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Pervers, oder?

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Januar 2009

Beschreibung

Beschreibung

Um sich für dieses Buch zu interessieren, brauchen Sie nicht «pervers»zu sein. Vielleicht haben Sie nur Fragen, weil Sie Betroffene kennen oder weil Sie beruflich damit beschäftigt sind oder aus ganz anderen Gründen mehr erfahren möchten. Leicht und gut verständlich werden Sie von einer kompetenten Psychotherapeutin klar und sachlich über diese Themen informiert: - Fetischismus - Transvestitismus - Exhibitionismus - Voyeurismus - Frotteurismus - Sadomasochismus - Pädophilie - andere Störungsbilder Weiterhin geht es um: - rechtliche Fragen sowie um - geschichtliche Hintergründe und vieles andere mehr. Ein kurzes Lexikon der sexuellen Abweichungen rundet den Inhalt gelungen ab. «Paraphilien - ein heikles und brisantes Thema, jedenfalls ist es kein neutrales. Es polarisiert den Leser und lässt ihn in seinen Gefühlen schwanken. Dabei ist er nicht allein. Abscheu, Ekel, Angst äußert man sehr gerne. Neugierde und ein gewisses Prickeln gesteht man sich hingegen nicht so gerne ein. Wer noch nie durchs Schlüsselloch geguckt hat (sprich: ), werfe den ersten Stein, heißt es an ganz anderer Stelle. Danach hat man sich über das Erspähte - aus Herzenslust, nicht gar aus einer sexuellen, moralisch zu empören. Die Presse ist da unser Sprachrohr. Die Zeitschrift wurde ja von anderen gekauft - man selber liest sie notgedrungen nur im Wartezimmer. Schließlich ist man doch nicht so ein Spanner, oder gibt es etwa keinen Unterschied? Auf diese Frage gibt das Buch die Antwort. Und auf viele andere auch. Denn wem soll man sonst schon solche Fragen stellen? Wer kann einen fachlich richtig informieren? Das Internet? Wer weiß, auf welcher Seite man da landet und wer das alles schreibt oder den PC ausspäht. Die Betroffenen - sie stellen solche Fragen nicht. Sie wissen gut Bescheid. Und erleben andere Gefühle. Kurze Lust, danach meist Scham. Angst, Alleinsein, und viel Heimlichkeit, das bedrängende Getriebensein - das kennen sie genau. Doch auch hier gibt man nicht gerne zu. Klingt alles ziemlich spannend, so für uns , oder?» Brigitte Vetter in der Einführung

Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort;6 2;Inhaltsverzeichnis;8 3;Einführung: Perversionen für die Leser psychologisch ein Dilemma;18 4;I. Definitionen und Begriffe: Sexuelle Gesundheit sexuelle Störung sexuelle Abweichung;20 4.1;1. Sexuelle Gesundheit: Alles Ansichtssache oder gibt es auch verbindliche Kriterien?;22 4.2;2. Sexuelle Störung: Wie wird sie defi niert und wer legt die Kriterien fest?;24 4.3;3. Krankheitsklassifikation: Was zählt alles zum gestörten Sexualverhalten?;27 4.4;4. Sexuelle Abweichung: Gilt alles, was aus dem Rahmen fällt, gleich als pervers?;29 4.5;5. Begriffe: Sexualpräferenzstörung, Paraphilie, sexuelle Devianz und sexuelle Deviation warum sagt man nicht mehr Perversion ?;31 5;II. Normen und Strafrecht;34 5.1;6. Sexuelle Maßstäbe: Was heißt denn schon normal?;36 5.2;7. Ursprung: Wie kommen Normen eigentlich zustande?;38 5.3;8. Sinn: Warum kann nicht alles erlaubt sein, was Spaß macht?;40 5.4;9. Sexualkriminalität und ihre Begriffe: Was bedeuten Dissexualität, Sexualdelinquenz und Dissozialität?;42 5.5;10. Rechtsnormen: Welche sexuellen Handlungen stehen in Deutschland unter Strafe?;44 5.6;11. Sexualstrafrecht: Welche Besonderheiten gibt es