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Simple Storys


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kartoniert
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November 1999

Beschreibung

Beschreibung

Das ostthüringische Altenburg einst kaiserliche Pfalz und herzogliche Residenz, vergrößert durch Plattenbausiedlungen, umgeben von Chemie-Industrie, von Braunkohle- und Uranabbau, gesäumt von lieblicher Burgenlandschaft ist der Schauplatz von Ingo Schulzes Roman. In 29 scheinbar einfachen Geschichten, in vielen kleinen Alltagsbegebenheiten, offenbart sich das Zusammenstürzen einer ganzen Welt, jener dramatische Bruch, der sich nach 1989 durch so viele ostdeutsche Biographien zieht. Ingo Schulze zeichnet seine von der Weltgeschichte überrumpelten Protagonisten mit unfehlbarer Präzision, mit Humor und Gefühl und ganz ohne jedes Pathos. Altenburg, die kleine Stadt in der ostdeutschen Provinz, hat große Chancen, zu einem Ort zu werden wie Uwe Johnsons Jerichow oder Martin Walsers Philippsburg. Etwas Besseres konnte der deutschen Literatur nicht passieren. Thomas Steinfeld in der FAZ

Portrait

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren, studierte klassische Philologie in Jena und arbeitete in Altenburg als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Seit 1993 lebt er in Berlin. Bereits sein erstes Buch "33 Augenblicke des Glücks" (1995) wurde vielfach ausgezeichnet. Ingo Schulze ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. 2013 erhielt Ingo Schulze für sein literarisches Schaffen den Manhae-Preis.

Pressestimmen

»Immer noch einer der besten Nachwenderomane ist Ingo Schulz' >Simple StorysDer Tagesspiegel 11.09.2008
EAN: 9783423127028
ISBN: 3423127023
Untertitel: Ein Roman aus der ostdeutschen Provinz. 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: November 1999
Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Polar - 10.09.2007, 11:22
Frei
Es ist nicht das erste Mal, daß sich in der deutschen Literatur an einem kleinen Ort, das Zeitgeschehen spiegelt. In seinem beeindruckten Roman aus der ostdeutschen Provinz schaffte es Schulze den Aufbau der Kurzgeschichte so geschickt zu vernetzen, daß er zu einem größeren Bild zusammenwächst und uns eine Zustandbeschreibung der neuen Länder nach der Übernahme durch den Westen bietet. Allein schon die Reise nach Italien ist witzig und gleichzeitig scharf beobachtet. Schulze verliert dabei nie die Liebe zu seinen Figuren, er zeigt sie, wie sie sich zurechtzufinden in all dem Neuen, daß in vielem das Alte bleibt. Plötzlich ist man in Italien und dann? Plötzlich fällt die Mauer und dann? Die Geschichten sind nur an der Oberfläche simple, ihre Tragik liegt in der Erkenntnis, daß die Dinge nun mal jetzt so sind, wie sie sind, und daß man sich darauf einzustellen hat. Freiheit endlich! Man würde sich freuen, wenn ein westdeutscher Ort zu demselben Zeitpunkt in der deutschen Geschichte, so klug und humorvoll als Mikrokosmos wiedergegeben würde.