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Pique Dame


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Beschreibung

Beschreibung

»Das Phantastische in der Kunst hat seine Grenze und Regel Das Phantastische sollte sich so viel mit dem Realen berühren, daß man es »fast« glauben kann.« Kaum anderswo als in Puschkins Spieler-Novelle »Pique Dame«, über die Fjodor Dostojewskij dies schrieb, verbindet sich Phantastisches so virtuos mit realistischer Genauigkeit und präziser Kürze des Stils.

Portrait

Alexander Sergejewitsch Puschkin, geb. 1799 in Moskau als Spross eines alten Adelsgeschlechts, wurde wegen seiner politischen Lyrik 1820 nach Südrussland strafversetzt und später auf das mütterliche Gut verbannt. Er starb 1837 an den Folgen eines Duells.
EAN: 9783150016138
ISBN: 3150016134
Untertitel: Russisch/Deutsch. 'Reclam Universal-Bibliothek'. Sprachen: Deutsch Russisch.
Verlag: Reclam Philipp Jun.
Seitenanzahl: 95 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Kay Borowsky
Format: kartoniert

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Polar - 11.10.2008, 23:19
Am Spieltisch
Die besten Geschichten über Spieler stammen aus Russland. Ob bei Dostojewski oder wie hier bei Puschkin nimmt das Spiel am Ende jeden für sich ein. Es kommt weniger auf den Einsatz, den Gewinn an, als auf die Versuchung, die Sehnsucht, die Gefahr, sich zu ruinieren. Puschkin treibt langsam auf den Helden seiner Novelle zu. Er nimmt den Umweg über eine Gräfin und deren abzusehender Ruin, der auf mysteriöse Weise in letzter Sekunde gestoppt wird, woraufhin sie verspricht nie wieder eine Karte anzufassen, und wendet sich einem Mann zu, der scheinbar jeglicher Versuchung widersteht. Die Aussicht, den eigenen Lebensstandart durch die Kenntnis jener legendären drei Karten zu verdreifachen, die einem einen sicheren Gewinn versprechen, wenn sie an drei Tagen hintereinander gespielt werden, läßt auch ihn wanken. Bei dem Streben der Gräfin ihr Geheimnis zu entreißen, geht der zukünftige Spieler zu weit. Selbst als das Schicksal über ihn hereinbricht, vermag er nicht, von seinem Vorhaben abzulassen. Wie Puschkin davon erzählt, ist meisterlich. Die Novelle ist so sanft gestrickt, dass man allmählich in den Sog seiner Sprache versinkt, und das Geschehen, als sei es einem längst vertraut, bis ans bittere Ende folgt.