität.

Inhaltsverzeichnis

Aus dem Inhalt: VORLESUNGEN 1. VORLESUNG: WAS SEIN EIGENTLICH SEI?2. VORLESUNG: ZU ONTOLOGISCHEN DIFFERENZ 3. VORLESUNG: GESCHICHTE DES SEINSBEGRIFFES 4. VORLESUNG: SEIN UND SPRACHE (I) 5. VORLESUNG: SEIN UND SPRACHE (II) 6. VORLESUNG: ABHEBUNG DES SEINS VOM SEIENDEN 7. VORLESUNG: GEIST UND SEIENDES 8. VORLESUNG: ONTOLOGISIERUNG DES ONTISCHEN (I) 9. VORLESUNG: ONTOLOGISIERUNG DES ONTISCHEN (II) 10. VORLESUNG: ONTOLOGISCHES BEDÜRFNIS 11. VORLESUNG: ADIKATION DER PHILOSOPHIE 12. VORLESUNG: VERHÄLTNIS zu KIERKEGAARD 13. VORLESUNG: KRITIK DES SUBJEKTIVISMUS 14. VORLESUNG: HYPOSTASIS DER FRAGE 15. VORLESUNG: ZEIT, SEIN, SINN 16. VORLESUNG: ONTOLOGIE UND GESELLSCHAFT 17. VORLESUNG: MYTHISCHE GEHALTE 18. VORLESUNG: REINHEIT UND UNMITTELBARKEIT DES SEINS 19. VORLESUNG: UNBESTIMMTHEIT DES SEINS 20. VORLESUNG: SINN VON SEIN UND COPULA 21. VORLESUNG: COPULA UND SEINSFRAGE 22. VORLESUNG: SEIN UND EXISTENZ 23. VORLESUNG: BEGRIFF DER NEGATIVEN DIALEKTIK Anmerkungen des Herausgebers Nachbemerkung des Herausgebers Personenregister Übersicht

Portrait

Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der "Frankfurter Schule", die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.


EAN: 9783518583272
ISBN: 3518583271
Untertitel: Band 7: Ontologie und Dialektik.
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum: September 2002
Seitenanzahl: 448 Seiten
Format: gebunden
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