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Das Buch der Liebe


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Januar 2009

Beschreibung

Beschreibung

Das 1875/76 anonym im Verlag von F[riedrich] L[ouis] Münchmeyer in Dresden erschienene "Buch der Liebe" ist das merkwürdigste und erstaunlichste Buch Karl Mays. Obwohl es zahlreiche, zum Teil erst jetzt ermittelte Fremdtexte enthält, darf es zugleich als sein Erstlingsbuch gelten. Begonnen auf Wunsch des Verlegers, der das von der Zensur verbotene, von einem unbekannten Verfasser stammende Aufklärungswerk "Die Geschlechtskrankheiten des Menschen und ihre Heilung" in neuem Gewand wieder auf den Markt bringen wollte, wurde das "Buch der Liebe" unter der Hand des jungen und ehrgeizigen Schriftstellers Karl May doch weit mehr als eine Auftragsarbeit. Zwar bildete das Aufklärungsbuch noch immer das Zentrum des nun dreiteiligen Werks und in den Schlussteil nahm May auch umfangreiche, von ihm nur wenig gemilderte lasziv-erotische Stellen aus einem anderen Münchmeyer-Werk über die Geschichte der Prostitution auf ("Die Geheimnisse der Venustempel aller Zeiten und Völker"), aber die von ihm neu geschriebenen oder zusammengestellten Texte eröffneten eine wesentlich umfassendere Perspektive auf das Phänomen der Liebe, beleuchteten es in ihrer ganzen kulturgeschichtlichen, philosophischen und religiösen Vielfalt und gingen darüber hinaus mit einer wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit den großen Fragen nach dem Ursprung, der Natur und dem Sinn der Schöpfung nach, bis hin zu den damals vieldiskutierten Evolutionstheorien Charles Darwins und Ernst Haeckels oder dem skurrilen "Ätherismus" des heute vergessenen Philosophen Philipp Spiller, wie man sie von dem frühen, im wesentlichen autodidaktisch gebildeten May bisher kaum erwarten konnte. Der Band enthält erstmals überhaupt vollständig und im Neusatz den Text der ersten Abteilung ("Die Liebe nach ihrem Wesen und ihrer Bestimmung") und der dritten Abteilung ("Die Liebe nach ihrer Geschichte") sowie zahlreiche repräsentative Auszüge der zweiten Abteilung ("Die Liebe nach ihren geschlechtlichen Folgen") im Faksimile. Neben einem instruktiven Vorwort dienen zahlreiche Stellenkommentare des Herausgebers Dieter Sudhoff dem Verständnis dieses in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Werkes.

Inhaltsverzeichnis

1;INHALT;4 2;Vorwort des Herausgebers;6 3;Das Buch der Liebe;44 4;Vorwort als Einleitung;46 5;Erste Abteilung Die Liebe nach ihrem Wesen und ihrer Bestimmung;54 6;Zweite Abteilung Die Liebe nach ihren geschlechtlichen Folgen;222 7;Dritte Abteilung Die Liebe nach ihrer Geschichte;300


Portrait

Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

Leseprobe

Erste Abteilung (S. 53-54)

Die Liebe nach ihrem Wesen und ihrer Bestimmung Überall, wohin das Auge schaut, erblickt es Gegensätze, welche in Beziehung zueinander gestellt sind und durch ihre Vermählung die mannigfaltigsten Erscheinungen und Gestaltungen in das Dasein rufen. Wärme und Kälte, Licht und Finsternis, Anziehung und Abstoßung, Entstehen und Vergehen stehen im Leben der Natur in ewigem und segensreichem Kampfe einander gegenüber.

So auch im Leben des Menschen, welcher eine Welt im Kleinen, ein Mikrokosmos genannt wurde. Tugend und Sünde, Liebe und Hass, Kraft und Schwäche, Glaube und Unglaube, Erkenntnis und Indolenz, Sehnsucht und Gleichgültigkeit, Gehorsam und Widerstrebung, Glück und Unglück, Armut und Reichtum ringen da, ewig wechselnde Ereignisse gebärend, miteinander um die Herrschaft und heben auf den Wogen des Kampfes den Einzelnen sowohl wie auch die große Gesamtheit empor zu immer wachsender, immer größerer Vollendung.

All die vielen äußeren Vorzüge, welche sich um den Menschen und an demselben geltend machen, werden hervorgerufen und in ihrem Bestehen dominiert von den inneren Gegensätzen, unter deren Einflusse das Niveau seines See- Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Paulus von Tarsos lenlebens sich auf- und abbewegt, Erkennen, Fühlen und Wollen, Ausdehnung und Richtung erhält und die Handlungen entstehen, mit denen er sein Dasein gestaltet und mitbestimmend eingreift in das vielfach zusammengesetzte Getriebe der menschlichen Gesellschaft.

Der Mensch ist ein in sich abgeschlossenes, ein Individuum bildendes und vollendetes Einzelwesen und doch zugleich auch ein Glied in der großen, zusammenhängenden Reihe der Kreaturen. Aus
diesem Grunde ist seine ganze Tätigkeit eine sowohl auf sich selbst bezügliche, als auch aus sich heraus auf die ihn umgebenden Gegenstände und Verhältnisse gerichtete, und dieser Widerstreit, dieser Gegensatz kann zur friedlichen Auflösung, zur wohlklingenden Harmonie gebracht werden einzig und allein nur durch die große Macht der – Liebe. Als schönste Offenbarung Gottes ist sie vom Himmel gestiegen, um den Sterblichen zum Wiedereintritt in das verlorene Paradies vorzubereiten und ihm das Dunkel seines irdischen Lebens mit ihrem erwärmenden und begeisternden Strahle zu erhellen.

Sie lehrt ihn seine eigene Würde kennen und behaupten, legt seine Arme um das Weib, das Kind, um Vater, Mutter, um den Freund und Nächsten, macht ihn zum Bürger, Untertan und Menschen, lenkt seine Freundlichkeit selbst auf das Tier, bringt ihn in Kontakt mit der ganzen Schöpfung, und was das Größte ist, macht ihn zum Kinde Gottes, errettet ihn vom Tode und erteilt ihm das Recht, ein ewig Sein zu führen. – Das Gesetz, nach welchem eine Naturerscheinung aus der andern hervorging, ein lebendes Wesen aus dem andern sich entwickelte, war der allmächtigen Liebe entflossen, welche sich mit Wesen umgeben musste, an denen sie sich betätigen, ihre Größe und Unendlichkeit beweisen konnte, und das höchste, das vollkommenste irdische Gebilde, welches sie hervorrief, war der Mensch.

Technik

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EAN: 9783780217875
Untertitel: Wissenschaftliche Darstellung der Liebe, Band 87 der Gesammelten Werke. veränderte Aufl. Dateigröße in MByte: 61.
Verlag: Karl-May-Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Seitenanzahl: 568 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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