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Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld I

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Januar 2009

Beschreibung

Beschreibung

Mit Band 91 beginnt eine neue Epoche der "Gesammelten Werke", die nun zu "Karl May's Gesammelten Werken und Briefen" erweitert werden. Auch unser Bild des Menschen und Schriftstellers Karl May wird durch den Briefwechsel mit seinen Verlegern, Freunden und Lesern wesentlich erweitert, sei es durch intime Einblicke in sein Privatleben und seine schriftstellerische Werkstatt oder einfach durch die literarische Qualität seiner Briefe. Eröffnet wird die Reihe der Briefbände mit einer zweibändigen Edition der Korrespondenz Karl Mays mit seinem zu Lebzeiten wichtigsten Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld, der zusammen mit seinem Vetter Felix Krais die berühmte "grüne Reihe" begründete und seinem Autor trotz mancher Auseinandersetzungen und Anfeindungen bis zuletzt die Treue hielt. In Briefen, die von der ersten Begegnung im Jahre 1891 bis zu Mays Tod im Jahre 1912 reichen, wird in allen Höhen und Tiefen eine einzigartige Beziehung zwischen einem Autor und seinem Verleger sichtbar, konturieren sich deutlicher als in jeder anderen Darstellungsform das menschliche Antlitz der beiden so unterschiedlichen Männer und die wechselhafte Entwicklung ihres Verhältnisses. Darüber hinaus wird erstmals in aller Vollständigkeit und der nötigen Genauigkeit die Entstehungsgeschichte der bei Fehsenfeld erschienenen "Gesammelten Reiseromane" bzw. "Gesammelten Reiseerzählungen" und der anderen May-Editionen nachvollziehbar. Neben einem informativen Vorwort dienen zahlreiche Stellenkommentare des Herausgebers Dieter Sudhoff dem Verständnis der Briefe.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;4 2;Vorwort;6 3;Literatur;33 4;Briefe;38 5;1891;40 6;1892;60 7;1893;109 8;1894;156 9;1895;183 10;1896;191 11;1897;218 12;1898;239 13;1899;292 14;1900;330 15;1901;347 16;1902;376 17;1903;404 18;1904;424 19;1905;467 20;1906;498


Portrait

Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

Leseprobe

Vorwort (S. 5-6)

Jener Morgen im November 1891, an dem sich auf dem kleinen Bahnhof Weintraube in Oberlößnitz zwei Männer unterschiedlichster Art – der eine hochgewachsen und schlank, mit rotblondem Haar und Spitzbart, aufrecht in Haltung und Gesinnung, der andere leicht untersetzt, mit bereits angegrautem Schopf über der hohen und breiten Stirn und einem Anflug von Reiterbeinen, dem einzigen Anzeichen einer in jeder Hinsicht fabelhaften Vergangenheit als Weltläufer – das erste Mal in die Augen blickten, darf als eine Sternstunde für die deutsche Literaturgeschichte gelten.

Für die beiden Männer selbst war es der Beginn einer mehr als zwei Jahrzehnte währenden gemeinsamen Erfolgsgeschichte, die in ihrer letzten Zeit zwar nicht ungetrübt blieb, in ihren Ergebnissen aber sie selbst überdauern und eigentlich bis fortleben sollte. Im Frühjahr 1891 waren dem noch jungen und unbekannten Freiburger Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld (1853–1933) alte Jahrgänge der katholischen, bei Friedrich Pustet in Regensburg erscheinenden Familienzeitschrift Deutscher Hausschatz in Wort und Bild in die Hände geraten.

Seiner freigeistigen Einstellung (Fehsenfeld war zumindest später Mitglied und vermutlich auch Meister vom Stuhl der Freiburger Freimaurerloge „Zur Edlen Aussicht“) konnte das streng kirchlich gesinnte Blatt eigentlich nicht entsprechen, aber er war darin auf eine überaus spannende Reiseerzählung mit dem exotischen Titel „Giölgeda padi shanün“ (Im Schatten des Großherrn) gestoßen, die dort mit mehreren Fortsetzungen von 1881 bis 1888 erschienen war und die ihn derart gefesselt hatte, dass er darüber für Tage und Wochen alles andere um sich vergessen konnte.

Eine glückliche Stunde hatte ihm dann die Idee seines Lebens geschen
kt, wie er sich noch 1933, kurz vor seinem Tode, erinnern sollte: „Diese Erzählungen in Buchform, nicht in einer Zeitschrift zerstückelt, sollten der Deutschen Jugend geschenkt werden, das war mein Gedanke u. ich ging an’s Werk.“ Wohl schon im Juli 1891 hatte er sich, in einem heute verschollenen Brief, erstmals an den ihm bisher unbekannten Verfasser Karl May (1842–1912) in Oberlößnitz gewandt, war aber vier Monate ohne Antwort geblieben.

Vermutlich erst nach einer erneuten Anfrage war es im November zu einer Einladung gekommen, und Fehsenfeld war von Freiburg nach Dresden gereist; vom dortigen Böhmischen Bahnhof aus hatte ihn dann eine halbstündige Fahrt zur Station Weintraube gebracht, wo der Schriftsteller ihn schon erwartete. Nun standen sich die beiden Männer erstmals gegenüber, und wenn man späteren Zeugnissen folgen darf, waren sie sich vom ersten Moment an sympathisch.

„So muss mein Verleger aussehen!“, soll May zu seinem Gast gesagt haben. Die von ihm und seiner Frau Emma (1856–1917) gemietete „Villa Agnes“ lag nur sechs Minuten entfernt an der Ecke der Nizzastraße (Brd.- Cat.-Nr. 1d, später Nr. 13, heute Radebeul, Lößnitzgrundstraße 2). Dort wurde am 17. November jener historische „Verlags-Vertrag“ geschlossen, in dem die „Unterzeichneten“ sich zur „Buchausgabe der im ‚Deutschen Hausschatz‘ und andern Zeitschriften bisher erschienenen Reiseromane des Herrn Dr. Karl May“ vereinigten.

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EAN: 9783780217912
Untertitel: 1891-1906. Mit Briefen von und an Felix Krais unda. , Band 91 der Gesammelten Werke. veränderte Aufl. Dateigröße in MByte: 31.
Verlag: Karl-May-Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Seitenanzahl: 544 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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