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Liebesfluchten


€ 11,00
 
kartoniert
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November 2001

Beschreibung

Beschreibung

Flucht in die Liebe, Flucht vor der Liebe - vor sich selbst, dem andern, dem Leben, der Geschichte. Sieben erotische, subtile, tragikomische Geschichten über Sehnsüchte und Verwirrungen, Nähe und Einsamkeit, Verstrickung und Schuld, Lebensentwürfe und Lebensverantwortung.

Portrait

"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'."
EAN: 9783257232998
ISBN: 3257232993
Untertitel: 'Diogenes Taschenbücher'.
Verlag: Diogenes Verlag AG
Erscheinungsdatum: November 2001
Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Dirk Luetge - 27.11.2006, 17:12
Liebesfluchten
Nach dem Vorleser wieder ein wunderbares, wenn auch ganz anderes Buch von Bernhard Schlink. Sieben ganz unterschiedliche Kurzgeschichten, die alle von den Untiefen und dem hintergründigen Scheitern von Liebesbeziehungen handeln. Kurz und prägnant auf den Punkt gebracht, ziehen sie einen alle in den Bann und reflektieren auf höchst anspruchsvolle und gleichzeitig unterhaltsame Weise die Fallstricke der Liebe.
Elisabeth Stein-Salomon - 17.11.2006, 22:22
Schlink ist ein Meister der kurzen Form
In seiner Sammlung von Erzählungen ¿Liebesfluchten¿ erzählt Schlink von Trennungen und zerbrechenden Beziehungen, und immer erzählt er auch von der Verantwortung und Schuld, wegen der man aus der Liebe heraus- oder in sie hineinflüchten kann. Die erste und längste Erzählung ¿Das Mädchen mit der Eidechse¿ spielt wie ¿Der Vorleser¿ in den Fünfziger Jahren und auch hier wird deutsches Unrecht aus der NS-Zeit langsam herausgeschält als verschwiegenes Motiv für den Verfall einer Familie. Ob der Mensch nur seinesgleichen erträgt, fragt die Erzählung ¿Die Beschneidung¿: Ein junger Deutscher und eine amerikanische Jüdin verlieben sich ineinander, doch gegenseitige Vorurteile, die Schlink knapp und glänzend analysiert, stellen die Beziehung auf eine harte Probe. Schlink ist ein Meister der kurzen Form, seine ruhig dahinfließende Prosa ist immer nah am Leben dran, an seinen Wendungen und Grenzsituationen. Seine Geschichten wirken einfach authentisch und bleiben lange im Gedächtnis haften.