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Ein Stück Malheur


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gebunden
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September 2000

Beschreibung

Beschreibung

Eine Berliner Kindheit um 1950, ein halbes Jahrhundert nach Walter Benjamin. Aus der Sicht des begabten Kindes entfaltet sich das Drama der Alphabetisierung aus der Dumpfheit des Vergangenen, an das niemand erinnert werden will. Ein Schelmenroman zwischen Horror und Groteske. Jörg W. Gronius, geb.1952 in Berlin. 1979-1982 Dramaturg an der Schaubühne Berlin. Regiemitarbeit: Wiener Burgtheater, Freie Volksbühne, Staatliche Schauspielbühnen, Berlin, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg. Schriftsteller und Publizist.

Portrait

Jörg W. Gronius, 1952 in Berlin geboren. Er studierte Theaterwissenschaften und arbeitete als Dramaturg und Regisseur. Gronius schreibt Texte über und für das Theater, vor allem Dramen und Libretti.

Pressestimmen

Plinsen nach dem Eintopf Eine Kindheit, die in einer Autobiografie oder in einem Roman geschildert wird, ist fast immer unglücklich. "Ich war ohne Hoffnung" ° so endet denn auch der erste Absatz des Bekenntnisbuchs "Ein Stück Malheur". Jörg Gronius, 1952 in Berlin geboren, schildert darin das alltägliche Leiden eines Jungen, der mit Vater, Mutter und Großmutter mütterlicherseits in einer Ein-Zimmer-Wohnung lebt. Das "Stück Malheur" ist der Junge selbst, der dauernd mit Ohrfeigen und stundenlangem Einsperren in der Abstellkammer bestraft wird und selten weiß, wofür. Ekliger Eintopf, das stinkende Gemeinschaftsklo, die übergewichtigen Nachbarn, aber vor allem der unausgesprochene Hass von Mutter und Großmutter machen sein Leben zum Alptraum, aus dem ihn nur die lebenslustige Tante Lucie und die Phantasie retten können. Gronius hat die Kindheit in der kleinbürgerlichen Enge protokolliert und dabei auf Sentimentalität verzichtet. Das macht die Schilderung umso eindrucksvoller. Seine große Leistung aber besteht darin, die Welt der fünfziger Jahre in ihrer ganzen Muffigkeit vorzuführen. Sonntags wird aus dem guten Geschirr Tee getrunken, mittags gibt es Braten, und auf dem Couchtisch darf nicht gekleckert werden. Wie längst verstorbene Bekannte wirken die Vokabeln der Fünfziger: Der Mutter wird "blümerant", Hackfleisch heißt "Schabefleisch" und weinen "plinsen". Bei der Gestaltung des Buchs hat sich der Verlag viel Mühe gegeben: Der Einband ist mit dem Lieblingssammelbild des Jungen bedruckt, innen sieht er aus wie eine Schulkladde, und für die Kapiteltitel wurde die Plakatschrift der Fünfziger hervorgekramt. (C) DER SPIEGEL - Vervielfältigung nur mit Genehmigung des SPIEGEL-Verlags
EAN: 9783931135485
ISBN: 3931135489
Untertitel: Roman.
Verlag: Weidle Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: September 2000
Seitenanzahl: 175 Seiten
Format: gebunden
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