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Gott und die Wilmots


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kartoniert
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Dezember 1999

Beschreibung

Beschreibung

John Updikes großes Epos über vier Generationen einer amerikanischen Familie. Clarence Wilmot hat Probleme mit dem lieben Gott. Der Prediger, der so gern ins Kino geht, ist milde, klug, beliebt, leider aber auch ehrlich. Denn als er den Glauben verliert, gibt er sein Amt auf ...

Portrait

Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging.
<trenner>Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 war Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters.
<trenner>Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988);
<trenner>Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

Pressestimmen

Ein außergewöhnliches Werk, John Updike hat geschafft, was Marcel Proust vorschwebte: die Heraufbeschwörung einer Epoche bis in die Winkel ihrer Verschwiegenheiten. Die Welt
EAN: 9783499226861
ISBN: 3499226863
Untertitel: Originaltitel: In the Beauty of the Lilies. 'rororo Taschenbücher'.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Dezember 1999
Seitenanzahl: 736 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Maria Carlsson
Format: kartoniert

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Polar - 18.05.2008, 11:00
Das Kino und die Bibel
Konsequent zu sein, kann sich als Last herausstellen. Als Clarence Wilmot nicht mehr anders kann, als seiner Gemeinde zu verkünden, dass er den Glauben verloren hat, rechnet er sicher nicht mit den Folgen für sich und die Familie. Vielleicht hätte er es sich anders überlegt, wenn er geahnt hätte, dass sie alle verarmen werden. Clarence Entschluss prägt das Leben seiner Nachkommen. Auch seine Vorliebe fürs Kino, in deren Scheinwelt alle Wilmots gerne abtauchen. Wie sie sich durchs Leben schlagen, ihr Weg unweigerlich nach Hollywood führt, davon erzählt Updike mit pointiertem Witz und Nachsicht für die eine oder andere Schwäche. Wir begegnen Größen wie Clark Cable, Gray Cooper und der Leere, die das Celluloid zu hinterlassen vermag, wenn der Projektor abgeschaltet wird. Es erscheint bei dem Vorlauf, Clarence Abkehr von Gott, fast folgerichtig, dass sich ein Spross der Familie wieder in den Schoß der Kirche zurückbewegt, um einen Sinn im Leben zu entdecken. Wenn Clark auf der Farm landet, in den Armen einer adventistischen-fundamentalistischen Kommune zeichnet Updike hinter dem Großglanzprodukt Amerika deren Anfänge auf. Nur in der Gemeinschaft hat das Land sich entwickeln, nur in dem gemeinsamen Glauben zu einer Einheit finden können. Doch ist dieser Glaube auf der Farm zum Wahn verkommen. Es darf nur einen Gott geben. Wenn jemand behauptet, es gebe mehr Anhänger anderer Religionen als Christen auf der Welt, greift man halt zur Waffe. Weit vor 9/11 geschrieben, liest man Updikes Roman heute anders. Er seziert das amerikanische Leben, das tief sitzende Sendungsbewußtsein der Verblendeten. Gott und die Wilmots. Gott wird sie nicht in Ruhe lassen und sie ihn auch nicht.