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Strukturen der Komplexität


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Juni 2000

Beschreibung

Beschreibung

Nicht zuletzt durch die analytischen Leistungen der Naturwissenschaften wurde unser Weltbild in immer mehr und kleinere Fraktionen zerlegt. So mag es nutzen, sich wieder um das Komplexe und Ganzheitliche zu kümmern, um Interdisziplinarität und Synoptik. In seinem neuesten Buch untersucht Rupert Riedl die Struktur- und Funktionszusammenhänge, die wir als "komplex" bezeichnen. Er analysiert auf brilliante Art und Weise die Bestimmung, das Auftreten, die Bedeutung und letztlich den fachlichen Umgang mit der Komplexität.

Inhaltsverzeichnis

1 Wovon die Rede sein wird - eine Einführung.- A Über den Gegenstand.- 1 Über Komplexitätsforschung heute.- a) die Biologen.- b) die anorganischen Wissenschaften.- c) die Situation.- d) die Paradigmen.- 2 Was kennzeichnet und was bedeutet Komplexität.- a1-2) eine Definition.- b) das Auftreten.- c) die Bedeutung.- d1-2) zum fachlichen Umgang.- 3 Warum gerade Strukturen?.- B Über die Methoden.- 1 Morphologie, Systemtheorie und Gestalt.- a) Morphologie.- b) Systemtheorie.- c) Gestalt.- 2 Strukturalismus und Funktionalismus.- a) Strukturalismus.- b) Funktionalismus.- c) der Wechselbezug.- 3 Über Erkennen, Erklären und die,EE`.- a) die Evolutionäre Erkenntnistheorie.- b) der Prozeß des Erkennens.- c) der Prozeß des Erklärens.- 4 Biologie als Rahmen des Konzeptes.- a) Methoden der Biologie.- b) Denk-und Naturmuster.- c) über Biologismus.- d1-3) die Gradienten.- e) die Vermengung.- 2 Welt und Erkenntnis als Problem.- A Was uns vernünftig erscheint.- 1 Was mit dem Bewußtsein entstanden ist.- 2 Die denkbaren Begründungen des Erkennens.- a) transzendente Begründung.- b) transzendentale Begründung.- c) evolutionäre Begründung.- 3 Anschauungsformen versus Kommunikation.- a) Adaptierung.- b) Grenzen.- c1-3) die Entwicklung.- B Wie Kenntnis erworben wird.- 1 Die Ebenen des Kenntnisgewinns.- a) Aufbau.- b) Zweiseitigkeit.- c) Iteration.- d) Schraubenprozesse.- 2 Was sich daraus über diese Welt wissen läßt.- 3 Wozu solcherart Kenntnis dient.- C Welcherart Kenntnis wir nun besitzen.- 1 Konstruktion und Wirklichkeit.- a) Konstruktion.- b) Verläßlichkeit der Einsichten.- c) die Welt im Hintergrund.- 2 Emergenz, Vorstellung und Sprache.- a) Emergenz.- b) Phasenübergänge.- c) Sprache.- d) Logik.- 3 Erkennen und Erklären.- al-2) terminologische Fragen.- bl-3) das Gemeinsame.- cl-3) Unterschiede.- 3 Die Systeme des Erkennens.- A Bedingungen des Wahrnehmens.- 1 Wahrnehmen ist Problemlösen.- 2 Grundlagen von Assoziation und Konditionierung.- 3 Der Übergang zu den kognitiven Prozessen.- B Die Verrechnung sukzedaner Koinzidenzen.- 1 Die Zusammensetzung des Algorithmus.- 2 Welches der Grund des Erfolges ist.- 3 Worin die Mängel gelegen sind.- 4 Wie man die Mängel überwindet.- C Die Verrechnung simultaner Koinzidenzen.- 1 Die Zusammensetzung des Algorithmus.- a) Invarianten.- b1-5) Gestaltwahrnehmung.- c) Strukturhierarchien.- 2 Welches die Gründe des Erfolges sind.- a) Voraussichten.- b) Methoden.- 3 Welches die Mängel des Programmes sind.- al-3) Ursachen.- b1-3) Folgen.