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Kompendium Heilpraktikerprüfung Psychotherapie


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November 2009

Beschreibung

Beschreibung

So wenig wie möglich, so viel wie nötig: Dieses praktische Kompendium vermittelt kompakt und verständlich das relevante Prüfungswissen der Psychotherapie für Heilpraktiker. Aktuelle Prüfungsfragen und eine Muster-Prüfung helfen, Fachwissen gezielt zu testen und zu trainieren. Kommentare erläutern die Antwortmöglichkeit und helfen, den Sachverhalt besser zu verstehen. Zahlreiche Tipps für die mündliche und schriftliche Prüfung runden das Buch ab.

Die zweifarbige Gestaltung und der übersichtliche Aufbau mit vielen Aufzählungen und Zwischenüberschriften machen das Buch zur idealen Lernhilfe und zum schnellen Nachschlagewerk.

Besonders nützlich: ein ausführliches Glossar.

Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort zur 2. Auflage;7 2;Inhalt;8 3;Teil I: Grundlagen;14 3.1;1 Elementarfunktionen;15 4;Teil II: Krankheitsbilder;22 4.1;2 Das triadische System;24 4.2;3 Endogene Psychosen;26 4.3;4 Exogene Psychosen;35 4.4;5 Sucht/Abhängigkeit und Missbrauch von Substanzen;45 4.5;6 Psychogene Störungen;57 4.6;7 Psychosomatik;71 4.7;8 Essstörungen;76 4.8;9 Sexualstörungen;78 4.9;10 Kinder- und Jugendpsychiatrie;80 5;Teil III: Notfälle;86 5.1;11 Notfälle in der psychotherapeutischen Praxis;87 6;Teil IV: Behandlung;92 6.1;12 Psychotherapie;93 6.2;13 Psychopharmaka;98 6.3;14 Anamnese und Befunderhebung;102 7;Teil V: Prüfung;110 7.1;15 Prüfung;111 8;Anhang;124 8.1;16 Gesetzliche Grundlagen des Heilpraktikerberufs;125 8.2;Glossar;129 8.3;Literatur;138 8.4;Sachverzeichnis;139


Leseprobe

1 Elementarfunktionen (S. 2)

Die Elementarfunktionen bilden die Grundlage der Psychopathologie. Erst die genaue Kenntnis erlaubt die Diagnose von Erkrankungen. Dieses Wissen ist auch deshalb unabdingbar, weil dem (zukünftigen) Heilpraktiker für Psychotherapie nur eingeschränkte diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Der Zugang zu Testverfahren ist den Heilpraktikern für Psychotherapie zwar offiziell nicht verwehrt, die Tests werden allerdings in der Regel nur an Ärzte und Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz herausgegeben. Im Gegensatz zu den anderen Heilpraktikern und Ärzten darf der Heilpraktiker für Psychotherapie Patienten auch nicht körperlich untersuchen.

So darf er im Gegensatz zum Heilpraktiker beispielsweise keinen Blutdruck messen, um den Erfolg der Therapie bei einer essenziellen Hypertonie festzustellen. Er muss den Patienten also, sollte eine Untersuchung notwendig sein, immer an einen Arzt verweisen.

Nur die Kenntnis der normalen Funktionen der Psyche erlaubt es, Abweichungen von diesem Normalen als pathologisch zu erkennen und dann aus der Kombination der Symptome eine Diagnose zu stellen. Mehrere Symptome können dabei zu einem sog. Syndrom zusammengefasst werden.

1.1 Bewusstseinsstörungen

1.1.1 Quantitative Bewusstseinsstörungen

Meist organisch bedingt

* Benommenheit: leichtester Grad der Bewusstseinsstörung (Vigilanzstörung), Patient ist orientiert, aber im Denken und Handeln verlangsamt

* Somnolenz: abnorme Schläfrigkeit, aber leicht weckbar Vorkommen: z. B. bei leichter Intoxikation, Fieber, beginnendem Hirndruck, Trancezustände

* Sopor: Betäubung, aber mit starken Reizen für kurze Zeit weckbar Vorkommen: z. B. bei gesteigertem Hirndruck, Enzephalitis, nach epileptischem Anfall

* Koma: Nicht weckbar! Auf Schmerzreiz evtl. unkoordinierte Abwehrbewegungen. Im tiefen Koma fehlen einige Reflexe
(z. B. Pupillen-, Korneal-, Muskelreflex) Vorkommen: schwere Intoxikation, schwerste Infektion, akute Hirnschädigung etc.

* Beim Wachkoma (Coma vigile) sind die Augen trotz tiefer Bewusstlosigkeit geöffnet. Spontanbewegungen, unbeeinträchtigte Vitalfunktionen Vorkommen: Funktionsausfall der Großhirnrinde (z. B. nach Trauma, Blutung) Grundsätzlich gilt, wie bei allen anderen Notfällen in der Medizin auch, die Sicherung der Vitalfunktionen, ggf. Reanimation.

1.1.2 Qualitative Bewusstseinsstörungen

Bewusstseinstrübung Verwirrtheit von Denken und Handeln

Achtung

Dieser Begriff wird oft auf alle Bewusstseinsstörungen angewandt.

Ausnahme: Koma Erscheinungsbild

* zerstückeltes Bewusstsein im Sinne von fehlenden Zusammenhängen zwischen einzelnen Vorgängen

* mangelnde Klarheit der Vergegenwärtigung des Erlebens in Bezug auf Ich und Umwelt

* Merkfähigkeitsstörungen

* Verlangsamung, Inkohärenz und Verwirrtheit des Denkens Bewusstseinseinengung Traumartige Veränderung des Bewusstseins, Dämmerzustand Erscheinungsbild

* Amnesie für den Zustand der Bewusstseinseinengung

* verminderte Ansprechbarkeit auf Außenreize, Aufmerksamkeit scheint nach innen gelenkt

* eingeengte Vorstellungen, Denkinhalte, Erlebnisse und Handlungen

* gelegentliches Auftreten von Illusionen oder Halluzinationen

* Handlungsfähigkeit bleibt erhalten Bewusstseinsverschiebung oder -erweiterung Abnorme Helligkeit des Bewusstseinsfelds (verursacht evtl. durch Psychosen, Meditation oder Drogen) Erscheinungsbild

* Vergrößerung des Bewusstseinsraums

* Gefühl der Helligkeits- und Intensitätssteigerung

* Veränderung gegenüber dem Tagesbewusstsein

* ungewöhnliche Wachheit

1.2 Störungen des Ich-Erlebens/ Ich-Störungen

Unter Ich-Erleben versteht man das Erleben der eigenen Identität. Ein gesunder Mensch kennt seine Grenzen i
n Bezug auf die Umwelt.

1.2.1 Beeinflussungserlebnisse Formen

* Gedankenausbreitung

* Gedankeneingebung

* Gedankenentzug

* Gefühl, bestrahlt zu werden

* Gefühl, gelenkt und beeinflusst zu werden

* Gefühl, hypnotisiert zu werden

* leibliche Beeinflussungserlebnisse (Gefühl des Von-außen-Gemachten)

* Willensbeeinflussung

Technik

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