EBOOK

Zorn - Tod und Regen


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kartoniert
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April 2012

Beschreibung

Beschreibung

»Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte.«
Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege, der dicke Schröder, haben seit Jahren in keinem Mordfall mehr ermittelt. Aber nun überstürzen sich die Ereignisse: zwei Morde in kürzester Zeit - blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Zorn ist ratlos, Schröder schon mitten drin in den Ermittlungen. Und der Mörder hat noch nicht genug ...
Der erste Fall für Zorn und Schröder
»Claudius Zorn und sein Kompagnon haben das Zeug dazu, Kultstatus zu erreichen.« krimi-couch.de
»Dieses Gespann hat Potenzial, oh ja.« Nordkurier
»Das Duo Zorn-Schröder hat das Zeug zu weiteren Folgen. Und bestimmt werden die beiden Ermittler irgendwann auch im Fernsehen auf Mörderjagd gehen.« hr4

Portrait

Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.
EAN: 9783596193059
ISBN: 3596193052
Untertitel: Zorn und Schröder, Band 1. 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum: April 2012
Seitenanzahl: 368 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

bücherbiene72 - 30.05.2012, 11:30
Zorn
Zwei Morde in einer Stadt, die seit Jahren nur natürliche Todesfälle kannte. Blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten. Er hat Kopfschmerzen, er hat keine Lust, er hat keine heiße Spur. Als er dann auch noch merkt, dass ihn bei den Ermittlungen irgendjemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Und der Mörder hat noch nicht genug ... So steht es im Klappentext und gibt sehr gut die Ausgangslage wieder. Zorn und sein Kollege Schröder sind das neue Ermittler-Duo bei dem Debüt von Stephan Ludwig. Zorn tut seine Arbeit eher widerwillig und sein Verhalten hat etwas divenhaftes, fast weibisches. Er nutzt jeden beliebigen Anlass, um sich beleidigt zurückzuziehen. Trotzdem ist er mir nicht gänzlich unsymphatisch, da er für seinen Kollegen Schröder auch Respekt und Bewunderung empfindet, auch wenn er diese nicht zeigen kann. Bei Schröder muss man schon genauer hinsehen. Doch dann merkt man, dass der kleine dicke Mann mit dem geschmacklosen Haarschnitt keineswegs so tollpatschig und unbeholfen ist, wie er sich gibt. Ganz im Gegenteil: ohne ihn wäre Zorn aufgeschmissen. Mir gefällt das neue Ermittler-Duo an Deutschlands Krimi-Himmel richtig gut. Stephan Ludwig schreibt spannend und fesselt so an eine Geschichte, die immer wieder zu überraschen weiß. Ich hätte nicht mit der Auflösung gerechnet, die erst kurz vor Schluß erfolgte, fand sie aber nachvollziehbar und schlüssig, sodass ich diesen Krimi - der auch seine humorigen Momente hatte - jederzeit und uneingeschränkt weiter empfehlen würde. 5 Sterne daher für diese gelungene Debüt.
bücherbiene72 - 30.05.2012, 11:15
Zorn
Zwei Morde in einer Stadt, die seit Jahren nur natürliche Todesfälle kannte. Blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten. Er hat Kopfschmerzen, er hat keine Lust, er hat keine heiße Spur. Als er dann auch noch merkt, dass ihn bei den Ermittlungen irgendjemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Und der Mörder hat noch nicht genug ... So steht es im Klappentext und gibt sehr gut die Ausgangslage wieder. Zorn und sein Kollege Schröder sind das neue Ermittler-Duo bei dem Debüt von Stephan Ludwig. Zorn tut seine Arbeit eher widerwillig und sein Verhalten hat etwas divenhaftes, fast weibisches. Er nutzt jeden beliebigen Anlass, um sich beleidigt zurückzuziehen. Trotzdem ist er mir nicht gänzlich unsymphatisch, da er für seinen Kollegen Schröder auch Respekt und Bewunderung empfindet, auch wenn er diese nicht zeigen kann. Bei Schröder muss man schon genauer hinsehen. Doch dann merkt man, dass der kleine dicke Mann mit dem geschmacklosen Haarschnitt keineswegs so tollpatschig und unbeholfen ist, wie er sich gibt. Ganz im Gegenteil: ohne ihn wäre Zorn aufgeschmissen. Mir gefällt das neue Ermittler-Duo an Deutschlands Krimi-Himmel richtig gut. Stephan Ludwig schreibt spannend und fesselt so an eine Geschichte, die immer wieder zu überraschen weiß. Ich hätte nicht mit der Auflösung gerechnet, die erst kurz vor Schluß erfolgte, fand sie aber nachvollziehbar und schlüssig, sodass ich diesen Krimi - der auch seine humorigen Momente hatte - jederzeit und uneingeschränkt weiter empfehlen würde. 5 Sterne daher für diese gelungene Debüt.
GOOMPI - 30.05.2012, 09:16
