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Allgemeine Konzilien


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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Nach Hubert Jedins Kleiner Konziliengeschichte von 1959 stellte eine neue Konziliengeschichte, die natürlich auch das 2. Vatikanum einzuschließen hatte, ein dringliches Desiderat dar. Nicht nur die Zahl der ökumenischen Konzilien, auch die Geschichte der Konzilien an sich präsentiert sich uns seit Jedin wesentlich komplizierter, verwirrender und auch konfliktreicher. Aber gerade darin offenbaren Konzilien immer wieder besonders das Verflochtensein der Kirche in die Geschichte und die jeweilige "Welt". Umso notwendiger ist eine griffige grundlegende Vermittlung theologischer und historischer Forschungen und Erkenntnisse, die auch die früheren Konzilien in ganz neuem Licht erscheinen lassen. Dieses Buch wendet sich an Studenten wie aber auch an theologisch und historisch interessierte Laien.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Welche Konzilien sind ökumenisch? 13
Der Beginn des Konzilsinstituts 21
Nikaia, seine Rezeption und das Ringen um das trinitarische Dogma 27
I. DAS KONZIL VON NIKAIA 27
1. Die arianische Deutung der Mittlerschaft Christi 27
2. Der Streit bis Nikaia 29
3. Das Konzil von Nikaia und sein Glaubensbekenntnis 30
4. Die Kanones von Nikaia 34
II. DAS RINGEN UM NIKAIA 36
1. Die erste Phase (328-350): Richtungskämpfe 37
2. Die zweite Phase (350-360): Dogmatische Zerklüftung 38
3. Konsolidierung und Lösung (360-382) 40
III. KONSTANTINOPEL I (381) 44
1. Verlauf 44
2. Glaubensbekenntnis und Rezeption 47
"Nikaia alleine"? Von Ephesos zu Chalkedon 49
I. NESTORIOS, KYRILL UND DAS KONZIL VON EPHESOS (431) 51
1. Ein "ökumenischer Skandal" 51
2. Zwei Konzilien in einer Stadt 52
3. Ein labiler Friede 55
II. EPHESOS II, DIE "RÄUBERSYNODE" (449) 56
III. DAS KONZIL VON CHALKEDON (451) 58
1. Einberufung und Verlauf 58
2. Glaubensformel und Kanones 61
3. Konzil und Papst - Der 28. Kanon 63
4. Nach Chalkedon: Widerspruch und Rezeption 65
Patriarchate, Landeskirchen und zerbrechliche Einheit: Die altkirchlichen Konzilien nach Chalkedon 71
I. IM ZEICHEN DES KAMPFES UM CHALKEDON (484-681) 72
1. Ein neuer Konzilstyp im Westen 72
2. "Henotikon" und Geltung von Chalkedon 73
3. Dreikapitelstreit und Konstantinopel II (553) 75
4. Der Monotheletismus und Konstantinopel III (680/81) 80
II. IM ZEICHEN DES AUSEINANDERFALLENS DER CHRISTLICHEN WELT (692-880) 84
1. Konziliares Leben im Westen 84
2. Das "Trullanum" (692) 86
3. Bilderstreit, Nikaia II (787) und die Reaktion des Westens 88
4. Die Konstantinopolitaner Konzilien des photianischen Streits (861-880) 94
Die päpstlichen Konzilien des Hochmittelalters 101
I. VON DER PÄPSTLICHEN SYNODE ZUM KONZIL DER CHRISTENHEIT 101
1. Die kaiserlich-päpstlichen Synoden 101
2. "Universal" weil päpstlich: Die Synoden der gregorianischen Reformzeit 102
3. Die "Generalkonzilien" des 12. Jahrhunderts 104
II. IM ZEICHEN PÄPSTLICHER FÜHRUNG DER CHRISTENHEIT 108
1. Reform und Kampf gegen Häresie: Das 4. Laterankonzil (1215) 109
2. Papst gegen Kaiser: Das 1. Konzil von Lyon (1245) 113
