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Fünf Freunde 12. Fünf Freunde im alten Turm


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Beschreibung

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Die weltberühmten fünf Freunde: Anne, Georg (die eigentlich Georgina heißt), Richard, Julius und Tim, der Hund. Alle 21 Bände der erfolgreichsten Serie von Enid Blyton, neu bearbeitet von Elisabeth Lang. Die Weihnachtsferien sollen so richtig erholsam werden. Eislaufen und Schlittenfahren sind angesagt. Doch ein Abenteuer bleibt nicht aus. Die fünf Freunde entdecken einen unterirdischen Gang, der zu einem verschlossenen Gewölbe führt. Und die alte Burg wird von einem scharfen Hund bewacht und ist mit einem elektrischen Zaun gesichert. Was werden die fünf Freunde im Alten Turm entdecken?

Portrait

Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Leseprobe

Ein unglückliches Weihnachtsfest


Also, solche Weihnachtsferien wie diesmal, da ist's schon besser, man hat überhaupt keine, brummte Richard.
Julius nickte und sagte tiefsinnig: Ja, das nennt man Pech. Und Georg ist schließlich auch nicht hergekommen, damit wir uns alle krank ins Bett legen.
Ich hasse Erkältungen, sagte Georg wütend. Und Weihnachten mit Schnupfen und Fieber, das ist einfach eine Gemeinheit!
Nur Anne ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Tim, du bist ein ganz lieber Hund. Sie zog den wuscheligen Vierbeiner zu sich heran und flüsterte ihm ins Ohr: Wenn wir dich nicht gehabt hätten, nicht wahr?
Tim bellte kurz auf, auch seine Stimme klang heiser. Das kam daher, dass er sich ärgerte. Er war nicht krank gewesen, aber er musste die ganze Zeit neben den Betten seiner Freunde sitzen und sie bedauern, und das war auf die Dauer doch langweilig.
Ich hab immer noch Puddingknie, stellte Richard fest, als er ein paar Kniebeugen versuchte.
Nun hört schon auf zu jammern, sagte Anne. Davon wird es auch nicht besser. Jetzt werden wir einfach gesund, denn in einer Woche fängt die Schule an, und wir müssen noch was unternehmen.
Die anderen stöhnten und gleich darauf husteten sie. Mich macht diese Husterei verrückt, nicht mal richtig schlafen kann man. Und erst mein Schädel ...
Es hat wieder geschneit, unterbrach Anne Georgs Stöhnen. Wir haben wirklich was verpasst, aber vielleicht hält das Wetter noch an.
In diesem Augenblick sah sie ein Auto in den Hof fahren. Ein Mann sprang heraus und eilte die Stufen zur Haustür hinauf. Der Doktor ist da!, rief Anne. Er wird bestimmt sagen, wir sind gesund. Und dann können wir doch noch nach draußen ...
Gleich darauf flog die Tür auf und der Arzt kam herein; hinter ihm erschien Frau Bernhard. Sie sah richtig abgespannt aus. Kein Wunder, denn sie hatte nicht nur die drei eigenen Kinder pflegen müssen, sondern auch Georg, und Tim hatte ihr auch nicht gerade immer Freude bereitet. r/>Da sind die Patienten, sagte Frau Bernhard. Ziemlich blass sehen sie ja noch aus.
Ach, sie werden sich schon bald wieder erholen, meinte Doktor Drews. Und er verlor keine Zeit mit langen Reden, sondern guckte in die vier Hälse und hörte sich ihr Atmen an. Georg gefällt mir noch nicht recht, meinte er dann. Sie ist nicht so kräftig wie die anderen und deshalb packt sie ein Fieber besonders stark.
Georg wurde rot vor Ärger und Richard kicherte. Die arme Georg, sie ist unser Schwächling, sie hat das höchste Fieber, den schlimmsten Husten, sie stöhnt am lautesten und ...
Weiter kam er nicht. Der Rest des Satzes wurde von dem größten Kissen, das im Zimmer zu finden war, erstickt. Georg hatte es Richard mit aller Kraft an den Kopf geworfen. Der warf es sofort wieder zurück. Aber dann mussten sie alle lachen, sogar Georg. Und dann wieder husten. Der Arzt hielt sich die Ohren zu.