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Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder, bei einem Fall, der ihnen alle nerven kostet und den Leser gleichermaßen in den Bann zieht. Zorn und Schröder haben den lästigen Polizeialltag und die ständige Routine satt, doch dann flattert ein merkwürdiger Fall hinein und so langsam kommt Bewegung in ihre müden Glieder. Zumal der Fall immer verfrickelter wird und sich alles von Kapitel zu Kapitel anders entwickelt. Der Krimi ist von Anfang an superspannend. Der Schreibstil ist zwar ehr Standard , aber vielleicht ließt es sich grade deshalb so wunderbar. Der Autor beschreibt die Szenarien und die Umgebung sehr detailliert, sodass man sehr schnell in das Geschehen findet und von der Geschichte gefesselt wird. Schön finde ich auch, dass man immer mal etwas zum schmunzeln hat, da gerade Schröder einen sehr angenehmen Charakter hat. Das ist, denke ich, für einen Krimi ehr ungewöhnlich, macht aber wegen des Humors sehr viel Spaß zu lesen, weil man so ein weinig Abwechslung hat. Obwohl ich kein Waschechter Krimileser bin, kann ich das Buch jedem wärmstens ans Herz legen. Man hat eine Menge Kurzweil damit. Ich habe es verschlungen.
GOOMPI - 30.05.2012, 09:14
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Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder, bei einem Fall, der ihnen alle nerven kostet und den Leser gleichermaßen in den Bann zieht. Zorn und Schröder haben den lästigen Polizeialltag und die ständige Routine satt, doch dann flattert ein merkwürdiger Fall hinein und so langsam kommt Bewegung in ihre müden Glieder. Zumal der Fall immer verfrickelter wird und sich alles von Kapitel zu Kapitel anders entwickelt. Der Krimi ist von Anfang an superspannend. Der Schreibstil ist zwar ehr Standard , aber vielleicht ließt es sich grade deshalb so wunderbar. Der Autor beschreibt die Szenarien und die Umgebung sehr detailliert, sodass man sehr schnell in das Geschehen findet und von der Geschichte gefesselt wird. Schön finde ich auch, dass man immer mal etwas zum schmunzeln hat, da gerade Schröder einen sehr angenehmen Charakter hat. Das ist, denke ich, für einen Krimi ehr ungewöhnlich, macht aber wegen des Humors sehr viel Spaß zu lesen, weil man so ein weinig Abwechslung hat. Obwohl ich kein Waschechter Krimileser bin, kann ich das Buch jedem wärmstens ans Herz legen. Man hat eine Menge Kurzweil damit. Ich habe es verschlungen.
Buch im Kopf - 29.05.2012, 21:49
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Eine Frau wird brutal ermordet, im Nachhinein stellt sich jedoch raus, dass diese das ganze Ausmaß der Tortur gar nicht mitbekommen hat, weil der Täter ihr vorher Schmerzmittel injiziert hatte. Ein Mörder der nicht will, dass sein Opfer leidet?! Kurz darauf die nächste Leiche, die Rätsel aufgibt. Eine junge Frau, die scheinbar Selbstmord begangen hat. An sich nichts Ungewöhnliches, in dem Örtchen in dem der Krimi spielt allerdings fast schon sowas wie eine Sensation. Das ungleiche Team bestehend aus Zorn und Schröder sollen Klarheit in die beiden Fälle bringen. Gar nicht so einfach wenn der eine keine Lust auf seine Arbeit hat und auch sonst für nichts außer seiner Ruhe zu begeistern ist. Zum Glück steht dem trägen Hauptkommissar Zorn der hochmotivierte Assistent Schröder zur Seite. Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil und ebenso die Charaktere haben mir sehr zugesagt. Vor allem, der von so vielen Lesern als unsympathisch empfundene Claudius Zorn ist mit seiner grimmigen Art meiner Meinung nach sehr interessant, auch wenn ich mir diesen niemals als Vorgesetzten wünschen würde. Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben. Auch die Passagen in denen eigentlich ¿nichts¿ passiert, waren kein bisschen langweilig oder langatmig. Einziger Kritikpunkt: Die Beweggründe des Täters waren für mich alles andere als überzeugend und glaubhaft. Ansonsten ein gelungenes und unterhaltsames Krimidebüt auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Empfehlenswert für Krimileser, die einen guten Schuss trockenen Humor vertragen.
Buch im Kopf - 29.05.2012, 21:43