in der Schweiz?;47 6;III. Geschichte und Hintergründe;50 6.1;12. Normverstöße: Wie ging man früher mit sexuellen Abweichlern um?;52 6.2;13. Sexualität und Liebe: Seit wann bedeuten Lust und Liebe uns so viel?;54 6.3;14. Sexualwissenschaft: Wird Sexualität schon lange erforscht?;56 6.4;15. Psychiatrie, Perversion und Forschung: Ist die Medizinalisierung sexueller Abweichungen wirklich ein Fortschritt gewesen?;59 6.5;16. Homosexualität: Gilt sie noch als Perversion?;62 7;IV. Häufigkeit und Vorkommen;66 7.1;17. Epidemiologische Probleme: Wie zuverlässig sind die Datenquellen?;68 7.2;18. Prävalenz: Sind sexuelle Abweichungen sehr verbreitet?;71 7.3;19. Vorkommen: Welche Unterschiede gibt es bei Frauen und Männern hinsichtlich der Art und Häufigkeit der Störungsbilder und wie ist die Opferrelation?;74 7.4;20. Reproversionen: Kommen Parap
hilien auch bei Frauen vor und gibt es bei ihnen andere als sexuelle Perversionen?;77 7.5;21. Männer: Wie oft kommen Sexualpräferenzstörungen bei ihnen vor?;81 7.6;22. Kriminalstatistiken: Wie hoch ist die Zahl der Sexualstraftaten und wie lässt sie sich ermitteln?;84 8;V. Diagnostik und Klassifikation;88 8.1;23. Diagnose: Wird sie nur subjektiv erstellt oder gibt es auch einheitliche Kriterien, und wenn ja, welche?;90 8.2;24. Definition: Wie wird eine Sexualpräferenzstörung heute definiert und welche Aspekte sind derzeit besonders von Bedeutung?;93 8.3;25. Klassifikation: Nach welchen Gesichtspunkten lassen sich Paraphilien einteilen?;95 8.4;26. Psychiatrische Diagnostik: Wie werden Sexualpräferenzstörungen in den beiden Diagnosesystemen ICD- 10 und DSM- IV- TR defi niert?;97 8.5;27. Leitsymptome: Gibt es typische Anzeichen, an denen sich abweichende Sexualentwicklungen frühzeitig erkennen lassen?;99 8.6;28. Klassifikation und Prognose: Welche Rolle spielen Schwere, Verlauf und Häufigkeit einer sexuell abweichenden Symptomatik für die Prognose?;102 8.7;29. Diagnostik: An welchen Merkmalen lässt sich erkennen, dass eine Perversion schon Suchtcharakter hat?;105 8.8;30. Psychoanalytische Diagnostik: Wie werden Perversionen aus tiefenpsychologischem Verständnis definiert?;107 8.9;31. Differenzialdiagnostik: Was versteht man unter nicht-paraphiler sexueller Süchtigkeit und was sind paraphilie- verwandte Störungen ?;110 8.10;32. Diagnoseprozess: Welche Kriterien sind für die Diagnostik und Therapie wichtig?;112 9;VI. Ursachen und Erklärungsmodelle;114 9.1;33. Entstehung: Aus welchen Gründen wird jemand eigentlich paraphil?;116 9.2;34. Charakterstruktur: Fallen paraphile Männer durch besondere Persönlichkeitsmerkmale auf?;118 9.3;35. Dissexuelle Täter: Lassen sich Persönlichkeitsunterschiede zwischen paraphilen und nicht- paraphilen Sexualdelinquenten feststellen?;121 9.4;36. Sexualgewalttäter: Welche Typen von aggressiven Sexualstraftätern gibt es?;124 9.5;37. Organische
Ursachen: Wurden biologische oder medizinische Gründe für abweichendes Sexualverhalten gefunden?;127 9.6;38. Psychische Ursachen: Kann paraphiles Verhalten erlernt ( konditioniert) worden sein?;129 9.7;39. Tiefenpsychologische Ursachen: Spielen unbewusste innerseelische Motive für die Entstehung eine Rolle?;132 9.8;40. Sigmund Freuds Triebtheorie: Was ist mit polymorph- pervers gemeint?;136 9.9;41. Triebtheoretisches Erklärungsmodell: Liegt Perversionen eine Kastrationsangst zugrunde und was versteht man eigentlich darunter?;138 9.10;42. Gestörtes Selbstwertgefühl: Was bedeutet eine