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Das Ende


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gebunden
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November 2011

Beschreibung

Beschreibung

Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende?

Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden bezahlt und die Verwaltung lief - wenngleich unter großen Schwierigkeiten - weiter. Die Gründe dafür, warum Hitlers Deutschland militärisch zusammenbrach, sind bekannt, die Frage, wie und warum das »Dritte Reich« bis zum Schluss funktionierte, ist dagegen bis heute nicht beantwortet. Zentral bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie das Regime bis zum Ende durchhalten konnte, so der renommierte NS-Historiker Ian Kershaw, ist Hitlers Art der charismatischen Herrschaft.

Portrait

Dr.phil.Ian Kershaw, geb. 1943, studierte in Liverpool und Oxford. Er lehrte von 1968-89 an den Universitäten Manchester und Nottingham. Seit 1989 ist er Professor für neuere Geschichte und Direktor des historischen Institus der Universität Sheffield. Kershaws Forschungen über Hitler und das Dritte Reich führten ihn nach London, New York, Moskau und in viele Archive in Deutschland, Österreich und Frankreich. Er war Berater der ZDF-Serie 'Hitler, eine Bilanz' und der BBC-Dokumentarreihe 'The Nazis. Warning from history'. 1984 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. 2012 wurde er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Das Ende ist gut 500 Seiten große Erzählkunst in makellos übersetzter, glasklarer Prosa. Harter Stoff, aber höchst belebend.«
EAN: 9783421058072
ISBN: 3421058075
Untertitel: Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45. Originaltitel: The End. Hitler's Germany, 1944-45. Neuauflage. mit Abbildungen.
Verlag: DVA Dt.Verlags-Anstalt
Erscheinungsdatum: November 2011
Seitenanzahl: 704 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Klaus Binder, Bernd Leineweber, Martin Pfeiffer
Format: gebunden

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Winfried Stanzick - 23.11.2011, 11:33
Charismatische Herrschaft ohne Charisma
Dieses Buch des englischen Historikers Ian Kershaw kann man verstehen als eine Fortsetzung und Vertiefung dessen, was er in seiner großen zweibändigen Biographie über Adolf Hitler ausgeführt hat. Diese Biographie gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Im nun vorliegenden Werk geht es um "Das Ende", um die Frage, die mich etwa als 1954 Geborener umgetrieben hat, seit ich etwa 12 Jahre alt war: warum haben die Deutschen bis zum bitteren Ende gekämpft? Wie konnte es sein, dass noch zu dem Zeitpunkt, als die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, und die Alliierten längst weite Teile Deutschlands erobert hatten, die öffentliche Ordnung in Deutschland weitgehend aufrecht erhalten wurde? Kershaw bezeichnet den Sachverhalt, dass trotz Hitlers Ansehensverlust in der Bevölkerung die Strukturen seiner Herrschaft bis zum Ende intakt blieben in einem Paradoxon als ¿charismatische Herrschaft ohne Charisma¿. Die extreme Personalisierung der Macht habe verhindert, dass sich an der Spitze des Regimes eine Gruppe hätte bilden können, die dem Diktator Paroli geboten hätte. Als eines der wichtigsten Motive, immer weiter zu kämpfen, nennt Kershaw die Angst vor der Rache des Gegners. Und er verweist darauf, dass sich die Träger des Systems darüber bewusst waren: mit der Beteiligung an den schrecklichen Verbrechen des Regimes waren die Brücken hinter ihnen abgebrochen. Sie teilten die Einschätzung ihres Führers, der sagte, dass das deutsche Volk sich nun als das schwächere erwiesen habe und deshalb keine Existenzberechtigung mehr besitze. Das Buch ist eine gute Mischung aus wissenschaftlicher Analyse und Wissenschaftsprosa und hilft zu verstehen, warum das Dritte Reich bis zum Ende funktionieren konnte.