EBOOK

Der Caritasverband zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik


€ 30,00
 
kartoniert
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Juni 2008

Beschreibung

Beschreibung

Catherine Maurer blickt in diesem Buch auf die über einhundertjährige Geschichte des Deutschen Caritasverbandes e.V. zurück. Die Untersuchung, die sowohl die Methoden der Kirchen- und Sozialgeschichte als auch der Verbandsgeschichte einbezieht, stellt drei Charakteristika für das Wirken dieses großen kirchlichen Wohlfahrtsverbandes heraus: die Wahrung der konfessionellen Identität, die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden (Caritaswissenschaft) und den Aufbau einer effizienten Organisation.Die Autorin beschreibt die Jahre der langwierigen Etablierung des Verbandes vor dem Ersten Weltkrieg und macht deutlich, wie sehr die Zeit der Weimarer Republik für seine Verwurzelung im dualen System der deutschen Wohlfahrtspflege entscheidend war. Das Buch zeigt somit einige der Voraussetzungen für das Überleben des Verbandes während des Dritten Reiches und trägt zum Verständnis seiner wichtigsten, auch heute noch geltenden Grundorientierungen bei.

Portrait

Dr. Catherine Maurer,Studium der Geschichte und Geographie in Paris und Göttingen, zur Zeit tätig als maître de conférences für neuere Geschichte am Historischen Seminar der Straßburger Universität Marc Bloch und Mitglied des Institut Universitaire de France.

Pressestimmen

Rezensionen aus dem Archiv für Sozialgeschichte online von Christoph Kösters (Im Original zu erreichen unter Geschichte des deutschen Wohlfahrtsstaates von seinen Anfängen in der Kaiserzeit ist mittlerweile gut untersucht. Das gilt auch für die freie Wohlfahrtspflege und die Bedeutung, die den christlichen Kirchen als ihr Träger zukam. Auch kirchen- und katholizismusgeschichtlich ist das Feld der Caritas inzwischen abgesteckt. Auffällig blieb indes das Fehlen einer Geschichte des Deutschen Caritasverbandes (DCV), jener katholischen Dachorganisation, die seit ihrer Gründung 1897 die zahlreichen katholischen Aktivitäten bündelt, koordiniert und maßgeblich steuert.

Diese Lücke schloss bereits 1995 Catherine Maurers bei Jean-Marie Mayeur an der Pariser Sorbonne eingereichte Dissertation ,,Le catholicisme caritatif dans l`Allemagne du XXe siècle: le Deutscher Caritasverband entre affirmation confessionnelle et exigence scientifique". Ihre Kenntnis blieb jedoch auf einen kleinen Kreis von Spezialisten begrenzt. Die nunmehr vorliegende Übersetzung ermöglicht breiten Kreisen einen historisch ausgesprochen kundigen und sprachlich gelungenen Einblick in eine Caritasgeschichte, der in bester Tradition der französischen Sozial- und Mentalitätsgeschichtsschreibung steht. Für die deutschsprachige Ausgabe wurde das abschließende Literaturverzeichnis durch die wesentlichen, seit 1995 erschienenen Veröffentlichungen ergänzt.

Das Ziel der Untersuchung ist ebenso klar umrissen wie ambitioniert: Die Geschichte des DCV wird sowohl aus katholizismus- und wohlfahrtsgeschichtlicher als auch organisations- und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive untersucht. Über die übliche Verbandsgeschichte geht dieser Ansatz weit hinaus. Der DCV wird als Teilgeschichte des katholischen Milieus, seiner Strukturen und agierenden Eliten, seiner Konflikte und Soziologie sowie der identitätsstiftenden religiösen und wissenschaftlichen Selbstreflexion beschrieben und analysiert. Dazu stü


EAN: 9783784109701
ISBN: 3784109705
Untertitel: Zur Sozial- und Mentalitätsgeschichte des caritativen Katholizismus in Deutschland.
Verlag: Lambertus-Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2008
Seitenanzahl: 328 Seiten
Format: kartoniert
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