EBOOK

Verhaltenstherapie des Hundes


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gebunden
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Januar 2005

Beschreibung

Beschreibung

Entwicklung des Haustieres Hund. Unsauberkeitsprobleme. Ängste / Phobien. Aggressionen. Durchführung einer Verhaltenstherapie in der tierärztlichen Praxis. Verhaltenstherapeutischer Fragebogen für Hundebesitzer. "Gefährliche-Hunde"-Verordnungen. Medikamente in der Verhaltenstherapie. Ethologisches Glossar.Die Verhaltensforschung und die Verhaltenstherapie sind hochaktuelle Themen - nicht zuletzt durch die "Gefährliche-Hunde"-Diskussion. Dieses Buch behandelt alle wichtigen Verhaltensstörungen des Hundes. Es gibt dem praktizierenden Tierarzt konkrete Anleitungen zur Durchführung einer Verhaltenstherapie in der tierärztlichen Praxis.Wolf-Dieter Schmidt stellt verhaltenstherapeutische Probleme anhand von Fallbeispielen aus seiner langen Praxiserfahrung vor. Detailliert erläutert er allgemeine und spezielle Verhaltenstherapien und Persönlichkeitsanalysen. Die Möglichkeiten einer unterstützenden medikamentellen Therapie werden ebenfalls dargestellt. Hinweise zur Therapieplanung, ein verhaltenstherapeutischer Fragebogen für Hundebesitzer sowie die Anwendung instrumenteller Trainingsmethoden und Utensilien erleichtern die Durchführung einer Verhaltenstherapie. Ein tabellarischer Überblick über die in der Verhaltenstherapie eingesetzten Medikamente und ein ethologisches Glossar runden dieses Werk ab."Dieses Buch kann ich allen interessierten Kolleginnen wärmstens empfehlen. Es ist gut verständlich und flüssig geschrieben und zeigt mit Sicherheit auch Ihnen noch unbekannte Gesichtspunkte. Es ist ein ausgezeichnetes Lehrbuch, dass sich übrigens unbedingt auch die 'Trainer' von Hundevereinen/Hundeplätzen verinnerlichen sollten."Silke Agus in praxisnah - Zeitschrift des BdA (3/2005)

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;6 2;Fallübersicht;9 3;Vorwort;10 4;1 Die Entwicklung unseres Haustieres Hund;12 4.1;1.1 Veterinärmedizin und Ethologie;14 4.2;1.2 Definition Verhaltensstörung - Verhaltensproblem beim Hund;18 4.3;1.3 Wie lernen Hunde?;21 5;2 Unsauberkeitsprobleme;28 5.1;2.1 Unterwürfigkeitsurinieren - Erregungsurinieren;29 5.2;2.2 Urinmarkieren;30 5.3;2.3 Stubenreinheitsprobleme;31 5.4;2.4 Kotabsatz auf Gehwegen und in Parkanlagen;31 6;3 Ängste Phobien;34 6.1;3.1 Definition von Angst;34 6.2;3.2 Allgemeine Therapie;35 6.3;3.3 Trennungsangst;36 6.4;3.4 Angst vor Geräuschen;42 6.5;3.5 Angst vor fremden Menschen;52 6.6;3.6 Angst vor anderen Hunden und Tieren;57 6.7;3.7 Angst vor dem und beim Autofahren;61 6.8;3.8 Angst auf der Straße und im Verkehr;65 6.9;3.9 Verschiedene Ängste;67 7;4 Aggressionen;72 7.1;4.1 Definition von Aggression;72 7.2;4.2 Wesen und Funktionen aggressiven Verhaltens;72 7.3;4.3 Aggression von Hunden gegen Menschen;77 7.4;4.4 Territorialaggression;95 7.5;4.5 Aggression gegen Artgenossen;100 7.6;4.6 Idiopathische Aggression;114 7.7;4.7 Angstaggression;115 7.8;4.8 Umgeleitete Aggression;115 8;5 Verschiedene andere Verhaltensprobleme;118 8.1;5.1 Übermäßiges Betteln;118 8.2;5.2 Aufmerksamkeit heischendes Verhalten;119 8.3;5.3 Zwanghaftes, stereotypes Verhalten;122 8.4;5.4 Überaktivität;124 8.5;5.5 Zerstörerisches Verhalten;127 8.6;5.6 Übermäßiges Bellen;129 8.7;5.7 Übermäßiges Fressen und Adipositas;130 8.8;5.8 Unkontrollierbares Jagdverhalten;131 9;6 Durchführung einer Verhaltenstherapie in der tierärztlichen Praxis;134 9.1;6.1 Voraussetzungen;134 9.2;6.2 Co-Therapeuten;134 9.3;6.3 Therapieplanung Therapieablauf;135 9.4;6.4 Einsatz von Medikamenten;136 9.5;6.5 Verlaufskontrolle (Follow up);136 9.6;6.6 Liquidation der Verhaltenstherapie;137 9.7;6.7 Belohnung und Strafe;137 10;7 Merkblätter;140 10.1;7.1 Verhaltenstherapeutischer Fragebogen für Hundebesitzer;140 10.2;7.2 Anlegen und Benutzen des Gentle-Leader;140 10.3;7.3 Anlegen und Benutzen des Mikki-Muzzle;145
10.4;7.4 Beißkorb- oder Maulkorbtraining;147 10.5;7.5 Klickeranwendung;149 10.6;7.6 Benutzung des Therapiekäfigs;150 11;8 Gefahr-Hunde-Verordnungen;152 11.1;8.1 Das Leben ist für einige Hunde in Deutschland gefährlich geworden;152 11.2;8.2 Einteilung der Hunde in verschiedene Kategorien;153 12;9 Medikamente zur Unterstützung der Verhaltenstherapie;158 12.1;9.1 Wann ist eine Kastration bei Verhaltensproblemen sinnvoll?;159 13;10 Ethologisches Glossar;160 14;11 Literatur;170 14.1;11.1 Quellenangaben;170 14.2;11.2 Literaturverzeichnis;170 15;12 Stichwortverzeichnis;174


