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Weltzusammenhänge


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Juni 2011

Beschreibung

Beschreibung

Nietzsche sagt uns am Ende des 19. Jahrhunderts in der Fröhlichen Wissenschaft, daß wir mit der Tötung Gottes auch "die Erde" losgekettet haben: "Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten?" (KSA 3, 481) Nietzsche zitiert ex negativo den Anfang der abendländischen Großen Erzählung von der Kette, die Zusammenhang und Ordnung der ganzen Welt stiftet, nämlich Platons Bemerkung im Theaitet, Homer meine mit der goldenen Kette die Sonne. Es wird vor allem dem Prozess der "Loskettung" Aufmerksamkeit gewidmet, dessen Ende Nietzsches großartiges Bild sichtbar macht. Es geht somit nicht um eine extensive Geschichte des Kettenkonzepts in der euopäischen Philosophie, sondern um die Darstellung eines langwierigen Prozesses, eben dem der Loskettung, zu dessen Darstellung sich verschiedene Textbelege am Leitfaden des Nietzscheschen Diktums fügen können. - Am Ende wird die Frage zu beantworten versucht, was uns nach der "Loskettung" der Erde eigentlich noch bleibt. Antwort: Eine bestimmte Form des Traditionszusammenhangs.

Portrait

Christian Strub, 1989 Prom., 1990-1993 Wissensch. Angest. Univ. Freiburg. 1993-1999 Assist. Univ. Hildesheim; 2000 Habil. ebd., seit 2010 PD FU Berlin. Seit 1995 Redakteur d. Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie. 2002-2003 Leo- Baeck-Institute London. 2003-2006 DFG-Projekt zu Peirce.
EAN: 9783826045264
ISBN: 3826045262
Untertitel: Kettenkonzepte in der europäischen Philosophie.
Verlag: Königshausen & Neumann
Erscheinungsdatum: Juni 2011
Seitenanzahl: 220 Seiten
Format: kartoniert
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