- 4 Wie diese Mängel zu überwinden sind.- a) Sensorium.- b1-3) Sprachdenken.- D Über Strukturen und Klassenhierarchien.- 1 Das Werden des Gedächtnis.- a) Einprägung.- b) Intermodalität.- c) Wiedererkennen.- 2 Felder von Ähnlichkeiten.- 3 Über Struktur-und Klassenhierarchien.- a) Vorgang des Erkennens.- b) Muster der Klassenbegriffe.- c1-4) Zusammenhang mit den Strukturbegriffen.- 4 Die Strukturierung des Erkannten.- A Eine Theorie von der Welt.- 1 Die hierarchische Struktur der Dinge.- a) Bauform dieser Welt.- b) Anleitung des Denkens.- 2 Über Wandel und Werden.- a) was wandelt sich.- b1-2) unter welchen Umständen.- c) was geschieht dabei.- 3 Die allgemeinsten Größen.- a) Entropieproblem.- b) Stabilitätsniveaus.- cl-3) Energie-Informationszusammenhang.- B Die Ordnung der Dinge.- 1 Der Prozeß der wechselseitigen Erhellung.- a) Begriffsgeschichte.- b1-3) Beispiele.- c1-4) Struktur des Paradigmas.- dl-3) Entkräftung des Zirkularitätsvorwurfs.- 2 Die drei Grundformen komplexer Ähnlichkeit.- al-2) vermeintliche Identität.- b1-2) die Analogie.- c) die Metapher.- 3 Die vier Grundformen komplexer Ordnung.- a) Norm.- b) Interdependenz.- c) Hierarchie.- d) Tradierung.- C Die Prinzipien der Morphologie.- 1 Das Theorem der Homologie.- a) Ausgrenzung der Analogie.- b1-2) Homologiekriterien.- c1-2) deren Synthese.- dl-3) Rückführung auf ein Theorem der Wahrscheinlichkeit..- e1-4) Formen der Homologie.- f) Homologie-Auffassungen.- 2 Über Typus und Bauplan.- al-4) Formen der Typus-Konzepte.- bl-2) Begriff des Bauplans.- 3 Eine Theorie von Phän und Merkmal.- al-4) Merkmalswahrnehmung.- b1-3) der Vorgang seiner Optimierung.- D Die Prinzipien der Systematik.- 1 Das Wägeproblem.- al-3) Versuchte Vereinfachung und deren Voraussetzungen.- b1-3) Die Kategorien der Merkmale.- 2 Die Optimierung der Klassenbegriffe.- al-2) Grade der Trennschärfe.- b) Wechseloptimierung von Feld und Merkmal.- 3 Die Natur des Natürlichen Systems.- a) das Leseproblem.- b) die Natur des Natürlichen Systems.- 5 Die Systeme des Erklärens und Verstehens.- A Die Bedingungen und ihre Anlagen.- 1 Die Vorbedingungen.- 2 Die Hypothesen über Ursachen und Zwecke.- al-3) Hypothese von den Ursachen.- bl-3) Hypothese vom Zweckvollen.- 3 Der Menschenverstand und die Intuition.- a) Menschenverstand.- b) Intuition.- 4 Die Psychologie des Erklärens und Verstehens.- B Wandel in der Kulturgeschichte.- 1 Die Ansätze in unserer Kultur.- 2 Antike und Mittelalter.- al-3) Empirismus.- b) Rationalismus.- 3 Die Neuzeit.- a) Empirismus.- b) Rationalismus.- 4 Die Konzepte des Verstehens in der Gegenwart.- a) Gesamtursache.- b) finale Betrachtungsweise.- C Die Konditionen des Erklärens.- 1 Über das kausale Erklären.- a) Erklärungsbegriff im Alltag.- b1-3) fachliche Bedingungen.- cl-3) komplexe Systeme.- 2 Die doppelte Pyramide des Erklärens.- a) die Struktur.- b) die Wechselseitigkeit.- 3 Die drei Wege: Vermuten, Erklären und Entstehen.- D Die Formen des Verstehens.- 1 Über teleologisches Erklären.- al-3) Abgrenzung des Begriffs.- b) Entelechie.- 2 Das Verstehen von Handlungen.- 3 Das Verstehen in den Geisteswissenschaften.- 6 Die Strukturierung des Erklärten und Verstandenen.- A Der Weg zu einer dynamischen Welterklärung.- 1 Entstehung des Anorganischen.