Sind sie denn wirklich schon gesund genug, um in die Schule zu gehen?, fragte Frau Bernhard besorgt.
Doch, doch! Nur müssen sie diesen Husten loswerden, erwiderte der Arzt und schaute hinaus auf den Schnee. Am besten wäre ... nein, vielleicht ist es gar nicht möglich, aber ...
Aber was?, fragte Richard und spitzte die Ohren. Uns auf Skiferien in die Schweiz zu schicken, Herr Doktor? Herrlich wäre das!
Langsam, langsam, mein Junge, der Arzt lachte, so weit nun auch wieder nicht! An die Schweiz denke ich nicht, aber an eine Gegend in der Nähe des Meeres, wo es Berge gibt und Schnee. Dort könnt ihr rodeln und Ski laufen. Ist alles genauso schön und viel billiger als in der Schweiz.
Na ja, meinte Julius, wegen einer Verkühlung brauchen wir nicht in die Schweiz, das kann man schon einsehen. Aber für eine Woche verreisen, das wäre wirklich fein.
O ja, eine Entschädigung für die verpatzten Ferien!, rief Georg mit leuchtenden Augen. Wir dürfen doch allein fahren, Herr Doktor? Das täten wir nämlich schrecklich gern.
Nein, jemand sollte sich schon um euch kümmern, a
ntwortete Doktor Drews. Aber das können ja eure Eltern entscheiden.
Wunderbar!, schrie Julius. Mutti, dann bist du uns erst mal los und kannst dich erholen!
Frau Bernhard lächelte. Ich hätte nichts dagegen. Aber ich muss zuerst mit Vater sprechen.
Wuff!, machte Tim und schaute den Arzt fragend an. Dabei stellte er seine Ohren hoch.
Er sagt, dass er auch Erholung braucht, erklärte Georg. Er möchte wissen, ob er mitkommen darf.
Lass mich erst deine Zunge ansehen, Tim, und reiche mir deine Pfote. Vielleicht hast du erhöhte Temperatur, sagte der Arzt ernst. Er streckte seine Hand aus und Tim reichte ihm gehorsam die Pfote.
Die vier Kinder lachten - und schon ging die Husterei wieder los.
Der Arzt schüttelte besorgt den Kopf. Das kann man ja nicht mit anhören, sagte er. Das nächste Mal komme ich, wenn ihr zur Schule müsst. Eure Mutter wird mir sagen, wann das sein wird. Also bis dahin - und gute Besserung!
Vielen Dank, antwortete Julius. Wir schicken Ihnen eine Postkarte, wenn der Husten vorbei ist.
Doktor Drews war noch nicht zur Tür hinaus, da schrien die Kinder schon alle durcheinander.
Mutti, wir dürfen doch fahren?, wollte Richard wissen. Je früher, umso besser! Du musst ja todmüde sein von unserem ewigen Husten.
Ja, ihr solltet unbedingt für eine Woche oder zehn Tage verreisen, sagte Frau Bernhard. Die Frage ist nur, wohin? Vielleicht in das Haus von Georgs Eltern ... aber es liegt nicht hoch genug. Außerdem wäre Georgs Vater bestimmt nicht sonderlich begeistert, gleich vier Hustenkinder ins Haus zu bekommen.
Er würde wahnsinnig werden. Georg kicherte. Ich sehe ihn schon genau vor mir. Die Tür seines Arbeitszimmers würde er aufreißen, in unser Zimmer stürzen und schreien: 'Wer macht denn ...'
Als Georg zu schreien begann, musste sie wieder husten. Und damit fand dieses Schauspiel ein Ende.
Genug, Georg!, sagte ihre Tante. Ich bitte dich, trink einen Schluck Wasser.
Es wurde noch lange darüber gesprochen,
wohin die Reise gehen könnte, und draußen schneite es unentwegt weiter. Richard schaute durchs Fenster und freute sich, dass der Schnee so hoch lag.
Wir müssen einfach eine Unterkunft hoch in den Bergen finden, der Doktor sagt das ja auch. Dann könnten wir rodeln und Ski laufen. Mir geht es gleich besser, wenn ich daran denke. Hoffentlich hört es nicht mehr auf zu schneien.
Ich rufe gleich im Reisebüro an, vielleicht weiß man dort etwas für euch, meinte seine Mutter. Ein Wochenendhäuschen in den Bergen würde ja genügen. Sicher sind solche Hütten jetzt frei.
