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Erkämpftes Glück

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August 2010

Beschreibung

Beschreibung

Liebesgeschichten bei Karl May? - Aber ja!!

Karl May hat sich - so scheint es - an die Devise seines Kollegen Henry Rider Haggard gehalten, wonach Weiberröcke nichts in Abenteuerromanen zu suchen hätten. Vor rund 120 Jahren wurde einer Leserin der Familienzeitschrift "Deutscher Hausschatz" beschieden, sie sei ein "Schelm", weil sie "sogar in Karl Mays Reiseroman eine Liebesgeschichte" wünsche. Und noch bei heutigen Fans kursiert die irrige Meinung, dass eine Sammlung von Liebesgeschichten Mays wohl ein recht schmales Bändchen ergebe. Dabei hat er, wie die Auswahl von Heinz Mees / Uwe Neßler zeigt, auch auf diesem Sektor durchaus etwas zu bieten.

Die hier versammelten Liebesgeschichten stellen May ein weiteres Zeugnis aus - als Autor, der mehr konnte, als man vordergründig glauben mag. Von den Teufeln in weiblicher Gestalt und unschuldig verfolgten engelhaften Wesen der Kolportageromane über dramatische, tragische und komische Liebesepisoden auch - und gerade - der Reiseerzählungen bis zur elegisch-wehmütigen Spiegelung der Jugendliebe im Spätwerk "Winnetous Erben" spielen das schöne Geschlecht und die Irrungen und Wirrungen der Liebe im Gesamtwerk Karl Mays eine ganz und gar nicht geringe Rolle.

Hier sind sie alle versammelt - die glücklichen, tragischen und kurios-witzigen Liebespaare aus Mays Erzählungen: Nscho-tschi und Old Shatterhand, Hanneh und Hadschi Halef Omar, Sam Hawkens und Kliuna-ai, Rosa de Rodriganda und Karl Sternau, Aschta und Max Pappermann und viele mehr.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;3 2;Vorwort;7 3;Marion und Richard oder Die Baronesse und der Rittmeister (I);16 4;Nscho-tschi und Old Shatterhand oder Die tragische Liebe;56 5;Marion und Richard oder Die Baronesse und der Rittmeister (II);95 6;Leïlet und Bernhardt oder Die Entführung aus dem Harem;126 7;Marion und Richard oder Die Baronesse und der Rittmeister (III);173 8;Hanneh und Halef oder Brautpreis und Morgengabe;212 9;Rose und Luitpold oder Vergebliche Hoffnung;231 10;Marion und Richard oder Die Baronesse und der Rittmeister (Schluss);238 11;Abteilung 2 Der Kampf um die Liebe;267 12;Contezza Rosa und Dr. Karl Sternau oder Die erkämpfte Liebe (I);270 13;Angelica und Eduard oder Die Italienerin und eine männliche Maske;301 14;Contezza Rosa und Dr. Karl Sternau oder Die erkämpfte Liebe (II);358 15;Auguste und Sam oder Die verschmähte Liebe;388 16;Contezza Rosa und Dr. Karl Sternau oder Die erkämpfte Liebe (III);423 17;Badija und Tarik oder Stille Nacht und Sternschnuppen;438 18;Aschta und Max oder Die romantische Liebe;445 19;Der Kampf um die Liebe oder Contezza Rosa und Dr. Karl Sternau (Schluss);459 20;Vergleich zu den Gesammelten Werken;476


Portrait

Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

Leseprobe

Auguste und Sam oder Die verschmähte Liebe (S. 388-389)

„Wer mit meiner Auguste in Berührung kommt, mit dem steht es sicherlich Matthäi am Letzten!“ „Auguste?“ „Ja.“ „Wer ist dieses Frauenzimmer?“ „Frauenzimmer? Hihihihi!“, kicherte Sam. „Auguste ein Frauenzimmer! Na, machen wir erst ein Feuer, damit wir et- was sehen können, dann will ich Euch diese Auguste, dieses Frauenzimmer zeigen.“

Sie hatten bald mehrere Arme voll trockener Äste zusam- men und drangen damit in das Dickicht ein. In dem Innern desselben fanden sie ein kleines, freies, mit Gras bewachsenes Plätzchen, gerade groß genug, dass drei Personen sich um ein kleines Feuer lagern konnten. Dort beschlossen sie, die Nacht zuzubringen. In einigen Minuten brannte das Feuer, aber von so wenig Holz genährt, dass der Schein der Flamme nicht durch und über die Büsche hinausdringen konnte. Sam Barth war ein kleiner, aber außerordentlich dicker Kerl. Sein ganzer Anzug bestand aus einem einzigen Felle des grauen Bären, welches er sich selbst zurechtgeschnitten und nach Indianersitte mit Hirschsehnen zusammengenäht hatte. Hose, Weste und Ärmel hingen zusammen.

Die Ärmel bestanden ganz einfach aus dem Felle der Vorderpranken des Bären. Der Pelz ging nach außen. Nur bei den Stiefeln, die er sich auch selbst gefertigt hatte, waren die Haare nach innen gerichtet. Seine Kopfbedeckung bestand aus einer Mütze, welche er sich aus der Kopfhaut des Bären bereitet hatte. So war es also sehr leicht, zumal nachts, ihn für einen Bären zu halten. Um den dicken Bauch hatte er als Gürtel ein langes, fünf- fach ge?ochtenes Lasso geschlungen.

In diesem steckten der Tomahawk und das Bowiemesser und daran hingen auch noch allerhand andere Sachen: eine Tabakspfeife,
einige Le- derbeutel mit Schrot, Pulver, Tabak, Ka?ee, eine blecherne Büchse, welche als Schüssel, Topf und Tasse gebraucht wer- den konnte, ein paar Hufeisen und weitere Kleinigkeiten, bei deren ersten Anblick man noch gar nicht zu sagen vermoch- te, wozu sie bestimmt seien. „Ihr redetet doch von Eurer Auguste.“ „Ah, die Auguste! Ja, das ist wahr.“ „Meint Ihr etwa Eure Frau oder Eure Schwester oder gar Eure Geliebte?“ „Geliebte? Hm! Wo sollte bei meinen vierundfünfzig Jah- ren eine Geliebte herkommen!“ „Na, eine graue Bärin!“, lachte Jim. „Hat sich was! Ich danke für eine solche Umarmung!

Die, deren Pelz ich jetzt auf dem Leibe trage, hat mich warm ge- nug gemacht. Es war nämlich eine Sie und nicht ein Er. Und dennoch habt Ihr gar nicht so schlecht geraten, denn die Au- guste war wirklich meine Geliebte.“ „Ah! Also doch!“ „Ja. Aber das ist dreißig und etliche Jahre her. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich ein Deutscher bin.“ „Na, das ist gerade keine Schande für Euch!“ „Sollte auch niemand etwa behaupten! Ich wollte ihn schnell kurieren. Ich bin Sachse.“ „Noch besser. Die Sachsen sind gute Menschen. Sie tun nicht leicht jemandem etwas.“ „Ja, wir sind gemütlich, zumal oben im Voigtlande. Ich bin nämlich in Herlasgrün geboren.“ „Diese Metropole kenne ich nicht.“

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EAN: 9783780218117
Untertitel: Liebesgeschichten aus dem Werk. Dateigröße in MByte: 7.
Verlag: Karl-May-Verlag
Erscheinungsdatum: August 2010
Seitenanzahl: 480 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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