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Brigitta und andere Erzählungen


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gebunden
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Juli 1967

Beschreibung

Beschreibung

Ein tiefes kosmisches Naturgefühl, der Wunsch nach Maß und Ordnung sowie Ehrfurcht vor den kleinen Dingen des Alltags zeichnen das Werk Adalbert Stifters aus. Dieser Band vereint sechs der beliebtesten Erzählungen des großen österreichischen Realisten.

Er sei kein Künstler und wolle weder Tugend noch Sitte predigen, sondern nur ein Körnchen Gutes zum Bau der Welt beitragen, schrieb Adalbert Stifter (1805-1868) ebenso bescheiden wie programmatisch in der Vorrede zu seiner Erzählsammlung «Bunte Steine». Ein Leben in Glück und Zufriedenheit, so führt er uns vor Augen, kann nur im Einklang mit der naturgegebenen Ordnung gelingen. Dem gehen jedoch oft Krisen, Konflikte und Leiden voraus. Während «Bergkristall» - wie «Kalkstein» den «Bunten Steinen» entnommen - vom Wunder der Rettung zweier Kinder erzählt, die sich in der Christnacht im ewigen Eis verlaufen haben, scheitern viele seiner Helden an ihrer Maßlosigkeit. So auch in den drei Werken aus seinen «Studien»: «Abdias» erzählt vom vergeblichen Streben nach Glück, «Brigitta» von einer verfehlten Liebesbeziehung und «Der Hagestolz» von einer falschen Lebensentscheidung. «Zuversicht», die letzte der hier versammelten Geschichten, rundet mit ihrer bildlich ausgeführten These von der paradoxen Natur des Menschen zwischen Raubtier und himmlischem Wesen den vorliegenden Band ab.

«Exemplarisch, satirisch, zweifelnd und verzweifelt» nennt Urban Roedl das Werk Stifters in seinem Nachwort und stellt es in eine Reihe mit dem anderer großer österreichischer Autoren wie Nestroy, Raimund, Musil und Kafka.

Inhalt:

Brigitta / Abdias / Der Hagestolz / Kalkstein / Bergkristall / Zuversicht.

Portrait

Adalbert Stifter, geb. 1805 in Oberplan/Böhmerwald), war der Sohn eines Leinewebers und Flachshändlers. Nach der Gymnasiumszeit im Benediktinerstift Kremsmünster studierte er ab 1826 die Rechte in Wien, ohne aber eine Schlußprüfung zu absolvieren. In den 1830er Jahren bewarb er sich mehrmals erfolglos um Anstellungen als Lehrer und verdiente dann seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer. Nachdem ihm 1840 die Veröffentlichung der Erzählungen 'Der Condor' und 'Feldblumen' erste Erfolge gebracht hatte, lebte er bis 1850 als freier Schriftsteller. Nach den Märzunruhen von 1848 in Wien zog sich Stifter nach Linz zurück, wurde zum Schulrat ernannt, 1853 von der "Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst und historischen Denkmale" zum Konservator für Oberösterreich bestellt.§1865 trat Stifter, wohl seit 1863 unheilbar erkrankt, durch lästige Verwaltungsarbeit und finanzielle Bedrängnis verbittert, in den Ruhestand. Nach einem Selbstmordversuch starb er 1868 in Linz.
EAN: 9783717513865
ISBN: 3717513869
Untertitel: 'Manesse Bibliothek der Weltliteratur'.
Verlag: Manesse Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 1967
Seitenanzahl: 624 Seiten
Format: gebunden
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