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Der Tod des Vergil


€ 14,00
 
kartoniert
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Januar 1995

Beschreibung

Beschreibung

»Das Buch schildert die letzten achtzehn Stunden des sterbenden Vergil, beginnend mit seiner Ankunft im Hafen von Brundisium bis zu seinem Tod am darauffolgenden Nachmittag im Palast des Augustus. Obwohl in der dritten Person dargestellt, ist es ein innerer Monolog des Dichters. Es ist daher vor allem eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben, mit der moralischen Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieses Lebens, mit der Berechtigung und Nichtberechtigung der dichterischen Arbeit, der dieses Leben geweiht war.« Hermann Broch

Portrait

Hermann Broch wuchs in Wien auf, leitete zwanzig Jahre lang die Textilfabrik seiner Familie, begann 1927 mit dem Leben als freier Schriftsteller, musste als Jude nach dem 'Anschluss' von 1938 aus Österreich fliehen. Er emigrierte im gleichen Jahr in die USA, wo er anfänglich in New York lebte. 1942 wurde Princeton, New Jersey, sein fester Wohnsitz. 1949 siedelte er über nach New Haven, Connecticut, wo er Kontakte zur Fakultät der Yale University hatte; im dortigen German Department wurde er Lektor ehrenhalber. 1951 erlag er einem Herzschlag.

EAN: 9783518388662
ISBN: 3518388665
Untertitel: 'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum: Januar 1995
Seitenanzahl: 522 Seiten
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Dieter Plep - 11.07.2006, 23:52
Die letzten Stunden eines Dichters
Hermann Broch war ein recht eigener Charakter; gutsituierter Geschäftsmann mit Drang auch zu Höherem - und so eignet seinen Schriften ein bis an die Grenzen der Lesbarkeit sich vortastender Satzbau, als gelte es, jenen aus dem allgemeinen Bewußtsein langsam schwindenden Kanon klassischer Bildung noch einmal in eigenen Worten, aber schwerer verständlich als im lateinischen Original, zu Papier zu bringen. Der Tod des Vergil ist ein faszinierendes Spiel, in dem die Metamorphose eines Gedankenganges - darin durchaus ähnlich dem "Ulyssus" von James Joyce oder der "Modifikation" von Michel Butor - sich Bahn bricht; aber kaum jemand wird's wirklich vollständig lesen...