EBOOK

Georg Simmels Objektwelt


€ 39,90
 
kartoniert
Sofort lieferbar
September 2011

Beschreibung

Beschreibung

Mit den Verstehensmodellen zwischen Geschichtsphilosophie und Ästhetik zeigt Lars Christian Grabbe den evidenten Beitrag auf, den Georg Simmel für eine philosophische Erkenntnistheorie - im Kontext einer Philosophie der Gesellschaft - leistet. In dieser Perspektive ist er früher Wegbereiter einer kulturalistischen Analyse der Verflechtung von Ich und (Objekt-)Welt. Die Verwebung von Ich und Welt - Leben und Form - wird von Simmel in einer explizit symboltheoretischen Dimension erarbeitet, welche die Aspekte Sinnlichkeit und Imagination, Seins-Begrenzung und Seins-Erweiterung und Virtualität und Realität integriert. Das von Simmel zu Grunde gelegte Prinzip des Verstehens, welches Grabbe in seiner Studie differenziert analysiert, ist die gleichsam apriorische Voraussetzung der symbolischen Erkenntnisfähigkeit des Menschen: die Phantasie, ein an der Schnittstelle von Sinnlichkeit und Verstand verankerter Erkenntnisstamm. Hier präsentiert Grabbe die große Leistung Simmels, der die sinnlich-impressionale Erkenntnis und phantasmatisch-imaginäre Erkenntnis in ein spezifisch ästhetisches Wahrnehmungs- und Verstehensmodell integriert. Das Verstehen im Modus der Phantasie nimmt in Simmels erkenntnistheoretischen Analysen eine zentrale Schlüsselposition ein: Durch die Prozesselemente der Phantasie lassen sich das historische Bewusstsein, die Erfahrung sozialer Wirklichkeit, die ästhetische Rationalität als "aisthetische Gewahrwerdung", das Verstehen des sozialen Nicht-Ichs, die sachliche und symbolische Objektwelt, die Konstrukte Wert, Tausch, Geld und Besitz und das sublimierte Machtgefühl des Geld-Besitzes adäquat klassifizieren. Die Prozesselemente phantasmatisch-imaginärer Erkenntnis konstituieren damit einen evidenten Verweisungszusammenhang von Transzendentalphilosophie, Hermeneutik, Kognitionspsychologie, Ästhetik und Aisthetik, Soziologie, Phänomenologie und Semiotik und liefern die Grundlage für eine postmoderne Reaktualisierung der Simmelschen Erkenntnistheorie.

Portrait

Lars Christian Grabbe, Jahrgang 1978, studierte Philosophie, Soziologie und Neuere Deutsche Literatur und Medienwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er promovierte im Fach Philosophie bei Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach an der Technischen Universität Chemnitz und lehrt derzeit Ästhetik am Institut für Design, Kunst und Medienwissenschaft (IDKM) an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. Er ist Mitglied der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GIB), der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), Gründungsmitglied des Bildwissenschaftlichen Kolloquiums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Mitglied des DFG-Netzwerks "Bildphilosophie". Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Medienphilosophie, Bildwissenschaft, Kulturphilosophie, Ästhetik, Semiotik, Medien- und Filmwissenschaft.
EAN: 9783838202952
ISBN: 3838202953
Untertitel: Verstehensmodelle zwischen Geschichtsphilosophie und Ästhetik.
Verlag: Ibidem-Verlag
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben