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Hitlers Dr. Faust


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kartoniert
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November 2000

Beschreibung

Beschreibung

Das neue Bühnenwerk des "Stellvertreter"-Autors entreißt Hermann Oberth, einen der Pioniere des Raketenzeitalters und Lehrer Wernher von Brauns, dem beginnenden Vergessen und stellt in einer Zeit, in der Politiker den "Krieg der Sterne" planen, die Frage nach der moralischen Verantwortung der Wissenschaft.

Portrait

Rolf Hochhuth, geb. 1.4.1931 in Eschwege, arbeitete nach Abschluss einer Buchdruckerlehre in verschiedenen Buchhandlungen in Marburg, Kassel und München. Nebenher war er Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München. 1955 war er Lektor im Bertelsmann-Lesering und arbeitete an der Herausgabe verschiedener Werksausgaben und Erzählanthologien mit. Seit 1963 lebt Hochhuth als freier Autor in Riehen bei Basel. Der Schwerpunkt seiner Themen liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Seine Werke sind mit dokumentarischem Beweis- und Belastungsmaterial angereichert, die Hochhuth in umfangreichen Recherchen zusammengetragen hat. Hochhuth wurde damit zu einem der Hauptvertreter des sogenannten Dokumentartheaters der 60er Jahre. Dabei entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker in der deutschsprachigen Bühnenwelt. 1980 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und des Verbandes bayerischer Verleger sowie den Geschwister-Scholl-Preis für Literatur, 1990 den Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Goethe Stiftung. 2001 folgte der Jacob-Grimm-Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.
EAN: 9783499228728
ISBN: 3499228726
Untertitel: Tragödie. 'rororo Taschenbücher'. Mit 2 Abbildungen.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: November 2000
Seitenanzahl: 144 Seiten
Format: kartoniert

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Peter aus dem Königswinkel. - 13.11.2012, 19:59
Verantwortung und Risiko der Wissenschaft gegenüber der Menschheit.
Friedrich Dürrenmatt hat schon mit seiner Komödie Die Physiker uns gezeigt, welche große Verantwortung und auch Risiko auf den Schultern der Forscher lastet. Die Wissenschaft kann unter bestimmten Bedingungen und in falsche Hände geraten auch als Waffe im Krieg verwendet werden, die zur Hinrichtung der Welt führen kann und nur dadurch die finanzielle Übergangsschwelle zur Verwirklichung der großen Errungenschaften der Menschheit ist. In Herrn Rolf Hochhuths Tragödie Hitlers Dr. Faust hätte der moderne Faust beinahe dem Mephisto die Weltherrschaft verschafft, doch ein großes Glück war es das Hitler der Raketenwaffe erst spät höchste Priorität gab. Der im Zentrum der Tragödienhandlung stehende Hermann Oberth siebenbürgischer Raketenvater und Lehrer Wernher von Braun hat seine Rakete gebaut aber unter den Umständen des zweiten Weltkrieges leider nicht zum Nutzen der Menschheit. Die Tragödie ist aber ein spannendes Bühnenwerk und es gebührt Herrn Hochhuth ein ganz besonderer Lob und Dank , das er in diesem äußerst gut dokumentiertem Theaterstück unseren, in Siebenbürgen geborene Raketenforscher zu einer neuen Anerkennung , auch auf diese Weise, bringt und gleichzeitig das große Interesse derer weckt, die ihn bis jetzt noch nicht gekannt haben.