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Iran


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gebunden
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September 2011

Beschreibung

Beschreibung

Die Griechen zählten die Perser zu den kulturlosen Barbaren - aus reiner Eifersucht
und Konkurrenzgefühlen, denn sie waren ihnen oft unterlegen. Trotzdem
prägt diese Klassifizierung unser Geschichtsbild bis heute. Dabei ist der
Iran ein Weltreich des Geistes von ungeahnter Vielfalt und anhaltender Bedeutung.
Schon früh entwickelten sich dort ein ausgeklügeltes Handelssystem, eine
differenzierte Religion und eine reichhaltige Literatur. Gerade die exponierte
geographische Lage zwischen zwei Kontinenten führte historisch zu einem
starken Einfluss auf Europa und Zentralasien.
Der Autor unternimmt eine faszinierende Reise durch die Geschichte des
unterschätzten Kulturlandes und lässt uns am Aufstieg und Niedergang der
Dynastien genauso teilhaben wie an den wegweisenden Umwälzungen etwa der
großen Revolution 1979 unter Khomeini. An vielen Beispielen - wie der Stellung
der Frau, der hochentwickelten Medizin und Astronomie, des Seidenhandels
und der Setzung juristischer Begriffe - zeigt er die Vorreiterrolle des Iran.

Portrait

Michael Axworthy war über mehrere Jahre lang Leiterder iranischen Abteilung des British Foreign Office. Er hatbereits zahlreiche Texte und Bücher zum Iran veröffentlichtund lehrt heute arabische und islamische Studien an derUniversität von Exeter.

Pressestimmen

"Es gibt in Deutschland keine richtige Vorstellung von Persien. Das Land ist nach wie vor eine Blackbox. Dieses Nichtwissen müssen wir beenden." Alexander Kluge im Februar 2011
EAN: 9783803136367
ISBN: 3803136369
Untertitel: Weltreich des Geistes. Von Zoroaster bis heute.
Verlag: Wagenbach Klaus GmbH
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenanzahl: 347 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Gennaro Ghirardelli
Format: gebunden

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Winfried Stanzick - 02.11.2011, 15:56
Viel historisches Wissen über den Iran
Im Zusammenhang mit den revolutionären Bewegungen in Tunesien, Ägypten und dann auch in Libyen, durch die nach wie vor prekäre Lage in Syrien und durch die neuerliche Debatte um Israel und die Palästinenser ist der Iran und seine aktuelle und zukünftige Rolle in der Politik des Nahen Osten etwas aus dem Fokus der Medien gekommen. Der Rezensent ist sich sicher, dass sich das bald wieder ändern wird. Das vorliegende Buch des britischen Gelehrten Michael Axworthy, der von 1998 bis 2000 in der iranischen Abteilung des British Foreign Office gearbeitet hat, sieht das ähnlich. Dabei bleibt der Autor aber nicht in der Gegenwart, sondern er geht weit in die Vergangenheit zurück und beschreibt den Iran als ein ¿Weltreich des Geistes¿, das immer wieder durch alle Höhen und Tiefen der verschiedenen historischen Dynastien eine Vorreiterrolle gespielt hat. Richtet sich der Fokus verschiedener anderen Publikationen über den Iran auf die Zeit ab etwa dem Schah Pahlewi und die islamische Revolution Chomeinis bis hin zur der aktuellen unberechenbaren Politik Ahmadineschads, geht Axworthy weit zurück, um dann den Leser mit viel historischem Wissen wieder in der Gegenwart ankommen zu lassen. Eine Gegenwart, die er schonungslos und nüchtern beschreibt, und über die hinaus er vorsichtig Hoffnungen formuliert auf eine inneriranische Reform, nachdem die iranische Opposition vor einigen Jahren eine schmerzhafte Niederlage erlitten hat. Ein Land mit einer solchen Geschichte kann und wird nicht dort stehen bleiben, wo es im Augenblick sich befindet. Für alle Politiker, Diplomaten und auch Geschäftsleute, die mit dem Iran zu tun haben, ist dieses Buch eine unverzichtbare Hintergrundlektüre.