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Einer flog über das Kuckucksnest


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kartoniert
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Januar 1982

Beschreibung

Beschreibung

Eines der großen tragikomischen Bücher der Gegenwartsliteratur. Voller Realistik, unglaublichem Humor und Sympathie für die Opfer erzählt der junge Autor Ken Kesey von der ständigen Bevormundung der Insassen einer Heilanstalt. Der Film von Milos Forman mit Jack Nicholson in der Hauptrolle wurde mit fünf "Oscars" ausgezeichnet.

Portrait

geboren 1935 in La Junta/Colorado, studierte ab 1959 an der Stanford University im kalifornischen Palo Alto das Fach Kreatives Schreiben. Nachdem er mit "Einer flog übers Kuckucksnest" einen Welterfolg landete, zog sich Kesey in den 90ern auf seine Farm in Eugine/Oregon zurück und starb hier im November 2001.

Pressestimmen

Eine Story voll spannender Realität ... eine der wichtigsten literarischen Publikationen der Nachkriegszeit. Norddeutscher Rundfunk
EAN: 9783499150616
ISBN: 3499150611
Untertitel: Originaltitel: One Flew Over the Cuckoo's Nest. 'rororo Taschenbücher'.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Januar 1982
Seitenanzahl: 352 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

C. Schmidt - 18.11.2006, 00:23
Ken Keseys Lob der Individualität!
Woran denken Sie bei "Einer flog über das Kuckucksnest"? An Jack Nicholsons Grinsen aus Milos Formans kongenialer Verfilmung des Buches! Wer kennt es nicht, dieses Paradestück einer gelungenen Literaturverfilmung? 1975 gab es dafür fünf Oscars, und das zu Recht, denn dieser Film ist ein Meisterwerk! Aber kennen Sie auch die Vorlage? Wenige wissen, dass es überhaupt eine gibt und kaum einer hat sie gelesen. Das sollte sich dringend ändern! Die Story ist nahezu identisch: Randall McMurphy, ein notorischer Spieler, Draufgänger und Tunichtgut, ungehobelt aber schwer in Ordnung, der sich von Gaunerei zu Schlägerei zu Knast hangelt, lässt sich aus dem Gefängnis unter Vortäuschung von Geistesgestörtheit in die Psychiatrie einweisen. Er malt sich aus, dort ein leichtes, sorgenfreies Leben zu haben und nach Verbüßen seiner Haftstrafe im Handumdrehen wieder draussen zu sein. Er trifft dort auf einen Haufen Männer, die nur eins gemeinsam haben: sie alle stehen unter der Fuchtel von Schwester Ratched, die sich als vorbildliche und fürsorgliche Oberschwester gibt, aber mit subtiler und gnadenloser Härte die Station führt. Dies tut sie mittels psychologischem Druck auf die Patienten, deren Neurosen und Psychosen sie unter dem Vorwand der Therapie auf kleiner Flamme am Köcheln hält, einem Apparat ihr höriger Pfleger und eingeschüchterter Ärzte, einem einfachen aber unumstößlichen Regelwerk, dass keine Ausnahmen kennt und duldet sowie einem milden Lächeln im Gesicht. Man nennt sie die Große Schwester, was an George Orwell denken lässt. McMurphy, weder psychisch krank noch bereit sich anzupassen, den noch keine Besserungsanstalt und kein Knast gefügig machen konnten, gerät in das präzise abgestimmte Räderwerk von Schwester Ratcheds Station, wo er sich nicht erst entscheiden muss, ob er Sand oder Öl sein will! Er ist Kies und die Zahnräder knirschen!!! Dieser Roman ist um einiges vielschichtiger als der Film! Er übt grundlegende Kritik daran, wie in modernen westlichen Gesellschaften mit psychisch Kranken umgegangen wird, indem man sie lediglich ¿verwaltet¿ oder an ihnen herumexperimentiert (Elektroschocks und Lobotomie werden als völlig sinnlos und unmenschlich gebrandmarkt). Er stellt hierarchisch strukturierte Systeme, in denen Machtgefüge oft einzig dem Zweck dienen, sich selbst zu erhalten, an den Pranger. Und er ist ein Plädoyer für die persönliche Freiheit und Würde des Einzelnen. Ein Meilenstein!