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Auf dem Weg zur Hochzeit


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kartoniert
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November 2005

Beschreibung

Beschreibung

In Gorino, an der italienischen Küste, dort, wo der Po ins offene Meer mündet, soll Ninons Hochzeit stattfinden. Der Vater der Braut kommt aus Frankreich mit seinem schweren Motorrad über die Alpen. Ninons Mutter, eine Tschechin, reist von Bratislava mit dem Bus an. Und Gino, der Bräutigam, ist Italiener. An Ninons Schicksal haben Menschen unterschiedlicher Nationen Anteil. Ninon ist krank, und sie weiß, daß sie nicht mehr lange zu leben hat. Als sie mit Gino in einem Boot auf dem Po fährt, spürt sie mit geschlossenen Augen die Strömung. Gino aber vermag in der Strömung zu navigieren, und so will er Ninon zeigen, daß sie auch mit der Krankheit leben kann. An ihrem Hochzeitstag läßt sie sich vom Taumel der Lebensfreude mitreißen. Ninons Tanz wird zu einem Hymnus auf das Leben, gerade, wenn es am meisten bedroht ist.

Portrait

John Berger wurde 1926 in London geboren. Er absolvierte ein Kunststudium und war dann Zeichenlehrer und Maler mit mehreren erfolgreichen Ausstellungen. In den fünfziger Jahren beteiligte er sich an der internationalen Kampagne "Artists for Peace". Seine Kunstkritiken erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Außerdem arbeitete er für das Fernsehen und schrieb Drehbücher. 1989 erhielt Berger den Österreichischen Staatspreis für Publizistik. Heute lebt er in einem Bergdorf der Haute Savoie, weil er sich hier "näher an der wirklichen Welt" fühlt. Für sein Werk erhielt John Berger 1991 den Petrarca-Preis.
EAN: 9783596142934
ISBN: 3596142938
Untertitel: 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'. 4. , Aufl.
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum: November 2005
Seitenanzahl: 214 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Jörg Trobitius
Format: kartoniert

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Polar - 20.02.2008, 13:21
Nach Gorino
An der italienischen Küste kreuzen sich die Schicksale bei einer Hochzeit. John Berger schuf mit Auf dem Weg zur Hochzeit einen Moment im Leben seiner Helden, die tragisch miteinander verschlungen sind. Wie geht man mit dem Sterben um, wenn man sich dem Tod angesichts der schweren, unheilbaren Krankheit Ninons stellen muß. John Berger ergibt sich nicht der Verzweiflung. Er beschreibt Menschen, die sich dem Schicksal stellen. Seine Trauerarbeit besteht darin, einzusehen, dass alles zum Leben gehört, die Liebe wie der Tod, das Fest wie das Verstummen. Dabei zeichnet er nach, dass es vor allem auf den Weg ankommt, wie man gelebt hat, wie man mit sich und anderen umgegangen ist. John Berger setzt seine Geschichte fast fotografisch um. Es bleiben Eindrücke, Momente, die mitten in der Bewegung festgehalten werden. Aus ihnen werden wir später das zusammensetzen, was wir bereit sind, für immer festzuhalten, indem wir uns daran erinnern.