EBOOK

Ich zähmte die Wölfin


€ 10,90
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Oktober 1998

Beschreibung

Beschreibung

Ein leidenschaftlicher Mann Die Lebensgeschichte des römischen Kaisers Hadrian. In seiner Villa in Tibur schreibt der sechzigjährige Kaiser Hadrian an seinen Adoptivenkel, den späteren Herrscher Marc Aurel. Was er dem siebzehnjährigen Jüngling mitteilt, gleicht einem reflexiven Selbstgespräch, ist ein Versuch des alternden Mannes, die wechselnden Masken und Gesichter des eigenen Ich zu erkunden: Hadrian wurde als Provinzler im westlichsten Teil des Reichs, in Spanien geboren. Der Eroberungswut seines Vorgängers Trajan setzt der musische und sensible Hadrian seine Friedenspolitik entgegen, die die segensreichsten Auswirkungen auf das Reich haben sollte. Zwei große Leidenschaften prägten diesen ungewöhnlichen Herrscher: die einfühlende Bewunderung griechischer Kunst und die Liebe zu dem bithynischen Knaben Antonius. Ein Besuch der Villa Adriana bei Rom weckte in der zwanzigjährigen Marguerite Yourcenar den Plan, eine Biographie dieses Mannes zu verfassen. Als die fiktiven Erinnerungen in deutscher Sprache erschienen, schrieb Ludwig Curtis: »Man hat nur wenige Seiten ... zu lesen, um von einem doppelten Zauber umfagen zu werden: von dem Zauber der großen Persönlichkeit des Kaisers und von dem Zauber der dichterischen Einfühlung der Verfasserin nicht nur in dessen persönliche, sondern in seine ganze weite antike Welt.«

Portrait

Marguerite Yourcenar, geb. 1903 in Brüssel, studierte in Frankreich und England, bis sie, nach zahlreichen Reisen durch Europa, Amerika und den Vorderen Orient, Professorin für französische Literatur in New York wurde. Nachdem sie 1963 den Prix Combat und 1968 den Prix Femina erhalten hatte, wurde sie 1971 in die Academie Royale Belge und 1980 als erste Frau in die Academie francaise aufgenommen. 1987 starb sie in den Vereinigten Staaten. In den Familiengeschichten und autobiographischen Romanen 'Gedenkbilder', 'Lebensquellen' und 'Liebesläufe' hat sie vor allem ihrem Vater und der europäischen Gesellschaft des 19. und einsetzenden 20. Jahrhunderts ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
EAN: 9783423124768
ISBN: 3423124768
Untertitel: Die Erinnerungen des Kaisers Hadrian. 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: Oktober 1998
Seitenanzahl: 336 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Fritz Jaffe
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Polar - 01.08.2007, 18:06
Maskeraden
Es mag am Ton des Vorleser Johannes Steck liegen, daß die Lebensgeschichte des römischen Kaisers Hadrian wie ein in sich ruhendes Gewässer auf einen wirkt. Trotz der Finessen und Abgründe, die einen erst zum Kaiser machen, erweckt die historische Person Hadrians hier abgeklärt, sensibel, spiegelt sich sein homoerotisch musisches Wesen im machtpolitischen Alltag wieder. Das Ganze von Marguerite Yourcenar bewußt von weit außen betrachtet. Hadrian schreibt an Marc Aurel, doch von seine Lebensbeichte hört sich wie die eines anderen an. Wer sich über die Zeit Hadrians informieren will, ist in Yourcenars Buch gut aufgehoben, wer eine spannende Lektüre erwartet weniger. Kunstvoll und literarisch. Nicht langweilig, aber es bleibt viel Distanz, die der intellektuellen Annäherung bedarf.