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Die Pest


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kartoniert
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Dezember 1998

Beschreibung

Beschreibung

«Camus irrt sich nicht in seinem Roman. Das Drama sind nicht die, die durch die Hintertür zum Friedhof entwischen - und für die die Angst vor der Pest endlich vorbei war -, sondern die Lebenden, die in ihren stickigen Schlafzimmern Blut schwitzten, ohne der belagerten Stadt entfliehen zu können.» (Gabriel García Márquez) Die Stadt Oran wird von rätselhaften Ereignissen heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber: Die Pest wütet in der Stadt. Oran wird hermetisch abgeriegelt. Ein Entkommen ist nicht möglich. Albert Camus' erfolgreichster Roman gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. In ihm seziert er hellsichtig das menschliche Handeln im Angesicht einer Katastrophe.

Portrait

Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewissens in unserer Zeit beleuchtet". Der Schriftsteller, Dramatiker und Journalist starb am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall in der Nähe von La Chapelle Champigny in Frankreich.

Leseprobe

Aus dem Französischen von Uli Aumüller
EAN: 9783499225000
ISBN: 349922500X
Untertitel: 'rororo Taschenbücher'.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Dezember 1998
Seitenanzahl: 352 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Uli Aumüller
Format: kartoniert

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Hartmut Zimmer - 19.09.2010, 09:57
Sisyphos oder der Umgang mit allgegenwärtigem Leid
Albert Camus ruft auf zu einem ganz besonderen Verständnis täglicher Pflichterfüllung: Einem Arzt gleich, der niemals die Gewissheit hat, den von ihm so sehr angestrebten Heilungserfolg zu erzielen, der mit einem ihn unendlich erschöpfenden Streben nach Linderung, mit seinem guten Willen, zumeist seinem bloßen Bemühen zufrieden sein muss; pflichtbewusst wie Sisyphos täglich bemüht, seinen Stein nach oben zu rollen, wissend, dass er wieder hinabstürzen wird. Im Angesicht einer unentrinnbar, wie Camus sagen würde, von Leid und Bösartigkeit verpesteten menschlichen Existenz.