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Die Brücke vom Goldenen Horn


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kartoniert
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August 2002

Beschreibung

Beschreibung

Die mutige Reise einer Wandererin zwischen zwei Welten: Emine Sevgi Özdamar erzählt mit scharfem Blick und poetischer Zunge vom Leben einer jungen Türkin im Berlin und Istanbul von 1968, über die Fabrikarbeit bei Telefunken und die Sehnsucht nach der Schauspielerei, über das Heimweh und das Erwachen als Frau, über den politischen Aufbruch, APO und Anatolien, und den Alptraum politischer Repression.

Portrait

Emine Sevgi Özdamar, geboren am 10. August 1946 in der Türkei.
Mit 12 Jahren erste Theaterrolle am Staatstheater Bursa im Bürger als Edelmann von Molière.
1965 bis 1967 Aufenthalt in Berlin, Arbeit in einer Fabrik.
1967 bis 1970 Schauspielschule in Istanbul.Erste professionellen Rollen in der Türkei als Charlotte Corday im Marat-Sade von Peter Weiss und als Witwe Begbick in Mann ist Mann von Bert Brecht.
1976 an der Volksbühne Ost-Berlin.Mitarbeit bei dem Brecht-Schüler und Regisseur Benno Besson und bei Matthias Langhoff.
1978 bis 1979 Paris und Avignon.Mitarbeit an Benno Bessons Inszenierung Kaukasischer Kreidekreis von Bert Brecht. Aufgrund der vorangegangenen Theaterarbeit Doktorandin an der Pariser Universität Vincennes.
1979 bis 1984 Engagement als Schauspielerin beim Bochumer Schauspielhaus unter der Intendanz von Claus Peymann.Im Auftrag des Schauspielhauses Bochum entstand ihr erstes Theaterstück Karagöz in Alemania, erschienen im Verlag der Autoren, Frankfurt. 1986 im Frankfurter Schauspielhaus unter eigener Regie aufgeführt.
Verschiedene Theaterrollen:Lieber Georg von Thomas Brasch, Regie Karge/Langhoff; Mutter von Bert Brecht; Weihnachtstod, Buch und Regie Franz Xaver Kroetz, Kammerspiele München; Im Dickicht der Städte von Bert Brecht, Freie Volksbühne Berlin; Faust, Regie Einar Schleef, Frankfurter Schauspielhaus; Die Trojaner von Berlioz, Regie Berghaus, Frankfurter Oper; Drei Schwestern von Anton Tschechow, Théâtre de la Ville, Paris, Regie Matthias Langhoff, Die Troerinnen von Euripides, Théâtre Amandière, Paris, Regie Matthias Langhoff.
Verschiedene Filmrollen:Darunter Freddy Türkenkönig , Regie Konrad Zabrautzky; Yasemin, Regie Hark Bohm; Airport, Rückflug nach Teheran, Regie Werner Masten; Eine Liebe in Istanbul, Regie Jürgen Haase; Happy Birthday, Türke, Regie Doris Dörrie; Die Reise in die Nacht, Regie Matti Geschonneck.
Seit 1982 freie Schriftstellerin.
Bibliographie
. 1982 erstes Theaterstück Karagöz in Alemania, erschienen im Verlag der Autoren, Frankfurt.. 1991 zweites Theaterstück Keloglan in Alemania, die Versöhnung von Schwein und Lamm, Verlag der Autoren, Frankfurt.. 2001 drittes Theaterstück Noahi, Verlag der Autoren, Frankfurt. Noahi bearbeitet die Arche-Noah-Geschichte im Rahmen des Projektes Mythen für Kinder und wird im Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt.. Erster Erzählband Mutterzunge, Rotbuch-Verlag, 1990.. Der Erzählband Mutterzunge gehört zu den Best Books of Fiction published 1994 in America (Publisher's Weekly).. Erster Roman Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 1992. Der Roman erscheint außer in Deutschland auch in Frankreich, England, Griechenland, Katalonien, Finnland, den Niederlanden, Spanien, Polen, der Türkei, Norwegen und Kanada.. Ingeborg Bachmann Preis 1991. Walter Hasenclever-Preis 1993. Stipendium des Deutschen Literaturfonds 1992. New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds 1995. International Book of the Year, London Times Literary Supplement, 1994. Zweiter Roman Die Brücke vom Goldenen Horn, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 1998 (auch als KiWi 554). Arbeitsstipendium der Landeshauptstadt Düsseldorf. Adalbert von Chamisso-Preis 1999. Preis der LiteraTour Nord 1999. Im Frühjahr 2001 erschien ihr neuer Erzählband Der Hof im Spiegel. Künstlerinnenpreis des Landes NRW im Bereich Literatur / Prosa, 2001. Dritter Roman Seltsame Sterne starren zur Erde, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2003. Literaturpreis der Stadt Bergen-Enkheim, Stadtschreiberin 2003. Erhielt am 21. November 2004 den Kleist-Preis. Kunstpreis Berlin 2009 des Landes Berlin, von der Sektion Literatur der Akademie der Künste als Fontane-Preis verliehen . Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille 2010. Alice-Salomon-Poetik-Preis 2012

Pressestimmen

"Ganz einfach: ein großes Buch ... Damit ist die deutsche Literatur über den Bosporus gegangen - und reich beschenkt zurückgekehrt." Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau
EAN: 9783462031805
ISBN: 3462031805
Untertitel: 'KIWI'.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum: August 2002
Seitenanzahl: 333 Seiten
Format: kartoniert

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Polar - 29.07.2007, 15:56
Die Welt hinter den Welten
Wenn man kein Wort Deutsch spricht, sieht man den deutschen Alltag abseits der Villen und Belletage anders. Man muß sich die Worte gleichermaßen erfinden, verstehen lernen, was einem fernliegend erscheint. Özdamar führt uns an den Rand der Gesellschaft, wo sich, was einst als Gastarbeiter bezeichnet, dann das Gast gestrichen und es durch Fremd ersetzt wurde, ein Auskommen, ein Leben verdient. Es ist die Geschichte eines wachsenden Bewußtseins, des allmählichen Herausbildens eines eigenen Blicks zwischen Tradition und modernen 68er Umbruch. Es ist auch der Versuch verschiedenen Kulturen in sich zu vereinen, um sich nicht völlig entwurzelt vorzufinden. Kraftvoll in seinem poetischen Ansatz, der Sprache, der Hoffnung, es versuchen zu müssen, um nicht verloren zu gehen.