EBOOK

Nur in der Fremde fühle ich Fernweh


€ 12,68
 
kartoniert
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Februar 2000

Beschreibung

Beschreibung

Ein alter und ein junger Mann reden über Gott und die Welt und die Seele, auch über Adalbert Stifter, einen der größten deutschsprachigen Schriftsteller. Und sie erinnern sich, der eine an sein längeres, der andere an sein kürzeres Leben - ein Leben in Bibliotheken und im Buch der Natur, nicht in Staat und Gesellschaft. Eines Tages kommt eine junge Frau dazu, das ist fast alles. "Von Verwicklungen und Lösungen, von Herzenskonflikten und Konflikten überhaupt, von Spannungen und Überraschungen findet sich nichts" (Th. Fontane) in diesem ruhigen Roman, der die Idylle rehabilitieren will, die heute verrufenste aller Gattungen, zugleich eine der ältesten literarischen Gattungen. Nichts als die Kirche der Christen und das antike Arkadien der Bukoliker Theokrit und Vergil bis Geßner haben zweitausend Jahre überdauert, um dann im 20. Jahrhundert völlig verdammt und vergessen zu werden. Das ist die sozialkritische Provokation dieses Romans, ein noch unzeitgemäßes Plädoyer für Studierstubenhocker in kontemplativsten Elfenbeintürmen, nicht für komische Käuze im hektischen Koma der Taten und Untaten, Aktionen und anderen Beschäftigungstherapien moderner Um-und-dumm-Wühler.

Portrait

Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie. Systemanalytiker in der Atom- und Raumfahrtindustrie.
EAN: 9783898113786
ISBN: 3898113787
Untertitel: Paperback.
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: Februar 2000
Seitenanzahl: 300 Seiten
Format: kartoniert

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Kundenbewertungen

Teichoskop - 24.09.2013, 18:03
Gibt es nur giftige Idyllen ?
Wir werden erst dann ewigen Frieden haben, wenn arkadische Dichter wieder wahrhaft populär geworden sind , schrieb Klabund 1920. Ein solcher bukolischer Schriftsteller ist der Autor dieses überaus originellen Idyllischen Romans . Schließlich ist neben dem christlichen Pastor die idyllische Pastorale das Einzige, was zwei Jahrtausende überdauert hat : Das wissen nur die wenigsten. Nichts ist heute zeitgemäßer als Action und Pragmatismus, nichts ist unzeitgemäßer als bloß beschauliche Muße. Ein stiller heiterer Episodenroman, locker gefügt aus intelligenten Bausteinen : Der Stil erinnert mich wie in aller Prosa dieses Autors von fern an den nouveau roman einer Nathalie Sarraute. Ich lese gern in diesem ebenso klugen wie anspruchsvollen Erzählwerk - kein literarisches Fastfood, kein infantiler Roman gescheiterter Sozialisationsbemühungen, wie das heute so sattsam verbreitet ist.