EBOOK

Gruppendynamische Übungen und Spiele


€ 23,00
 
kartoniert
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August 1997

Beschreibung

Beschreibung

Der Leser findet in diesem Praxishandbuch eine modifizierte Auswahl bestehender sowie neu entwickelter Interaktionsübungen, deren kommunikative und interaktionistische Sichtweise über ein hohes Maß an kreativen Anteilen verfügt. Die Auseinandersetzung mit Konflikten, Rollen, Leistungsstilen usw. soll zu einer Aktivierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung eines jeden Gruppenteilnehmers mit dem Ziel des Transfers führen. Das Buch wendet sich an Mitarbeiter, die im psychosozialen Bereich tätig sind. Dazu gehören Erzieher/innen, Heil- und Sozialpädagog/inn/en, Sozialarbeiter/innen, Psycholog/inn/en und Therapeut/inn/en, Pädagog/inn/en und Sozialwissenschaftler/innen.

Inhaltsverzeichnis

Auseinandersetzung mit Formen und Problemen des interpersonalen Handelns Die Selbsterfahrungsgruppe - ihre Sinnhaftigkeit und ihr Zweck Regeln für den Gruppenleiter/Seminarleiter Die Gruppe und ihre Dynamik Aus den Übungen: Vorstellungs- und Kennenlernphase Wandzeitung, Namenskette, Partnerinterview, Kofferpacken, Nonverbale Beschreibung einer Person, Collagen anfertigen, Interview anhand eines Fragebogens Kommunikation und Gruppenbildung Ich sehe was, was du nicht siehst; Pantomime, Kalorienjagd, Kreatives Malen, Malen nach Musik, Masken bauen, Blinzelspiel, Phantasie- und Geschicklichkeitsübung, Roboterspiel, Entspannungsübung, Der Rollenträger, Rückenmassage, Ertasten eines Mitspielers, Ausdruckstanz, Wellenschlagen, Blinden führen, Was sagt mein Gesicht aus?, Siedlerspiel, Leben eines Clowns, Körperkontakt, Puzzle legen, Der Anspruch auf Macht, Flaschenpost, Verbales Geschenk, Körperübung, Glückssekunden, Hintermänner, Gefühlskiste, Blockaden, Frust, Twenty Years Later, Die Rede am eigenen Grab, Brillenträger, Abschlußübung: Ein Brief für mich

Portrait

Helmar Dießner, Dr. phil., geb. 1952, ist Psychotherapeut, Erziehungswissenschaftler und Diplom-Sozialopädagoge; Buchautor, wissenschaftlicher Berater und Coach, Management- und Motivationstrainer. Er leitet eine therapeutische Einrichtung und ist darüber hinaus in freier psychologisch-pädagogischer Praxis tätig.

Leseprobe

Einige Regeln für den Gruppen- oder Seminarleiter Er hat jedesmal die Gruppe, wie auch den Einzelnen, dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Er hat sich selbst, wann immer auch möglich, als Gruppenmitglied einzubringen. Er trägt die Verantwortung für einen korrekten und sachlich wertfreien Verlauf einer jeden Sitzung. Er hat gegenüber allen Teilnehmern eine Fürsorgepflicht. Er gibt die formale Struktur an und achtet auf den zeitlichen Ablauf, damit individuelle und gruppenbezogene Prozesse nicht eingeschränkt, blockiert oder gar abgebrochen werden. Seine Aufgabe ist es, den Einzelnen mit seinen Stärken und Schwächen so anzunehmen wie er ist - ihn zu stärken und zu stützen. Er hat dafür zu sorgen, daß die Gruppe, wie auch der Einzelne, eine entsprechende Rückmeldung erhält. Die Reflexionsphasen müssen einen natürlichen Abschluß finden, d.h. sie müssen ausdiskutiert werden. Erfahrene Therapeuten sollen für die Abschlußphase einer Sitzung mindestens 45-60 Minuten für die Aufarbeitung von Irritationen, Frust, Trauer, Wut, Hilflosigkeit einplanen. Auch während des Spielverlaufs muß, wenn nötig, z.B. bei auftretenden Problemen, die Zeit vorhanden sein, anliegende Störungen zu diskutieren, ohne daß nicht betroffene Teilnehmer frustriert sind. Niemals sollte eine Sitzung aus Zeitgründen abgebrochen werden. Niemals sollte der Therapeut/Gruppentrainer die Gruppenteilnehmer mit unbearbeiteten Konflikten, Resten entlassen. Als Therapeut hat er dafür zu sorgen, daß der Einzelne seine persönlichen Unzulänglichkeiten nach der Analyse aufarbeitet, daß er motivationale Anreize setzt und mit den Gruppenteilnehmern deutlich macht, daß er Kompensationsmöglichkeiten aufzeigt, damit die Gruppenteilnehmer sich gegenseitig Kompensationstechniken vermitteln bzw. transparent machen und einüben. Er hat für gegenseitige Akzeptanz, Toleranz, Wertschätzung zu werben und diese auch selbst zu zeigen. In gewissen zeitlichen Abständen sollte er mit der Gruppe gemeinsam Zwischenbilanz ziehen, um bisla
ng nicht zum Tragen gekommene Befindlichkeiten oder Ergebnisse festzuhalten und diese Dinge auch zu fixieren bzw. zu visualisieren. In der Abschlußsitzung hat eine gründliche Auswertung, die auch eine Ablösung impliziert, stattzufinden. Er kann ruhig zeigen, daß er auch Mensch ist, d.h. daß er nicht omnipotent ist - aber er trägt Verantwortung für den Einzelnen und für die ganze Gruppe, und er ist Modell. Deshalb: Auch psycho-soziale Leiterkompetenz ist ohne Selbsterfahrung kaum möglich und bedarf der Supervision.

EAN: 9783873873469
ISBN: 387387346X
Untertitel: Ein Praxishandbuch für Aus- und Weiterbildung sowie Supervision. Mit Abbildungen.
Verlag: Junfermann Verlag
Erscheinungsdatum: August 1997
Seitenanzahl: 218 Seiten
Format: kartoniert
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