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Intermedialität


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kartoniert
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Januar 1998

Beschreibung

Beschreibung

Das Buch entwirft eine ästhetische Theorie der Intermedialität. Sie setzt
bei der gemeinsamen Konzeptgeschichte von Intermedialität und Intertextualität
an und schlägt unter Bezugnahme auf die Theorien des Formalismus einen
Begriff von Intermedialität vor, der dreierlei umfaßt: ein Transformationsmodell,
einen Strukturbegriff un ein formales Verfahren. Bei der Diskussion von
Phänomenen der intermedialen Vermischung ist die Kategorie des Intermedialen
unterschieden von verwandten Vermischungsformen wie Hybridisierung, Hypertext
oder Hypermedium und Multimedia. Auf der Folie von Mischformen, die sich
historisch zwischen verschiedenen Medien herausgebildet haben, konzentriert
sich die Beschreibung von Formen und Verfahren der Vermischung in der neueren
Medienentwicklung auf strukturelle Veränderungen, die in besonderer Weise
im Grenzbereich von analogen und digitalen Medien auftreten. Die Arbeiten
von Peter Greenaway werden exemplarisch für die Argumentation herangezogen,
weil hier Malerei, Fotografie, Film, Video und Computeranimation auf einer
gemeinsamen ästhetischen Ebene zusammentreffen, so daß neuartige Bildformen
entstehen, die den Stellenwert der Kinematographie als das Zentralmedium
für die intermediale Bildgestaltung ausweisen. Für eine formale Diskussion
der Intermedialität sind die Arbeiten von Greenaway deshalb aufschlußreich,
weil er systematisch vorgeht und selbstreflexiv ein künstlerisches System
entfaltet, das seine formalen Strategien und intermedialen Verfahren darlegt.
Es kann gezeigt werden, daß den Darstellungsformen von Zeit, Bewegung und
Raum bei Greenaway die parametrische Funktion zukommt, eine Gestaltungstendenz
zur Verräumlichung anzuzeigen. Ihren Schwerpunkt hat die vorliegenden Debatte
in den Bildmedien. Sie trägt zu einer Taxonomie der Bilder unter Berücksichtigung
der technisch-apparativen und der gestalterisch-ästhetischen Dimension
von Mischformen bei und untersucht vor allem die Strukturmerkmale solcher
Bilder, bei denen statische und dynamisch Bildformen miteinander ins Verhältnis
gesetzt und im Medium der elektronischen oder gerechneten Bilder weiterverarbeitet
werden. In diesem Zusammenhang werden auch die Grenzphänomene des Intermedialen
deutlich.


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Portrait

Yvonne Spielmann (Prof. Dr. phil., habil.) ist Medienwissenschaftlerin und lehrt zur Theorie und Geschichte der Visuellen Medien an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Intermedialität, digitalen Medien sowie im Bereich der Medienkunst.


EAN: 9783770533510
ISBN: 3770533518
Untertitel: Das System Peter Greenaway. Mit Abbildungen.
Verlag: Fink Wilhelm GmbH + Co.KG
Erscheinungsdatum: Januar 1998
Seitenanzahl: 279 Seiten
Format: kartoniert
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