EBOOK

Spreu und Weizen


€ 20,40
 
kartoniert
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September 2000

Beschreibung

Beschreibung

"Spreu und Weizen" ist eine Erzählung der Möglichkeiten. Vor dem Hintergrund einer Jugendentwicklung in der DDR bleibt jedem Leser die Wahl, wie er wohl selbst entscheiden würde, befände er sich in der Rolle des Erzählers. Dabei zieht sich der Faden durch sämtliche Bereiche dieser Gesellschaft, vom Schuljungen über die erste Liebe bis hinein in die Wirren von Partei und Staatssicherheit. Letztlich fällt es schwer, Ewald seiner Entscheidungen wegen in eine Schublade stecken zu wollen, denn er paßt in keine von ihnen, nicht als Täter, nicht als Opfer. Viel zu sehr hängt alles zusammen, werden menschliche Nöte und gesellschaftliche Zwänge verständlich und nachvollziehbar. Das ist spannend erzählt, beschreibt die Verhältnisse der DDR in trefflicher Weise und verliert dennoch an keiner Stelle den Humor. Und daß der Leser zudem den Eindruck bekommt, als könnten die Ereignisse auch in jedem anderen Land geschehen sein, macht deutlich, wie sehr es Ewald gelungen ist, hinter die politisch verordnete Starre zu sehen, um eine Bewegung in unserem Wesen aufzuzeigen, die sich in allen Menschen wiederfinden läßt.
EAN: 9783831101474
ISBN: 3831101477
Untertitel: Paperback.
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: September 2000
Seitenanzahl: 352 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Foxy - 19.03.2012, 13:40
Verwechslung
Mein Vorgänger Atos bezieht sich auf Ewald Franks Schriften zur Freien Volksmission. Das Buch Spreu und Weizen ist hingegen von Frank Ewald und beschreibt in spannender Erzählweise eine Jugend in der DDR.
Atos - 15.09.2009, 17:07
Wenn Ekstase und Ego als Heiliger Geist wüten
Spreu und Weizen... das sagt schon der Titel des Buches: Hier maßt sich jemand an, besserwisserisch Menschen nach Schwarz und Weiß, nach Gut und Böse zu katalogisieren, in Schubladen zu pressen und zu deklassieren. Der Mann namens Ewald Frank, geboren Heilig Abend 1933, ist ein klassischer Wanderprediger, der sich selbst vom Heiligen Geist entdeckt und berufen fühlt, um die Welt zu verbessern... was in sich schon rein unschlüssig ist, da Franks Meinung nach das Ende der Welt längst vor der Tür steht und die "Große Göttliche Abrechnung" mit der "Gottverfluchten Menschheit" brennend ins Haus steht. Er versucht also, eine Welt zu verbessern, die gleichzeitig doch längst ihrem Schicksal preisgegeben ist. Frank hat sich offensichtlich über jahrzehnte hinweg ein riesenhaftes Luftschloss an Einbildungen und Argumenten aufgebaut, die psycho-logisch aus dem Defizit seiner eigenen bewusstheitlichen Entwicklung und mangelnden Selbstverwirklichung resultieren. In seinem Buch versucht er, manchmal geschickt, oft auch platt und tollpatschig, seine selbst geschaffene Glaubenskongregation namens "Freie Volksmission", mit der intern gern benutzten Benennung "Brautgemeinde Christi", zu legitimieren und hoffnungslos glaubwürdiger zu stimulieren. Seine viel darin zitierten Visionen und sog. himmlischen Erscheinungen sind eher das Produkt von Paranoia und Schizophrenie. Ich rate dem Manne von "Spreu und Weizen" dringst an einen Psychiater aufzusuchen, anstatt sich verängstigter und verdummter Menschenmassen zu bedienen. Denn diese sollen schließlich helfen, sein psychotisches oder ekstatisches Ego unter Verschleiß des "Heiligen Geistes" aufzupolieren. Wir sollten doch aus der Geschichte gelernt haben. Die "Kehrseite der Münze" finden Sie im Buch von Klaus Schnellenkamp. Es trägt den Titel "Geboren im Schatten der Angst; Ich überlebte die Colonia Dignidad".