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Im Reiche des roten Adlers

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Juli 2010

Beschreibung

Beschreibung

Karl May liebte Tirol, besonders den Süden. Dass diese Gegend in seinem realen Leben eine sehr wichtige Rolle spielte und es vielfältige, vielschichtige und teilweise sogar recht pikante Verbindungen mit der Region gab, weiß kaum jemand. Vielleicht gerade deshalb hat sich Anton Haider daran gemacht, Informationen über diese Episoden aus Mays Leben zusammenzutragen. Auch als Schriftsteller war May vor Ort aktiv: Den Beginn machte 1883 der Abdruck der Erzählung "Der Krumir" in einer Beilage der "Innsbrucker Nachrichten". In den kommenden Jahren folgten weitere Veröffentlichungen seiner Texte im "Tiroler Marienkalender".

Einen starken Unterstützer fand May später in dem Tiroler Maler, Schriftsteller und Redakteur Leopold Gheri. In den Jahren der Karl-May-Hetze trat er mutig für den großen Erzähler ein und veröffentlichte in der Innsbrucker Zeitschrift "Der Kunstfreund" Karl Mays Kunstbriefe und als Redakteur der "Gardasee-Post" die Erzählung "Abdahn Effendi".

Im Sommer 1911 kam es zur persönlichen Begegnung Mays und Gheris auf der Mendel, die in "Im Reiche des roten Adlers" aus den Erinnerungen Gheris ausführlich geschildert wird. Zudem ist der komplette Briefwechsel zwischen May und Gheri von 1902 bis 1912 wiedergegeben. Mehrmals machte May Urlaub auf der Mendel und arbeitete sogar zwei Monate lang in Riva am Gardasee an Band IV des "Silberlöwen".

Printausgabe vergriffen.

Inhaltsverzeichnis

1;INHALT;3 2;Einleitung;5 3;1. Auf Karl Mays literarischen Pfaden in Tirol;11 4;2. Am viel schönen blauen Achensee. Die Bekanntschaft mit der gräflichen Familie Jankovics;27 5;3. Rosenkrieg am Rosengarten. Privates und Allzuprivates in Südtirol;97 6;4. Das Mendelseelchen - Henriette Schrott;152 7;5. Kunstfreund, Maler und Poet dazu - Karl May und Leopold Gheri;178 8;6. Gheri und May, Blasrohr und Schalmei. Erinnerungen des Tiroler Karl May;313 9;7. Deutschlands größter und gelesenster Dichter - Leopold Gheri über Karl May;349 10;8. Im Kielwasser des Maysters - Leopold Gheri als Erzähler und Poet;371


Portrait

Anton Haider war ein österreichischer Karl-May-Forscher und Mitinitiator der "Arbeitsgemeinschaft Karl May Biographie", die später in der Karl-May-Gesellschaft aufging. Der Sonderband "Im Reiche des roten Adlers" basiert auf seinen 1969 verfassten Beitrag "Karl May und Tirol".

Leseprobe

7. „Deutschlands größter und gelesenster Dichter“ Leopold Gheri über Karl May (S. 349-350)

Karl May und Professor Sascha Schneider


Wer kennt nicht diese zwei leuchtenden Sterne am Himmel der Kunst, der eine, Karl May, der so viel Gefeierte, ja fast Vergötterte, der Liebling der deutschen Leserwelt, den wohl jeder kennt, auch wer nicht im persönlichen Verkehr mit ihm steht. Die „Buersche Zeitung“ bringt in ihrer Nummer vom 7. Juli d. J. [1906] einen Artikel über May, den wir zu Nutz und Frommen seiner Neider und Feinde hier wiedergeben wollen: „Karl May.

Sein Name besagt alles, denn jeder Gebildete weiß, wer er ist, ohne in persönlichem Verkehr mit ihm zu stehen. Wir kennen ihn und schätzen seine Feinde; denn jeder Vorwurf von ihnen rückt ihn und seine Werke denen näher, die Karl May zu lesen und zu begreifen verstehen. Gift und Galle schleuderte niedriger Konkurrenzneid seiner minder glücklichen Kollegen und gewisser Verleger nach ihm, und geben wir beifolgend eine Abwehr Mays unseren Lesern wieder, einen Brief, den er an seinen Verleger Fehsenfeld schrieb: ,Vor den Romanen, welche die Kolportagefirma H. G. Münchmeyer (Inhaber Adalbert Fischer) in Niedersedlitz bei Dresden jetzt mit ungeheurer Reklame unter meinen Namen verbreitet, muss ich ernstlich warnen!

Sie erscheinen erstens gegen meinen Willen und zweitens ganz anders, als ich sie vor nun über zwanzig Jahren geschrieben habe. Sie sind Fälschungen meiner Originale! Sie wurden von der gesamten Presse Deutschlands als abgrundtief unsittlich gebrandmarkt. Ich prozessiere nun schon vier Jahre lang gegen den früheren und jetzigen Besitzer der Firma, um das Verschwinden dieser Machwerke zu erzwingen, aber besonders der Letztere wendet alle möglichen Mittel an, sich die Einnahmequelle, welche so eine morali
sche Eiterbeule bildet, zu erhalten. Ich gewann den Prozess May-Münchmeyer schon in erster Instanz; soeben habe ich ihn nun auch in zweiter Instanz, beim Oberlandesgericht, gewonnen; ich werde auch nicht eher ruhen und rasten, als bis diese vergiftende Beule verschwunden ist. Inzwischen ist es meine heilige Pflicht, alle Leser vor ihr, also vor diesen Münchmeyerschen so genannten ‚Karl-May-Romanen‘ zu warnen! Sie bilden eine Gefahr für jeden, der sie liest.

Sie sind Gift, und vor Gift soll sich ein jeder hüten!‘“ Soweit die „Buersche Zeitung“. Und wer sind denn eigentlich seine Neider und Widersacher? Ich lasse den bekannten Publizisten und May-Biografen Max Dittrich selbst sprechen; dieser sagt in seinem Buch über Karl May unter anderem Folgendes: „Bücher, welche für Erwachsene geschrieben sind, und doch in geradezu stürmischer Weise auch von der Jugend begehrt und gelesen werden – das lässt tief blicken!

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EAN: 9783780218094
Untertitel: Karl May in Tirol. Dateigröße in MByte: 11.
Verlag: Karl-May-Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 2010
Seitenanzahl: 490 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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