- a) Ewige, unveränderliche Welt.- b) Entwicklung der Welt.- 2 Entstehung der Organismen.- a) Eingreifen von Demiurgen.- b) Umbruch zum dynamischen Weltbild.- 3 Paradigmen von der Herkunft der Vernunft.- a) als vorgegebenes Prinzip.- b) als evolutionär entstanden.- B Die Ordnung der Ursachen.- 1 Die Reduktion der Ursachen-Konzepte.- a) die Galileische Revolution.- b) das Christentum.- cl-3) der materialistische Reduktionismus.- dl-3) der idealistische Reduktionismus.- 2 Ursachen und Wachsen der Geschichtlichkeit.- al-3) von der Ursache zur Vorbedingung.- bl-4) Fächerung der Bedingungen und Folgen.- cl-2) Bifurkationen und Alternativen.- 3 Vier Wechselwirkungen, vier Ursachenformen.- a) Ursachen des Wandels.- b) Funktionen.- C Die Prinzipien des Erklärens.- 1 Erklärungsmodelle im Anorganischen.- al-2) die kosmische Evolution.- b1-2) die chemische Evolution.- cl-2) Evolution geomorphologischer Strukturen.- 2 Evolutionstheorien im Organischen.- a) die frühen Vorstellungen.- bl-5) Evolutionstheorie der Neuzeit.- cl-2) Der Darwinismus.- dl-2) der Neodarwinismus.- el-2) Die Synthetische Theorie.- f1-2) Systemtheorie.- 3 Erklärungsmodelle im Organischen.- al-2) in der Physiologie.- bl-2) in der Verhaltenslehre.- cl-2) für organismische Bauteile.- dl-3) für die Evolution.- el-2) in der Ökologie.- D Die Prinzipien des Verstehens.- 1 Erklärungsmodelle menschlichen Verhaltens.- al-2) in der Psychologie.- bl-2) in der Soziologie.- 2 Erklärung von Artefakten mit Genealogien.- al-2) in Urgeschichte und Archäologie.- bl-2) in Philologie und Sprachwissenschaften.- cl-2) in den Geschichtswissenschaften.- dl-2) in der Kunstgeschichte.- 3 Erklärung zivilisatorischer Institutionen.- al-2) ein Beispiel aus der Wirtschaft.- bl-2) eines aus der Rechtstheorie.- 7 Übersicht und Ausblick.- A Über die Einheit von Welt und Erkenntnis.- 1 Über Ausstattung, Sprache und Kultur.- 2 Die Systeme des Erkennens und die Strukturen der Welt.- B Über die naiven und die bösen Täuschungen.- 1 Kann Erklären Erkennen ersetzen?.- 2 Über Herkunft, Art und Steuerbarkeit der Verluste.- Namensverzeichnis.

Portrait

Univ.-Prof. Dr. Rupert Riedl, geb. 1925 in Wien. Studium der Biologie. 1968 Ruf an die University of North Carolina in Chapel Hill als Kenan Professor of Zoology, die nach Rang, Gehalt und Einfluss höchste Auszeichnung, welche die Universität zu vergeben hatte. 1971 Rückkehr nach Wien. Vorstand des Instituts für Zoologie der Universität Wien. Nach seiner Emeritierung Gründung des Konrad-Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung. 2002 Gründung des "Club of Vienna". Bisherige Publikationen u. a.. "Die Ordnung des Lebendigen", "Biologie der Erkenntnis", "Ursachen des Wachstums". Dem breiten Publikum ist Rupert Riedl vor allem durch die Fernseh-Dokumentation "Die Gärten des Poseidon" ein Begriff geworden. Im Seifert Verlag erschien 2003 sein Buch "Clarissa und das blaue Kamel. Zeitreisen am Rande Europas".
EAN: 9783540668732
ISBN: 354066873X
Untertitel: Eine Morphologie des Erkennes und Erklärens. 110 Abbildungen.
Verlag: Springer-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Juni 2000
Seitenanzahl: XIII
Format: gebunden
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