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Kulturindustrie


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Oktober 2008

Beschreibung

Beschreibung

"Kulturindustrie" - in der Regel gleichgesetzt mit dem Fernsehen dient der
Begriff fast unisono als Beleg für den Niedergang der (hohen) Kultur, für die Atomisierung
und Vermassung der modernen Menschen, die letztlich willenlos den Botschaften der Medien
ausgesetzt seien (siehe z.B. Neil Postman).
Mit solcherart Oberflächlichkeit gibt sich Heinz Steinert in seinem "Einstieg"
selbstverständlich nicht zufrieden. Er greift auf den Befund der "Dialektik der Kulturindustrie" zurück und
liefert eine behutsame Neu-Interpretation dieses Grundlagentextes, der nach wie vor
erklärungsbedürftig ist. Dabei fragt er zum einen nach den gesellschaftlichen
Voraussetzungen von Kultur wie Kulturindustrie und thematisiert den historischen Prozeß,
der mit der technischen Reproduzierbarkeit der Kulturprodukte (Benjamin) auch in deren
Warenförmigkeit mündete.
Zum anderen fragt er, wie unterschiedliche Menschen und Menschengruppen mit den
ihnen eigenen Lebensweisen sich den medialen Produkten aussetzen und sie konsumieren.
Kenntnisreiche Fallbeispiele belegen facettenreich, daß es sich dabei weniger um einen
"Verblendungszusammenhang" als um eine Dimension von Vergesellschaftung handelt, an der
es noch viel zu erkennen gilt.

Portrait

Heinz Steinert, Prof. Dr., geb. 1942, Studium der Philosophie, Psychologie und Literaturwissenschaften in Wien, Ausbildung an der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, Habilitation in Soziologie in Graz. Mitbegründer und seither wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien, Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt a.M.


EAN: 9783896916952
ISBN: 3896916955
Untertitel: 'Einstiege'. 3. , überarbeitete Auflage.
Verlag: Westfaelisches Dampfboot
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Seitenanzahl: 205 Seiten
Format: kartoniert
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