perverse Plombe?;141 9.11;43. Sexualdelinquenten: Welche ihrer Verhaltensweisen deuten auf ein gestörtes Selbstwert-und Männlichkeitsgefühl hin?;143 9.12;44. Sexueller Übergriff: Was spielt sich seelisch bei einem paraphilen Täter vor einem Sexualdelikt ab?;145 10;VII. Symptomatik und Verlauf;150 10.1;45. Partnereinbindungen: In welchen Beziehungsformen werden sexuelle Präferenzstörungen gelebt und wie partnerschädigend sind die einzelnen Störungsbilder?;152 10.2;46. Crossing und Begleiterkrankungen: Können Paraphile mehr als nur eine Neigung haben und gehen Sexualabweichungen noch mit anderen Erkrankungen einher?;155 10.3;47. Verlauf: Verschwinden sexuelle Abweichungen irgendwann von selbst?;158 10.4;48. Fetische: Wie wird ein Gegenstand zum sexuellen Fetisch?;160 10.5;49. Fetischisten: Was machen sie eigentlich alles mit den begehrten Objekten?;163 10.6;50. Krankheitsklassifikation: Wann handelt es sich bei fetischistischen Neigungen um eine Störung und wie ist in der Regel der Verlauf?;165 10.7;51. Fetischismus: Kommt er häufig vor und wie entsteht er überhaupt?;168 10.8;52. Fetischistischer Transvestitismus: Sind alle Männer, die gerne Frauenkleider tragen, pervers?;171 10.9;53. Transvestitismus: Sind Transvestiten schwule Fetischisten?;173 10.10;54. Cross-Dressing: Tragen Transvestiten immer Frauenkleider?;174 10.11;55. Transsexueller Fetischismus: Werden aus Transvestiten später T
rans sexuelle oder gibt es gar keinen Unterschied?;175 10.12;56. Verlauf und Vorkommen: Ab welchen Lebensjahren entwickelt sich ein Transvestitismus, wie häufig kommt er vor und gibt es ihn auch in anderen Kulturen?;177 10.13;57. Leidensdruck: Leiden Transvestiten unter ihrer Störung und suchen sie deswegen Hilfe auf?;180 10.14;58. Verkleidungsmotive: Ist auch ein Cross- Dressing zum Spaß oder zur Selbsterfahrung schon eine Sexualpräferenzstörung?;182 10.15;59. Ursachen: Welche Erklärungen gibt es für die Entstehung des Transvestitismus?;184 10.16;60. Exhibitionisten: Ist es gefährlich, ihnen zu begegnen?;186 10.17;61. Exhibitionistischer Akt: Was geht in einem Exhibitionisten vor, wenn er sein Geschlechtsorgan ungebeten Fremden präsentiert?;188 10.18;62. Persönlichkeitsprofile: Was sind Exhibitionisten eigentlich für Menschen?;190 10.19;63. Verlauf und Häufigkeit: Wann beginnt der Exhibitionismus, wie häufig kommt er vor und gibt es ihn auch bei Frauen?;193 10.20;64. Crossing: Wie erklärt sich das gemeinsame Auftreten von Exhibitionismus, Voyeurismus und Frotteurismus, das öfters zu beobachten ist?;195 10.21;65. Ursachen: Wie entsteht der Exhibitionismus eigentlich?;198 10.22;66. Lust am Zuschauen: Wann ist man ein Spanner?;200 10.23;67. Hintergründe: Welche Varianten und Auffälligkeiten gibt es beim Voyeurismus und wie häufig kommt er vor?;203 10.24;68. Entstehung: Welche Ursachen hat voyeuristisches Verhalten?;205 10.25;69. Merkmale: Wann gilt eine Berührung als frotteuristisch?;207 10.26;70. Hintergründe: Wie häufig kommt Frotteurismus vor, wie verläuft er und wie entsteht er?;209 10.27;71. Toucheurismus: Was macht eine Berührung zum toucheuristischen Verhalten?;211 10.28;72. Sexueller Sadomasochismus: Dreht sich alle Lust nur um den Schmerz?;213 10.29;73. Praktiken, Strafbarkeit, Häufigkeit und Folgen: Was treiben Sadomasochisten denn so alles und ist das überhaupt erlaubt?;216 10.30;74. Ursachen: Welche Gründe gibt es für den Sadomasochismus?;218 10.31;75. Ers
