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Mein Mann, der Kommunist


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kartoniert
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Oktober 2001

Beschreibung

Beschreibung

Der Radio-Star Iron Rinn und die einstige Hollywood-Größe Eve Frame gelten als Traumpaar, doch in Wirklichkeit ... Nachdem ihre Ehe in Trümmern liegt, schreibt Eve einen Enthüllungs-Bestseller, um ihre eigene Haut und die Karriere ihrer Tochter zu retten. Gesellschaftlich und beruflich ruiniert, schwört Rinn seiner Umwelt Rache.

Portrait

1998 erhielt Philip Roth für <Amerikanisches Idyll> den Pulitzerpreis. Im gleichen Jahr wurde ihm im Weißen Haus die National Medal of Arts verliehen, und 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Gold Medal, mit der unter anderem John Dos Passos, William Faulkner und Saul Bellow ausgezeichnet worden sind. Er hat zweimal den National Book Award und den National Book Critics Circle Award erhalten und dreimal den PEN/Faulkner Award und außerdem den PEN/Nabokov Award und den PEN/Saul Bellow Award. 2011 wurde ihm der Man Booker International Prize verliehen. Philip Roth ist der einzige lebende Amerikaner, dessen Werk in einer umfassenden, maßgeblichen Gesamtausgabe von der Library of America herausgegeben wird.

Pressestimmen

Roth ist scharfzüngig, wütend, lustig und gefährlich. The New York Review of Books
EAN: 9783499228247
ISBN: 3499228246
Untertitel: Originaltitel: I married a Communist. 'rororo Taschenbücher'.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
Seitenanzahl: 384 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Werner Schmitz
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Elvira Hanemann - 03.12.2006, 22:10
Kommunistenhatz während der McCarthy Ära
Die Geschichte spielt während der McCarthy Ära, also der Zeit der absoluten Kommunistenhatz, des hysterischen Ausmerzens aller ¿unamerikanischer¿ Umtriebe. Ira Ringold, ein junger Mann aus ärmlichen Verhältnissen, hat es geschafft, ein berühmter Radiosprecher zu werden. Als ¿Iron Man¿ verkörpert er, der ihm auch äußerlich sehr ähnlich sieht, Abraham Lincoln in der Radiosendung ¿The Free and the Brave¿. Er verliebt sich in Eve Frame, d i e Diva des Radios, ein früherer Stummfilmstar. Ihre gemeinsame Ebene ist die Arbeit beim Radio und die körperliche Anziehungskraft, ansonsten trennen sie Welten. Eve ist die aparte Schönheit, sie bewegt sich in den Kreisen der Reichen, Schönen und Einflussreichen, Ira hingegen, dessen Einstieg ins Arbeitsleben mit einer Schaufel beim Gräben ziehen begann, ist ein überzeugter Kämpfer für eine bessere Welt, die den Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems ein Ende bereiten soll. Er ist Mitglied der kommunistischen Partei, was allerdings damals nicht offen gesagt werden durfte. Das Dilemma ist offensichtlich: durch seine Liebe zu Eve hat er praktisch in die Kreise, die er als gegnerische sieht, hineingeheiratet. Dass das zu Konflikten führen muss, ist jedem außer den beiden klar. Damit aber nicht genug: Eve hat eine Tochter aus einer früheren Ehe, die obwohl bereits über 20 Jahre alt, immer noch im Haus lebt und die Mutter durch grenzenlosen Egoismus terrorisiert und Eves Ehe pausenlos torpediert und ihr Glück zu untergraben trachtet. Hinzu kommt ein Judenhass Eves, was der Ehe mit einem Juden auch nicht sehr zuträglich ist. Ira, der natürlich auch von Seiten seiner kommunistischen Freunde angegriffen wird, versucht, sich in dieser Zwickmühle einzurichten, er hofft, durch seinen Einfluss auf die Medien das Bewusstsein seiner Zuhörer positiv zu verändern, er diskutiert mit der Küchenhilfe seiner Frau, er streitet mit ihren rassistischen Dinnergästen, er agitiert und kämpft ununterbrochen für seine Ziele. Was jedoch treibt ihn wirklich an? Was steckt hinter diesem starken, mitreißenden, aufrechten, aber aggressiven Mann, was ist seine Motivation? Ein sehr eindringliches persönliches Drama, das sich vor dem Hintergrund der Kommunistenhatz der McCarthy Ära abspielt. Wie immer bei Roth: Kein einziger mir bekannter Schriftsteller nimmt sein Personal so ernst wie er, niemand vermittelt so den Eindruck, echtes Interesse an seinen ¿Helden¿ zu haben, wissen zu wollen, wer sie sind und warum sie so geworden sind.