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Islamische Identitäten


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März 2001

Beschreibung

Beschreibung

Norbert Elias Preis 2003. Der Islam geh¿rt heute zum gesellschaftlichen Alltag deutscher, franz¿sischer und anderer westeurop¿cher Gro¿t¿e. Nicht nur Immigranten der ersten Generation praktizieren die Religion ihres Herkunftslandes, sondern auch junge Leute, die in Deutschland oder Frankreich aufgewachsen sind. Hier wie dort ist das Bild, das sich die ¿fentlichkeit von Muslimen macht, ¿berwiegend negativ: Sie gelten als Modernit¿verweigerer und Traditionalisten, die sich nicht in die westlichen Gesellschaften integrieren wollen. Schlimmstenfalls wird der Islam mit ¿Fundamentalismus¿, Kriminalit¿ Gewalt oder sogar Terrorismus gleichgesetzt. Die politische und soziale Situation im laizistischen, zentralistisch organisierten Frankreich unterscheidet sich zwar von der Lage in Deutschland mit seiner f¿deralistischen Struktur, wo Kirchen K¿rperschaften des ¿ffentlichen Rechts sind. Die nachindustrielle Moderne und die Globalisierung haben jedoch in beiden L¿ern zu einer zunehmenden Individualisierung und zur Schw¿ung traditioneller Institutionen und Wertesysteme gef¿hrt. Der einzelne ist gefordert, sich seine eigene Biographie zu ¿basteln¿. F¿r junge M¿er aus Einwandererfamilien bietet der Islam eine M¿glichkeit dazu. Er dient ihnen sowohl zur Abgrenzung von der ¿brigen Gesellschaft als auch zur Integration in diese. Nikola Tietze zeigt in ihrem Buch, da¿¿Muslim sein¿ kein statisches Programm, sondern ein Proze¿ist, in dessen Verlauf sich das Individuum stets aufs neue als handelndes Subjekt entwirft. Am Beispiel junger muslimischer M¿er in Deutschland und Frankreich, die unter vergleichbaren sozialen Bedingungen leben, analysiert die Autorin Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Selbst- und Au¿nwahrnehmung. Anhand von Interviews und teilnehmender Beobachtung entwickelt sie auf der Grundlage relevanter wissenschaftlicher Arbeiten eine Typologie der verschiedenen Formen muslimischer Religiosit¿ Portr¿ einiger Gespr¿spartner und Zitate aus den Interviews lassen ein differenziertes und oft ¿berraschendes Bild junger Muslime in den beiden L¿ern entstehen.

Portrait

Zur Autorin: Nikola Tietze, Dr. phil., geboren 1965, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung und chercheure associée am CADIS/EHESS in Paris. Die vorliegende Studie ist die überarbeitete Fassung ihrer Dissertation, die im Rahmen eines kooperativen Promotionsverfahrens (cotutelle de thèse) an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales Paris und der Philipps-Universität Marburg abgeschlossen wurde.
EAN: 9783930908684
ISBN: 3930908689
Untertitel: Formen muslimischer Religiosität junger Männer in Deutschland und Frankreich.
Verlag: Hamburger Edition
Erscheinungsdatum: März 2001
Seitenanzahl: 400 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Ilse Utz
Format: gebunden
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