cheinungsformen: Welche Praktiken sind für Masochisten typisch?;221 10.32;76. Gefahr, Verbot, Geschlechterverteilung: Ist sexueller Masochismus nicht gefährlich und gibt es ihn bei Frauen auch?;224 10.33;77. Erklärungsansätze: Um was für Typen handelt es sich bei Masochisten und warum bekommt man diese Störung?;228 10.34;78. Praktiken und Erscheinungsformen: Worum geht es beim Sadismus wirklich?;230 10.35;79. Folgen, Häufigkeit und Verlauf: Welche Gefahren gehen von Sadisten aus und werden ihre Handlungen immer intensiver mit der Zeit?;233 10.36;80. Sadismuskriterien, Risiken und Lustmorde: Nach welchem Schema läuft ein Tatgeschehen in der Regel ab?;235 10.37;81. Entstehung: Wie bahnt sich eine sexuell-sadistische Entwicklung an?;238 10.38;82. Pädosexualität, sexueller Kindesmissbrauch und Inzest: Welche Formen der Pädophilie gibt es?;241 10.39;83. Sexueller Kindesmissbrauch: Begehen alle Pädophile sexuellen Kindesmissbrauch und sind Kindesmissbrauchstäter immer pädophil?;245 10.40;84. Unterschiede: Wie unterscheiden sich Pädophile von sexuellen Kindesmissbrauchstätern und welche Schäden gibt es bei den Opfern?;248 10.41;85. Persönlichkeitsprofile, Häufigkeit und Vorkommen: Was sind sexuelle Kindesmiss-brauchstäter eigentlich für Menschen?;252 10.42;86. Inzest: Sind Väter, die ihre eigenen Kinder missbrauchen, immer pädophil und warum merken eigentlich die Mütter nichts?;256 10.43;87. Latenter Inzest: Auf welche Weise missbrauchen beispielsweise Mütter ihre Söhne?;260 10.44;88. Diagnose, Therapie und rechtliche Folgen: Wie kann man eine pädophile Neigung objektiv feststellen und wie lässt sie sich behandeln oder stellt der Konsum von Kinderpornographie ein Ausweg dar?;263 10.45;89. Erklärungsansätze: Was sind die Ursachen für Pädophilie und sexuellen Kindesmissbrauch ( Pädosexualität)?;266 10.46;90. Alte oder leblose Menschen: Was bedeuten Gerontophilie, Nekrophilie, Somnophilie und Monomentophilie ( Pygmalionismus)?;270 10.47;91. Unzucht mit Tieren: Ist Sex mit Tie
ren strafbar und handelt es sich dabei immer um eine Sexualpräferenzstörung?;273 10.48;92. Masochistische Praktiken und obszöne Telefonanrufe: Was bedeuten Dirty Sex , Kliniksex , Water Sports und Bondage?;276 11;VIII. Behandlung, Rechtsmaßnahmen und Prognosen;280 11.1;93. Überblick: Welche psychischen und somatischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es und wann kann eine Beratung hilfreich sein?;282 11.2;94. Psychotherapeutische Methoden: Sind Sexualpräferenzstörungen heilbar oder was kann eine Therapie bewirken?;286 11.3;95. Multimodale Trainingsprogramme: Welche Psychotherapiemethoden sind bei schweren Sexualpräferenzstörungen effektiv?;290 11.4;96. Pharmakotherapie: Welche medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?;294 11.5;97. Chirurgische Kastration: Welche Wirkung zeigt sie bei Sexualstraftätern und ist sie überhaupt erlaubt?;298 11.6;98. Somato-psychotherapeutisches Behand-lungsschema: Wie werden paraphile Sexualstraftäter behandelt und gibt es tatsächlich auch Erfolge?;300 11.7;99. Rechtliche Aspekte: Welche Maßregeln der Besserung und Sicherung kann das Gericht bei Sexualstraftätern verhängen?;303 11.8;100. Prognose: Wie lässt sich die Rückfallgefahr bei Sexualstraftätern bestimmen und welche Risikofaktoren sind bekannt?;307 12;Anhang;312 13;Kleines Lexikon der sexuellen Abweichungen;314 14;Literaturverzeichnis;318 15;Sachwortregister;324


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