EBOOK

Porträt einer Klasse. Arno Schmidt zum Gedenken


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gebunden
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Januar 1982

Beschreibung

Beschreibung

Das Porträt einer Klasse ist ein von Arno Schmidt noch angeregtes und in seinen Grundzügen entworfenes Mosaikbuch.
Ein Panorama seiner Hamburger Kinder- und Jugendjahre von 1914 bis 1928 eingebettet zunächst in die Erinnerungen neun noch lebender Mitschüler an ihre gemeinsame Schulklasse in der Realschule am Brekelbaumpark niedergeschrieben für das Porträt einer Klasse - daran angeschlossen Arno Schmidts eigne Erinnerung an Volks- und Realschule und die unwirtliche Elternwohnung im Rumpffsweg, in der er aufwachsen musst - ergänzt und gespiegelt in den von seiner Mutter hinterlassenen Aufzeichnungen über seine Kinderzeit und die familiäre Kleinwelt des Polizistenhaushalts, die nach ihrem Tode in Quedlinburg, DDR, aufgefunden wurden - abgeschlossen und kontrastiert in einem über 100 Seiten langen freimütigen Interview seiner Schwester Lucy Kiesler 1977 in New York, wenige Wochen vor ihrem Tode, über Charaktere und Umwelt von Vater, Mutter, Bruder, und das Zusammenleben im Rumpffsweg in jenen Jahren (original-amerikanisches Transkript der Interviewaufnahme).
Mit rund 100 Glossen, Fußnoten und Planskizzen Arno Schmidts und annähernd 150 Abbildungen (Familien-, Schul- und Klassenfotos, Stadtviertelbilder, Luftaufnahmen, Straßenpläne, Dokumentarisches) nebst einem Materialanhang zu Schule und Unterricht.

Portrait

Arno Schmidt wird am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. In Breslau beginnt er 1933 ein Mathematikstudium, das er bereits ein Jahr später aus politischen Gründen abbricht. Bis 1939 arbeitet er in der Textilindustrie und kämpft als Soldat von 1940 bis 1945 u.a. in Norwegen. Er gerät in britische Kriegsgefangenschaft, ist dann als Dolmetscher an der Lüneburger Hilfspolizeischule tätig. Sein Werk ist gleichzeitig vielfach unverstanden und von einer festen Lesergemeinschaft als genial gerühmt. Der weltabgewandte, wütende Monomane begriff Literatur und Kunst als einzig wertvollen Schatz im banalen, nichtsnutzigen gesellschaftlichen Getümmel. So ist denn auch vor allem "Zettels Traum" (1970) ein dichtes Netz literarischer Anspielungen und Verweise. Seine Sprachkunst wird hier häufig mit der Joyces verglichen, voller ungezügelter Fantasie, ichbezogener Ausdruckskraft und Komplexität.Arno Schmidt lebte seit 1958 völlig abgeschieden im Dorf Bargfeld. Er erhielt u. a. den Berliner Fontane-Preis und Goethepreis der Stadt Frankfurt. Am 6. Juni 1979 starb er in Celle.
EAN: 9783100706089
ISBN: 3100706080
Untertitel: Zahlreiche Abbildungen und Faks.
Verlag: FISCHER, S.
Erscheinungsdatum: Januar 1982
Seitenanzahl: XV
Format: gebunden
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