Leseprobe

5.5 Zerstörerisches Verhalten (S.  126)

Zerstörerisches Verhalten drückt sich beispielsweise durch unerwünschtes Kauen und Zerbeißen von Gegenständen aus. Die Ursachen sind mangelnde Aktivitätsmöglichkeiten oder zwanghaftes Zerstören bei Trennungsangst. Der Hund merkt, dass das Kauen Spaß macht. Er kaut nicht um etwas zu zerstören, sondern um seinen Spaß zu haben. Dies ist als Erklärung für den Besitzer wichtig.

5.5.1 Allgemeine Therapie

Die Aktivitäten mit dem Hund und des Hundes steigern. Dazu gehört vor allen Dingen die Ausbildung des Hundes mit Unterordnungs-übungen. Mit dem Tier sollte jeden Tag 1 bis 2 Stunden trainiert und gearbeitet werden. Grundsätzlich gilt, dass jeder Hund einmal am Tag müde und erschöpft sein sollte. Bei den Besitzern stößt dies häufig auf Schwierigkeiten, da ihnen die Einsicht fehlt, so viel Zeit in ihren Hund zu investieren. Eine weitere Möglichkeit liegt darin unter Kontrolle dem Hund andere Gegenstände zum Kauen zu geben, besser noch ist die Verwendung eines Buster-Cube. Man kann auch das Trockenfutter in den Garten/die Wohnung werfen. Persönliche Empfehlung des Autors: Es ist besser, man investiert die Zeit in den Hund als in Handwerkerrechnungen. Dazu kommt der (gesunde) Aufenthalt an der frischen Luft beim Handwerker muss man hinterher noch den Dreck wegmachen und der Hund macht bald wieder etwas kaputt.

5.5.2 Fall 26 Tyson schafft uns!

Nachdem wir unsere alte Hündin verloren hatten, haben wir vor 6 Monaten einen 1 1/2-jährigen Pitbullmischling aus einem Tierheim geholt.

Anamnese
Der 1 1/2-jährige Pitbullmischlingsrüde Tyson ist seit September bei dem Ehepaar S. Er stammt aus dem Tierheim. Organisch ist er nach tierärztlicher Untersuchung gesund. Tysons Vorgeschichte ist unbekannt. Er war 10 Tage im Tierheim.

Befunderhebung Persönlichkeitsanalyse
Tyson ist ein sicherer, äußerst hyperaktiver, selten zur Ruhe ko
mmender junger Hund. Er ist außerhalb der Wohnung ständig in Bewegung, jagt jedem Blatt nach, freut sich über jeden Menschen und jedes Tier. In der Wohnung und dem Praxisbüro will er nicht allein sein. Wenn er allein ist, räumt er Papierkörbe und Schränke aus und zerreißt alles. Im Auto läuft er hin und her, legt sich nur für Minuten hin um wieder aufzustehen, hin- und herzulaufen. Wenn Tyson allein im Garten ist, ist er ständig in Bewegung. Er freut sich über jeden Besucher, der in die Praxis kommt.
EAN: 9783877066744
ISBN: 3877066747
Untertitel: Aggressionen, Ängste - Phobien, Fallbeispiele, Therapieplanung - Therapieverlauf, Medikation, ethologisches Glossar. Mit konkreten Tipps für die Durchführung einer Verhaltenssprechstunde. unveränderte Nachdruck. Mit Tabellen.
Verlag: Schlütersche Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2005
Seitenanzahl: 176 Seiten
Format: gebunden
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