Das Telefongespräch brachte eine Enttäuschung. Nein, bekam sie zur Antwort, es tut uns Leid, wir können Ihnen nichts anbieten. Unsere Hütten sind um diese Jahreszeit geschlossen. Winterhütten sind uns nicht bekannt.
Und dann, wie es eben oft geschieht, wurde das Problem schnell von jemandem gelöst, den zu fragen keinem eingefallen war - von dem alten Gärtner Hummel nämlich. An diesem Tag hatte er nichts anderes zu tun, als einen Weg vom Schnee freizuschaufeln. Er sah, dass die Kinder ihn dabei beobachteten, kam näher und stellte sich unter ihr Fenster.
Wie geht es euch?, rief er hinauf. Wollt ihr ein paar Äpfel haben? Die späte Sorte ist schön nachgereift. Eure Mutter sagte mir, dass ihr keinen Appetit habt. Aber vielleicht ist es jetzt anders, oder?
Und ob!, brüllte Julius. Er wagte nicht das Fenster zu öffnen und den Kopf in die Kälte hinauszustrecken, denn Mutti konnte jeden Augenblick ins Zimmer kommen. Ermahnungen wollte er nicht schon wieder hören.
Bringen Sie uns die Äpfel herauf, Herr Hummel, bitte! Und erzählen Sie uns etwas!
Der alte Hummel kam also und brachte einen Korb reife, gelbe Äpfel mit, auch ein paar Birnen waren dabei.
Na, wie geht's denn immer so?, erkundigte er sich noch einmal. Ganz blass und dünn seid ihr geworden! Was euch fehlt, ist Höhenluft. Aber hier, greift erst einmal zu. Obst ist gesund ... Freundlich lächelnd reichte er seinen Obstkorb herum. />Höhenluft, genau das hat uns der Arzt verschrieben!, rief Julius. Wissen Sie vielleicht, wohin wir fahren könnten? Er biss in eine saftige Birne.
Ich habe eine Tante, die vermietet im Sommer Zimmer, überlegte Hummel. Und die kann vielleicht kochen, meine Tante Grete! Ich weiß allerdings nicht, ob sie im Winter Zimmer vermietet. Ihr Hof steht auf einem steilen Berg, direkt an der Küste. Und Schnee gibt's dort, meterhoch liegt er!
Das ist genau das, was wir wollen!, rief Anne begeistert. Rufen wir doch Mutti. Mutti, wo bist du?
Frau Bernhard kam eilig herbei. Als sie den alten Hummel sah, war sie recht erstaunt. Noch mehr wunderte sie sich jedoch, als die Kinder ihr erzählten, was sie von dem Gärtner erfahren hatten. Tim steuerte ein paar aufgeregte Wuff-wuff bei und Hummel drehte vor Verlegenheit seinen alten Hut in der Hand. Julius und Richard husteten wieder los, wie auf Verabredung.
Bitte hört jetzt auf mich, sagte Frau Bernhard streng. Geht sofort hinauf und nehmt euren Hustensaft! Ich spreche inzwischen mit Herrn Hummel, damit ich weiß, was los ist. Nein, keine Widerrede, Richard, geh jetzt!
Die Kinder gehorchten schließlich und ließen ihre Mutter mit dem Gärtner allein. Der Teufel soll diesen Husten holen, brummte Richard und schnitt eine Grimasse, als er den Hustensaft hinunterschluckte. Hoffentlich wird Mutti mit Hummels Tante einig. Und hoffentlich erlaubt Vati auch, dass wir fahren.
Das wird schon alles klappen, wart's nur ab, wir fahren bestimmt zu seiner Tante, sagte Julius. Das heißt, wenn sie uns überhaupt bei sich unterbringen kann. Aber meistens hat man ja mehr Glück als Verstand bei solchen Sachen.
Julius hatte Recht. Es klappte. Seine Mutter kannte bereits Hummels alte Tante. Sie war vorigen Sommer hier bei Verwandten zu Besuch gewesen und Hummel hatte sie damals der Familie Bernhard vorgestellt.




EAN: 9783570033227
ISBN: 3570033228
Untertitel: Originaltitel: Five get into a Fix. Empfohlen ab 10 Jahre. Illustriert.
Verlag: Bertelsmann Verlag
Seitenanzahl: 190 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Erika Sangerberg
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Antonia Zabel - 11.11.2010, 18:56
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spannend geschrieben, einfache Handlung und ist schnell gelesen