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Fahrenheit 451


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kartoniert
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März 2000

Beschreibung

Beschreibung

451 Fahrenheit oder 232 Celcius - die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Es ist seine Aufgabe, Bücher zu beschlagnahmen und zu verbrennen. Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks. Ray Bradburys Klassiker in vollständig überarbeiteter Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Brian W. Aldiss.

"Von allen Höllen des Konformismus, die in der Science Fiction vorkommen, ist keine mit soviel Können beschrieben wie in diesem Roman." Kingsley Amis

Portrait

Ray Bradbury wurde 1920 in Waukegan, Illinois geboren. 1934 zog seine Familie nach Los Angeles, und schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben. Mit den Erzählungsbänden "Die Mars-Chroniken" (1950) und "Der illustrierte Mann" (1951), vor allem aber mit "Fahrenheit 451" (1953) wurde er weit über die Grenzen der Science-Fiction hinaus bekannt. In den folgenden Jahren schrieb er neben weiteren Erzählungen zahlreiche Kriminalromane, Essays und Drehbücher. Bradbury gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er starb am 5. Juni 2012 in Los Angeles.
EAN: 9783453164123
ISBN: 3453164121
Untertitel: 'Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy'. Überarb. Neuausgabe.
Verlag: Heyne Taschenbuch
Erscheinungsdatum: März 2000
Seitenanzahl: 186 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Christina Wolf - 23.02.2013, 00:22
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Dieses Buch gehört definitiv zu den besten, welche ich gelesen habe. Es ist eindrucksvoll, erschreckend, warnend und doch voller Hoffnung. Es ist ein Buch, welches uns alle Betrifft, denn es handelt von der Verantwortung der Menschen für diese Erde. Diese Geschichte zeigt eine Utopie, ähnlich wie Aldous Huxleys Brave New World oder George Orwells 1984. Der Unterschied zu diesen beiden Büchern liegt jedoch darin, dass die Intension für diese Form der Diktatur und Beschneidung der Meinungsfreiheit nicht politischer Natur ist. Man möchte eine einfache, gefügige Gesellschaft. Wie will man dies erreichen? Man verhindert, dass die Menschen gebildet sind und ihre Meinung über das Universum und das Leben haben, in dem man ihnen den Zugang zur Literatur verbietet. Literatur die schon immer das Medium des freien Geistes und der Revolutionäre war. Die Menschen sollen glücklich sein. Dies ist die Propaganda, welche diesen Zustand rechtfertigt:  "Bücher machen unglücklich, unzufrieden und melancholisch." Man liefert stattdessen den Menschen all das, was ihre Vergnügungssucht befriedigt, um sie ruhig zu stellen. Eine Ersatzdroge für das wahre Leben. Den meisten Menschen genügt dies, weil sie bequem und träge sind, aber eben nicht allen. Nach wie vor gibt es Menschen die sich auflehnen, die ihre Individualität zu schätzen wissen und diese versuchen um jeden Preis zu verteidigen, die sich gegen das System und die Gehirnwäsche auflehnen. Dieses Buch zeigt dass, wie schlimm eine Diktatur auch sein mag, es immer Hoffnung gibt, eben weil der Mensch auf einer Ebene immer frei sein wird, seinem Geist und seinen Gedanken. Es wird immer Menschen geben, welche sich ihre Moral und ihre Ethik erhalten. Man kann ihnen die Würde nehmen, man kann sie foltern und man kann sie töten, aber niemals den freien Geist. Dieses Buch ist in seiner Grundtendenz sehr düster, aber auch wenn es in dem eigentlichen Sinne kein Happy End gibt, so gibt es doch Hoffnung. Nämlich durch die Erinnerung der Menschen, welche nach wie vor weitergegeben werden kann, welche man nicht verbrennen kann wie Papier. Die Tat jedes Einzelnen zählt und hat die Kraft sich gegen die Macht der Masse aufzulehnen. Dieses Buch ist ein einziges Plädoyer für den Wert von Bildung, Moral, Ethik und Freiheit.
Gerlinde Droste, Buchhandlung Droste, Herten - 25.12.2009, 21:02
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Guy Montag ist Feuerwehrmann. Sein Beruf ist es, des Nachts Häuser anzuzünden, die tagsüber als verdächtig gemeldet wurden. Mit den Häusern gehen auch oft die Bewohner und immer ihr Hab und Gut in Flammen auf. Als eines Abends eine Bewohnerin um ihre Bücher kämpft, kommt Montag ins Grübeln und beginnt, sich gegen die Gesellschaft aufzulehnen. Er forscht nach, wie es früher als Feuerwehrmann war, warum Bücher verboten sind, und versucht schließlich, sich dem System zu entziehen. Ein Zukunftsroman zu einer Zeit, in der Bildung, Wissen und selbständiges Denken nicht mehr erwünscht sind, die Bevölkerung mit Pseudo-Bildung ruhiggestellt wird. Faszinierend und erschreckend zugleich. Gerlinde Droste, Buchhandlung Droste, Herten
Michael Kleerbaum - 17.05.2005, 13:22
Klassiker, der in keine SciFi-Sammlung fehlen sollte
Beklemmend. Eine Gesellschaft, in der die Trivialitaet zum hoechsten Gut erklaert wurde. Das Hinterfragen von Dingen, alleine der Gedanke daran, Allgemein- und Hintergrundwissen zu sammeln und sich anzueignen ist schon gefaehrlich und kann mit dem Tod enden. Sich mit anderen Leuten ueber etwas anderes als absolut oberflaechliche Dinge zu unterhalten: Undenkbar und gefaehrlich. Noch ein Roman, der nicht nur nichts an Aktualitaet verloren hat sondern der immer mehr zur Wirklichkeit wird. Auch heute schon wird durch TV und Co. eine schleichende Verdummung vieler Menschen sichtbar. "Der Trend geht zum Zweitbuch." Fuer mich eine undenkbare Zukunft. Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und enthaelt das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von Brian W. Aldiss. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.