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Erregte Gesellschaft


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gebunden
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Februar 2012

Beschreibung

Beschreibung

Sensation bedeutete ursprünglich nichts anderes als "Wahrnehmung". Heute versteht man unter einer Sensation das, was die Wahrnehmung magnetisch auf sich zieht: das Spektakuläre. Was kein Aufsehen zu erregen vermag, wird kaum noch wahrgenommen. Esse est percipi - Sein ist Wahrgenommenwerden. Der Kampf ums Dasein wird in der Sensationsgesellschaft zum Kampf um Wahrnehmung. Christoph Türcke verfolgt in seinem grundlegenden philosophischen Werk den Wandel der Sensation zur Anschauungsform des modernen Menschen, zum Verhaltensmuster, zum Unruheherd einer ganzen Gesellschaft. Er rekonstruiert die Bedeutungsgeschichte des Sensationsbegriffs und mit ihr die Formation der neuzeitlichen Welt zur "Erregungsmasse". Dabei greift er zurück bis zur physiologischen "Urgeschichte" der Sensation, die einst als Epiphanie des Heiligen erlebt wurde. Deren Nachwirkungen reichen bis in die hochtechnisierte Moderne, wo audiovisuelle Schocks wie Injektionen verabreicht werden und die erregte Gesellschaft zunehmend die Fähigkeit verliert, ohne den Maßstab der Sensation auszukommen. Christoph Türckes Philosophie der Sensation ist ein zentraler Beitrag zur Gesellschaftstheorie der Gegenwart.

Portrait

Christoph Türcke, geb. 1948, ist Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Der tolle Mensch. Nietzsche und der Wahnsinn der Vernunft (42000), Sexus und Geist. Philosophie im Geschlechterkampf (32001) sowie Rückblick aufs Kommende. Altlasten der neuen Weltordnung (1998).

EAN: 9783406495212
ISBN: 3406495214
Untertitel: Philosophie der Sensation. 2. , durchgesehene Auflage.
Verlag: Beck C. H.
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Seitenanzahl: 327 Seiten
Format: gebunden
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