3. Eine trügerische Kirchen-Union: Das 2. Konzil von Lyon (1274) 114
III. KRISE DER PÄPSTLICHEN GEWALT: DAS KONZIL VON VIENNE 118
Um Einheit und Reform der Kirche: Die Konzilien des 15. Jahrhunderts 123
I. PAPST-SCHISMA UND KONZILIARISMUS 123
1. Zwei Päpste - und kein Ausweg 123
2. Konzil über dem Papst? 126
3. Der erste Versuch: Das Konzil von Pisa (1409) 130
II. DAS KONZIL VON KONSTANZ (1414-1418) 133
1. Bestätigung von Pisa - oder neuer Versuch? 134
2. Krise und dramatischer Höhepunkt: Das Konzil über dem Papst 137
3. Die "causa fidei": Verurteilung von Hus 141
4. Priorität von Papstwahl oder Reform? 143
5. Die Probleme des Dekrets "Haec sancta" 145
III. HÖHEPUNKT UND KRISE DES KONZILIARISMUS 147
1. Das Intermezzo: Pavia / Siena (1423/24) 147
2. Das Konzil von Basel (1431-1449): Struktur, Zusammensetzung, Ideenwelt, Tendenzen 149
3. Die erste Phase des Basler Konzils (1431-1437): Dauerkonflikt mit dem Papst 151
4. Das Konzil von Florenz und die Kirchenunion 153
5. Das letzte Schisma im Westen (1439-1449) 158
6. Fazit und Bilanz 160
7. Ein Konzil als Alibi: Lateran V (1512-1517) 162
Konzil und Konfessionalisierung: Das Tridentinum (1545-1563) 165
I. RUF NACH KONZIL UND REFORM 165
1. "Seitdem die Päpste die Konzilien zu fürchten begannen ." 165
2. "Fast alle Hirten haben ihre Herden verlassen ." 167
3. Der lange Weg zum Konzil 172
4. Divergierende Konzilsvorstellungen 174
II. DIE ERSTE KONZILSPHASE (1545-1547) 177
1. Verfahrensfragen: Geschäftsordnung, Thematik 177
2. Schrift und Tradition 180
3. Erbsünde, Rechtfertigung und Sakramente 183
4. Die Reformfrage: Streit um das "ius divinum" der Residenz 188
III. KRISEN UND UNTERBRECHUNGEN (1547-1561) 189
1. Verlegung nach Bologna 189
2. Mittlere Konzilsphase - Die Protestanten in Trient 190
IV. DIE LETZTE KONZILSPHASE (1562/63) 194
1. Veränderung der Gesamtkonstellation 194
2. Letzter Anlauf zu einem Unionskonzil 196
3. Die Krisen des Konzils 197
4. Morone rettet das Konzil 200
5. Die Lehrdekrete der letzten Session 204
V. WIRKUNG UND HISTORISCHE BEDEUTUNG 211
Konzil und Autoritätsprinzip: das 1. Vatikanum (1869/70)
I. VOR DEM KONZIL 215
1. Der Siegeszug des Ultramontanismus 215
2. Das Konzil: Idee, Ankündigung, Geschäftsordnung, Vorbereitung 224
3. Konzil und öffentliche Polarisierung 227
II. UM DAS KONZIL 231
1. Konzil und Politik 231
2. Konzil und Öffentlichkeit 234
III. AUF DEM KONZIL 236
1. Zusammensetzung und Tendenzen 236
2. Die Spaltung beginnt 241
3. Die Diskussion der ersten Schemata 242
4. Zuspitzung der Gegensätze 245
5. Konsens beim Glaubensschema 248
6. Diskussion um die Unfehlbarkeit 251
IV. NACH DEM KONZIL 260
Konzil und Aggiornamento: Das 2. Vatikanum (1962-1965) 263
I. DER WEG AUS DER DEFENSIVE 263
II. VORBEREITUNG DES KONZILS 270
1. Konzilspläne vor Johannes XXIII 270
2. Die große Überraschung: Ein "ökumenisches Konzil" 272
3. Konzilserwartungen: Die Vota der Bischöfe 274
4. Konzilserwartungen: Die kirchliche Öffentlichkeit 276
5. Konzilsvorbereitung hinter verschlossenen Türen 277
6. Die Geschäftsordnung 281
7. Am Vorabend des Konzils: Befürchtungen, Fühlungnahmen 284
III. ZUSAMMENSETZUNG UND TENDENZEN 288
