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Nathan der Weise


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Beschreibung

Beschreibung

Kernst¿ck dieser Dichtung ist die "Parabel von dem Ring", dessen Besitz den Erben der wahren Religion kenntlich machen soll. Lessing will im "Nathan" zeigen, dass "nicht die Wahrheit, in deren Besitz ein Mensch ist oder zu sein vermeint, sondern die aufrichtige M¿he, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, den Wert des Menschen macht". Im Nachwort wird der "Nathan" literaturgeschichtlich eingegliedert und auf Textgeschichte und Textgestaltung eingegangen. Auf sieben Seiten werden schwierige W¿rter erkl¿.

Portrait

Gotthold Ephraim Lessing, geb. 1729 in Kamenz/Oberlausitz, kam als Pfarrerssohn und drittes von zwölf Kindern zur Welt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theologie, wandte sich aber bald den philologischen Fächern zu. Der Schriftsteller arbeitete als Dramaturg für das Hamburger Nationaltheater und verfasste zahlreiche berühmte Werke. Privat hatte Lessing 1777/78 sowohl den Tod seines Sohnes als auch den seiner Frau zu verkraften. Er starb am 15. Februar 1781 vereinsamt in Braunschweig. Die Uraufführung seines "Nathan" im Jahr 1783 erlebte er nicht mehr. Als bedeutendster Dichter, Denker und Kritiker der Aufklärung, dessen Genialität sogar Goethe bewunderte, gilt er heute als erster moderner Autor Deutschlands.
EAN: 9783872910165
ISBN: 3872910167
Untertitel: Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen. 'Hamburger Lesehefte'.
Verlag: Hamburger Lesehefte
Seitenanzahl: 128 Seiten
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Klaus Rössler - 04.12.2006, 14:47
Immer aktuell: Die Verständigung zwischen den Religionen
Lessings Meisterwerk "Nathan der Weise" thematisiert in erster Linie Toleranz, Vernunft und Großherzigkeit. Lessing lässt den Juden Nathen als Mittler zwischen den Religionen auftreten; der Protagonist versöhnt Menschen miteinander, die zu Beginn der Handlung tief verfeindet sind. Schauplatz dafür ist - wie sollte es anders sein - die Stadt Jerusalem, die die drei großen monotheistischen Religionen seit jeher als Stätte ihres Glaubens begreifen. Die Quintessenz des Dramas ist in der von Boccacio übernommenen Ringparabel zu sehen, die einmal mehr von Nathans Weitsichtigkeit und Diplomatie zeugt und durch die der Protagonist es letztendlich vermag, auch Saladin (die muslimische Hauptfigur des Stückes) von seiner Integrität zu überzeugen. "Nathan der Weise" hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt, vielmehr ist das zentrale Thema des Stücks heute brisanter denn je.