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Die Fälschung


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kartoniert
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Januar 1984

Beschreibung

Beschreibung

"Der Roman Die Fälschung vemittelt, was in der deutschen Literatur selten geworden ist, ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Ein Kriegsberichterstatter wird von einer Hamburger Zeitung nach Beirut entsand, die vom Bürgerkrieg zerisene Stadt... Der Journalist Georg Laschen schreibt Briefe an seine Frau, die ihn verlassen hat, er versucht sich über die Lähmung der Gefühle zwischen ihnen, die er eine Fälschung nennt, klarzuwerden. Doch die Fälschung, auf die der Tietel des Romans zielt, ist umfassenderer Art... (Renate Schostack in "F.A.Z.")

Portrait

Nicolas Born wurde am 31. Dezember 1937 als Klaus Jürgen Born in Duisburg geboren. Er begann früh mit dem Schreiben und veröffentlichte 1960 erste Gedichte. 1963 kam er durch ein Stipendium der Ford Foundation zum Literarischen Colloquium nach West-Berlin, wo erste Prosastücke und Gedichte entstanden. Sein erster Roman Der zweite Tag (1965) wurde mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler ausgezeichnet. Er veröffentlichte mehrere Lyrikbände, Romane, Hörspiele, Erzählungen und Essays. Von 1969 bis 1970 hielt er sich auf Einladung des International Writers Workshop der University of Iowa in den USA auf. Born war Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Als Gastdozent für Gegenwartsliteratur unterrichtete er an der Universität Essen. Außerdem war er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und des PEN. 1977 erhielt er den Bremer Literaturpreis. Nicolas Born starb am 7. Dezember 1979 in Breese in der Marsch, kurz nachdem er den Rainer-Maria-Rilke-Preis erhalten hatte. Posthum erhielt er den Peter-Huchel-Preis im Jahr 2005 für den Band Gedichte - (herausgegeben von Katharina Born).
EAN: 9783499152917
ISBN: 3499152916
Untertitel: 'rororo Taschenbücher'.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Januar 1984
Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: kartoniert

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Polar - 10.08.2007, 19:46
Aus dem Land gefallen
Lange vor den gefälschten Interviews mit den Stars in den Topmagazinen, angeblichen Hitlertagebüchern schrieb Born die Geschichte eines desillusionierten Reporters, dem angesichts der Wirklichkeit die Wirklichkeit abhanden kommt. Wie beschreibt man den Gräuel, die Gerechtigkeit, empfindet man Liebe wie Haß? Wer weiß schon, wie viele solcher gefälschten Wirklichkeiten im Umlauf sind? Wie diese benutzt werden, um Entscheidungen herbeizuführen? Es kommt immer weniger auf Wahrheit als auf die richtige Darstellung an. In Laschen hat Born einen typischen Vertreter der Siebziger Jahre in den Libanon geschickt, von Selbstzweifeln gequält, will da jemand eigentlich gut sein und stellt die große Sinnfrage, obwohl er weiß, daß es darauf keine Antwort gibt. Born hat einen Roman darüber geschrieben, wie es dazu kommt, daß jemand die Wirklichkeit fälscht, um zu überleben. Wobei die Frage bleibt, ob es sich bei der Rückkehr zur Familie nicht um die wahre Fälschung handelt. Ein Buch über das Deutschland der Siebziger Jahre, das im Libanon spielt und nichts von seinem unverstellten Blick verloren hat.