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«Kanon und Kanonisierung»


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September 2011

Beschreibung

Beschreibung

Unter dem Titel «Kanon und Kanonisierung» fand im Herbst 2010 eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Luzern statt, deren Beiträge im vorliegenden Band versammelt sind. Der Begriff des Kanons ist in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff der Kulturwissenschaften geworden. Er bezeichnet hochverbindliche Formen kultureller Selbstvergewisserung, die im Medium der Schriftlichkeit besondere Prägnanz erfahren. Ein Kanon kann nicht fortgeschrieben und in seiner Gestalt verändert werden, eine kanonische Sammlung nicht durch neue Elemente ergänzt werden. Als Text in seiner Endgestalt kommt dem Kanon normative Kraft und Autorität zu. Er steht geradezu für die exemplarische Verdichtung des Verhältnisses von Text und Normativität. Der Band enthält Beiträge aus den Bereichen der Theologie, Philosophie, der Rechtswissenschaft, Religionswissenschaft und der ostasiatischen Kulturwissenschaften.
Beiträge
Paolo Becchi (Genua/Luzern): Hegel und das Problem des Kanons 
Reinhold Bernhardt (Basel): Die Krise des protestantischen Schriftprinzips 
Karl Heinz Bohrer (Princeton): Kanon und Invention. Das griechische Paradigma 
Max Deeg (Cardiff): Von Sammlern und Schreibern - Kanonisierung und Kodifizierung in den religiösen Traditionen Asiens 
Daniela Demko (Luzern): Die normative Verfasstheit und Kanonisierung des Völkerstrafrechts 
Christoph Dohmen (Regensburg): Mehr als ein Kanon. Die Bibel als Grundlage unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften 
Peter Hofmann (Augsburg): Canon actionis. Handlung und Text nach der liturgischen Form des Ersten Hochgebetes (Canon Romanus) 
Jani Kirov (Frankfurt a.M.): Ius quasi muro vallatum. Die Kodifizierung des Rechts in der Spätantike 
Massimo Mori (Turin): Kant: Text und Kanon der Vernunft 
Arbogast Schmitt (Marburg): Zwei unterschiedliche Weisen der Begründung von Normen in der Dichtung. Aristoteles und Horaz und ihre Bedeutung für das Literaturverständnis der Neuzeit 
Thomas Steinfeld (Luzern): Stairway to Heaven. Über Entstehung und Überlieferung kanonischer Werke unter den Voraussetzungen populärer Kultur 
Hans Vorländer (Dresden): Verfassungen leben nicht vom Text allein. Wie die normative Kraft von Verfassungen erzeugt wird

Portrait

Die Herausgeber Michele Luminati, geb. 1960, seit 2004 ordentlicher Professor für Rechtsgeschichte, Juristische Zeitgeschichte und Rechtstheorie an der Universität Luzern, geschäftsführender Direktor lucernaiuris ¿ Institut für juristische Grundlagen. Wolfgang W. Müller, geb. 1956, Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern und Leiter des dortigen Ökumenischen Instituts. Seit 2010 ist er Präsident der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft. Enno Rudolph, geb. 1945, seit 2000 ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Luzern. Gastprofessuren u.a. in Berlin, Tübingen, Jena, Florenz, Pisa, Rio de Janeiro, Freiburg (Schweiz). Nikolaus Linder, geb. 1968, seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter im interfakultären Forschungsschwerpunkt TeNor ¿ Text und Normativität der Universität Luzern. 
EAN: 9783796527630
ISBN: 3796527639
Untertitel: Ein Schlüsselbegriff der Kulturwissenschaften im interdisziplinären Dialog. 'Text und Normativität (TeNor)'. 1. , Aufl.
Verlag: Schwabe Verlag Basel
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenanzahl: 285 Seiten
Format: gebunden
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