IV. ÜBERRASCHUNG UND AUFBRUCH: DIE ERSTE SITZUNGSPERIODE (HERBST 1962) 293
1. Weichenstellungen zu Beginn 293
2. Behandlung der ersten Schemata 295
3. Ergebnis und Fazit 301
V. WICHTIGE WEICHENSTELLUNGEN UND ERSTE ERGEBNISSE: DIE ZWEITE SITZUNGSPERIODE (HERBST 1963) 302
1. Pontifikatswechsel und Folgen 302
2. Die Weichenstellungen für das Kirchenschema 304
3. Beratung des Bischofs-Schemas 308
4. Beratung des Ökumenismus-Schemas 310
5. Die Liturgie-Konstitution 311
VI. ERREICHTE ZIELE UND ENTTÄUSCHUNGEN: DIE DRITTE SITZUNGSPERIODE (HERBST 1964) 312
1. Die Gegensätze spitzen sich zu 313
2. Ruhigere Diskussionen - ein Wald von Texten 316
3. Die "Novemberkrise" 319
4. Der positive Ertrag 323
VII.KLEINARBEIT AN DEN TEXTEN: DIE VIERTE SITZUNGSPERIODE (HERBST 1965) 324
1. Die Erklärung "Dignitatis humanae" über die Religionsfreiheit 326
2. Pastoral-innerkirchliche Texte 327
3. Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen 328
4. Das Offenbarungs-Schema "Dei Verbum" 329
5. "Gaudium et Spes" 331
Quellen und Literatur 337
Abkürzungen 347
Register 349

Vorwort

Als 1959 die "Kleine Konziliengeschichte" von Hubert Jedin erschien, geschah dies aus aktuellem Anlaß. Die Konzilseinberufung Johannes XXIII. hatte deutlich gemacht, daß das Zeitalter der Konzilien nicht der Vergangenheit angehörte. Von einer solchen Aktualität kann dieses Buch nicht profitieren. Aber zwischen damals und heute liegt das 2. Vatikanum, liegen aktuelle kirchliche Erfahrungen sowie theologische und historische Forschungen, die auch die Geschichte der früheren Konzilien in ganz neuem Lichte erscheinen lassen. Einerseits ist deutlich geworden, In welchem Maße das konziliare Element (nicht nur auf weltkirchlicher Ebene) zur wesentlichen Struktur der Kirche gehört. Anderseits ist seitdem eine Fülle historischer Forschungen über Konzilien, bereichert durch neue Fragestellungen, erschienen. Vieles, nicht zuletzt der Begriff eines "ökumenischen Konzils" selber, stellt sich viel weniger klar und eindeutig dar. Jedin konnte sein Bändchen noch mit dem Untertitel versehen: "Die zwanzig ökumenischen Konzilien im Rahmen der Kirchengeschichte". So selbstverständlich und problemlos von 20, bzw. - nach dem 2. Vatikanum - von 21 ökumenischen Synoden zu sprechen, ist heute nicht mehr möglich. Insgesamt stellt sich uns die Konziliengeschichte noch wesentlich komplizierter, verwirrender und auch konfliktreicher dar; aber gerade darin offenbaren Konzilien immer wieder besonders das Verflochtensein der Kirche in die Geschichte und die jeweilige "Welt". Aber die einigermaßen gesicherten Ergebnisse der Forschung rufen doch nach Vermittlung in griffiger Form Dieser Vermittlung soll der vorliegende Überblick dienen. Er ist aus Vorlesungen an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/M. erwachsen und wendet sich vor allem an Studenten sowie sonstige theologisch und historisch interessierte Leser.
EAN: 9783825219765
ISBN: 3825219763
Untertitel: Brennpunkte der Kirchengeschichte. 'Uni-Taschenbücher S'. 2. Auflage. Mit Ktn. , Tabellen.
Verlag: UTB GmbH
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: 365 Seiten
Format: kartoniert
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