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Der Papst und die Hexe


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kartoniert
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Juni 1991

Beschreibung

Beschreibung

Den Papst plagt ein Hexenschuss so höllisch, dass er nicht einmal mehr seine Hand zum Segen heben kann. Erst einer Wunderheilerin, einer Hexe, gelingt die Erlösung: Sie versteht sich nicht nur auf allerlei geheime Künste, sondern betreibt zudem eine Hilfsstation für Drogenabhängige. Hier lernt der Papst eine fremde Welt kennen und verstehen. Er ändert seine Ansichten radikal und verkündet eine Enzyklika, die nicht nur die Legalisierung von Drogen, sondern auch Empfängnisverhütung propagiert und die Kirche zur Rückkehr in urchristliche Armut verpflichtet. Daraufhin bebt die Erde, Regierungen stürzen, in den Vatikan dringen Attentäter ein, denen der Papst schließlich selbst zum Opfer fällt. Das Schlusswort gehört der Hexe - ein Augustinus-Zitat: "Wehe dem Mächtigen, der sich auf die Seite der Machtlosen stellt".

Portrait

Dario Fo, geboren am 24. März 1926 in einem kleinen Dorf am Lago Maggiore, entstammt einer einfachen, aber politisch aktiven Familie. Während des 2. Weltkrieges kämpfte Fos Vater auf Seiten der Partisanen und organisierte Flucht- und Versteckmöglichkeiten für Juden. Fo setzte diese von sozialistischen Idealen geprägte familiäre Tradition in seiner Theaterarbeit fort. Mit seiner Frau, der Schauspielerin Franca Rame, initiierte er verschieden Theaterprojekte, die alle in Struktur und Repertoire politisch motiviert waren bzw. sind. Fo selbst tritt als Schauspieler auf, führt Regie und schreibt die Stücke, die volkstümlich-burleske Elemente mit aufklärerisch verstandenen Verfremdungseffekten verbinden. Fos Werke werden weltweit aufgeführt, wobei in Deutschland vor allem "Kinder, Küche, Kirche" (it. 1977), "Zufälliger Tod eines Anarchisten" (it. 1978) und "Bezahlt wird nicht" (it. 1974) bekannt sind. Fo hat mit seiner Auffassung von Theater bewiesen, dass die Verarbeitung ernsthafter politisch-gesellschaftlicher Anliegen eine überaus komische Angelegenheit sein kann. Ob sein Theater die Menschen erreicht, deren Belange er vertreten will, sei dabei dahin gestellt. 1997 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
EAN: 9783886611171
ISBN: 3886611175
Untertitel: 'Theaterbibliothek'.
Verlag: Verlag Der Autoren
Erscheinungsdatum: Juni 1991
Seitenanzahl: 131 Seiten
Format: kartoniert
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