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Protestanten


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gebunden
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September 2011

Beschreibung

Beschreibung

Während der Begriff "Protestanten" heute mehrere christliche Kirchen,
Gruppierungen und Bewegungen bezeichnet, ist seine Geschichte im
Heiligen Römischen Reich des 16. und 17. Jahrhunderts gekennzeichnet
durch Streit unter den Kirchentümern, die er heute geradezu
selbstverständlich unter sich sammelt. Er wurde sowohl für Lutheraner
als auch für Reformierte zum Kampfbegriff: Beide Parteien beanspruchten
ihn exklusiv für sich und flankierten so ihre theologischen,
kirchenpolitischen und reichsrechtlichen Ansprüche auf terminologischer
Ebene - nicht zuletzt, um dem anderskonfessionellen Gegenüber jedwede
Existenzberechtigung abzusprechen. Christian Witt zeigt, wie sich der
Terminus "Protestanten" im 17. Jahrhundert zum Integrationsbegriff
entwickelte, der bewusst mehrere reformatorische Konfessionskirchentümer
unter sich sammelte und so den entscheidenden Schritt hin zu seiner
heutigen Nutzung tat.
EAN: 9783161509513
ISBN: 316150951X
Untertitel: Das Werden eines Integrationsbegriffs in der Frühen Neuzeit. 'Beiträge zur historischen Theologie'.
Verlag: Mohr Siebeck GmbH & Co. K
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenanzahl: XI
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Anonym - 09.10.2011, 20:01
Außergewöhnliche Leistung
Beim vorliegenden Buch handelt es sich um die veröffentlichte Dissertation Witts. Es ist nicht nur begriffsgeschichtlich eine beeindruckende Studie geworden: Witt bietet einen umfangreichen, gut zu lesenden Überblick über bisher kaum erschlossene Quellen des 16. und 17. Jahrhunderts. Er erlaubt uns einen bemerkenswerten Einblick in nicht nur theologische Schriften, die bestimmte Entwicklungen jener Epochen verdeutlichen bzw. regelrecht veranschaulichen. Das Buch ist auch für Nicht-Theologen sehr gut verständlich (ich selbst bin Historiker) und lässt sich somit auch fachfremd mit Gewinn lesen. Eine rundum erfreuliche Leistung!