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Romeo und Julia


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Beschreibung

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Deutsch von Frank Günther Mit einem Essay von Kurt Tetzeli Romeo und Julia: die Namen stehen längst für einen Mythos, den Mythos der tragischen Leidenschaft. Die Geschichte hat unzählige Nachahmer gefunden, und der Aufruhr der Gefühle darin gehört heute, trivialisiert und ausschnittsweise, zum Repertoire nicht weniger Seifenopern: der tödliche Zwist zweier Familien; der Blitzschlag der unerlaubten Liebe zwischen den Kindern dieser Häuser; das Ungestüm und die Zärtlichkeit, mit denen sich beide dieser Liebe versichern; der Todesmut, mit dem Julia in den Plan einwilligt, sich als Scheintote »entführen« zu lassen, um damit einer anderweitigen Vermählung zu entgehen und Romeo nachzufolgen. Und dann natürlich die tragischste aller Szenen, der Liebestod: Romeo, durch einen fatalen Zufall nur unzureichend über den Plan informiert, glaubt Julia tot und vergiftet sich in ihrer Gruft; Julia erwacht und ersticht sich mit Romeos Dolch. Das alles scheint eher romantisch als elisabethanisch, und durch die gewohnte Brille des 19. Jahrhunderts (als das Stück als Tragödie zum großen Erfolg wurde, während man es im 18. ohne Bedenken auch mal glücklich enden ließ) sehen wir heute noch jene »große Liebe«, die von der »Gesellschaft« nicht gewollt wird. Shakespeare aber erfand zu seiner Zeit mit >Romeo und Julia< etwas völlig Unbekanntes: die erste englische Liebestragödie.

Portrait

»William Shakespeare, getauft 23.4.1564 in Stratford-upon-Avon, gest. 23.4.1616 ebenda. Dramatiker Lyriker. Erziehung an der Lateinschule Stratford, seit Ende der 80er Jahre Schauspieler, um 1585 Übersiedlung nach London, wo er als Regisseur, Dramaturg und Bühnenschriftsteller blieb. 1592 erste Erwähnung als erfolgreicher Dramatiker und Schauspieler, Anschluss an Lord Chamberlain¿s Company, von 1597 an Mitinhaber des Globe-Theaters. Um 1610 Rückkehr nach Stratford als angesehener, begüterter Mann. Die erste maßgebliche Gesamtausgabe von Shakespeares Werken ist die Folio-Ausgabe von 1623.« Zitiert aus dem Theaterlexikon
EAN: 9783423124812
ISBN: 3423124814
Untertitel: Zweisprachige Ausgabe. 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenanzahl: 304 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Frank Günther
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

LaLeLu - 29.08.2009, 16:07
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Das Buch erzählt eine kitschige Geschichte. Die Libeleien zwischen Romeo und Julia sind das beste Beispiel dafür. Das könnte man der Geschichte sowohl anmerken, als auch zu Gute schreiben. Denn...wünscht sich nicht jeder (zumindest jede) von uns, so eine kitschige Lovestory. Natürlich wünscht sich niemand das Ende für sich selbst, jedoch macht das dramatische Ende alles so faszinierend.Was sind schon Geschichten mir Happy End, man kann vorhersagen: "Sie werdenheiraten, kriegen 2 Kinder und leben glücklich bis an ihr Lebensende". Doch hier kommt alles anders. Auch wenn die Geschichte sehr bekannt ist. Dieses Buch inspiriert und fasziniert zugleich.
Polar - 08.09.2007, 11:53
Aufforderung zum Tanz
Es gibt Leute, die behaupten der eigentliche Star dieses Stücks sei der Balkon, auf den Julia steht, während Romeo sie von unten anhimmelt. Doch haben so viele Feinheiten aus Romeo und Julia Spuren in der Literatur auf den Bühnen hinterlassen, daß es nicht einem Architekten zu verdanken ist, daß Shakespeare uns eine Geschichte hinterlassen hat, deren Grundzüge jeder kennt, Theatergänger verklärte Augen bekommen, wenn der Name Romeo oder Julia fällt. Die Liebe, immer wieder die Liebe. Unerschütterlich bis in den Tod, und doch verraten, ohne Happy End. Shakespeare war ein großer Autor. Er findet uns nicht mit einem glücklichen Ende ab. Inmitten von all den Capulets und Montagues kann es das auch nicht geben. Shakespeare zeichnet nicht nur eine Liebesgeschichte. Er zeigt auch die Auswirkung von Haß und Gewalt. Er beschreitet die Wege des Verrats und Mißtrauens und fängt mit seiner Geschichte gleichsam wie in einem Netz, das menschliche Scheitern ein. Wer will nicht an die Liebe glauben, stehe auch die ganze Welt gegen sie? Wer sie nicht verteidigen? Wer nicht mit ihr untergehen? Und so wird die Geschichte von Romeo und Julia Bestand haben, solange es Menschen gibt.