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Eine Frau wird brutal ermordet, im Nachhinein stellt sich jedoch raus, dass diese das ganze Ausmaß der Tortur gar nicht mitbekommen hat, weil der Täter ihr vorher Schmerzmittel injiziert hatte. Ein Mörder der nicht will, dass sein Opfer leidet?! Kurz darauf die nächste Leiche, die Rätsel aufgibt. Eine junge Frau, die scheinbar Selbstmord begangen hat. An sich nichts Ungewöhnliches, in dem Örtchen in dem der Krimi spielt allerdings fast schon sowas wie eine Sensation. Das ungleiche Team bestehend aus Zorn und Schröder sollen Klarheit in die beiden Fälle bringen. Gar nicht so einfach wenn der eine keine Lust auf seine Arbeit hat und auch sonst für nichts außer seiner Ruhe zu begeistern ist. Zum Glück steht dem trägen Hauptkommissar Zorn der hochmotivierte Assistent Schröder zur Seite. Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil und ebenso die Charaktere haben mir sehr zugesagt. Vor allem, der von so vielen Lesern als unsympathisch empfundene Claudius Zorn ist mit seiner grimmigen Art meiner Meinung nach sehr interessant, auch wenn ich mir diesen niemals als Vorgesetzten wünschen würde. Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben. Auch die Passagen in denen eigentlich ¿nichts¿ passiert, waren kein bisschen langweilig oder langatmig. Einziger Kritikpunkt: Die Beweggründe des Täters waren für mich alles andere als überzeugend und glaubhaft. Ansonsten ein gelungenes und unterhaltsames Krimidebüt auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Empfehlenswert für Krimileser, die einen guten Schuss trockenen Humor vertragen.
Madame Swann - 29.05.2012, 11:05
Kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen
Hauptkommissar Claudius Zorn ist gelangweilt. Er hasst seinen Job. Und sein Privatleben ist auch nicht gerade spannend. So durchschnittlich wie sein Leben ist auch die Stadt, in der er wohnt. Ein schlimmes Verbrechen gab es hier schon seit Jahren nicht mehr. Aber eigentlich will Zorn auch gar nichts anderes, als einfach nur seine Ruhe. Damit ist es allerdings jäh vorbei, als ein äußerst brutaler und blutiger Mord passiert und Zorn mit der Aufklärung desselben von Staatsanwalt Sauer beauftragt wird. Lustlos begibt er sich zusammen mit seinem Kollegen, dem dicken Schröder, an die Arbeit. Erst kommt Zorn nicht in die Gänge und dann, als er entdeckt, dass Sauer offensichtlich bewusst Informationen über den Fall zurückhält und Zorn plötzlich doch heiß auf den Fall wird, läuft so einiges schief, was nicht zuletzt an Zorns chaotischen und nicht immer vorschriftsmäßigen Ermittlungsmethoden liegt. Bald schon ereignet sich ein zweiter Mord¿ Der Fall selbst ist interessant und spannend, wenn mich auch die Auflösung nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Sehr gut gefallen hat mir allerdings die etwas triste Atmosphäre des Romans, die durch den unaufhörlichen Regen und die hin und wieder eingestreuten Beschreibungen der öden fiktiven Kleinstadt unterstrichen wird. Vor dieser Kulisse agieren die sehr plastischen Protagonisten, die für mich das beste an diesem Krimi sind: das eigenwillige und recht gegensätzliche Ermittler-Duo Zorn & Schröder. Ich mag Zorn mit all seinen unsympathischen Eigenschaften. Am Anfang habe ich noch ein wenig geschwankt - schon wieder so ein eigenbrötlerischer Kommissar, der ein langweiliges Leben führt, der ein oder anderen Sucht frönt und schnell mit der nächsten hübschen Frau im Bett landet -, doch dann hat sich Zorn immer mehr als eingenständiger Charakter vor meinem inneren Auge herausgebildet und von seinen Kollegen aus anderen Krimi-Reihen abgegrenzt. Und besonders gefällt mir Zorn im Zusammenspiel mit Schröder, der mit einem erstklassigen Gedächtnis ausgestattet seine Arbeit äußerst ernst nimmt und jeden Auftrag pünktlich und akribisch ausführt und insgesamt sehr sympathisch wirkt. Die beiden sind ein tolles Team, ergänzen sich prima und liefern sich oft sehr amüsante Dialoge. Insgesamt ein äußerst kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen und ein wirklich gelungener Auftakt zu einer neuen und vielversprechenden Krimi-Reihe. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Fall von Zorn & Schröder!
Sinkana - 29.05.2012, 10:35
Zorn Tod und Regen
Es dauerte drei Stunden bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte. Inhalt: Hauptkommisar Claudius Zorn ist zweiundvierzig Jahre alt, immer mies gelaunt und hat seinen Job satt. Seine Haupttätigkeiten sind Papierkram, Rauchen und gelangweilt aus dem Fenster sehen. Sein letzer Mordfall ist schon einige Zeit her. Sein kleiner und dicker Kollege Schröder hingegen ist immer guter Laune und hat einige gute Fähigkeiten. Als plötzlich ein Mord die stadt erschüttert, werden Zorn und Schröder mit dem Fall beauftragt. Kurze Zeit später nimmt sich eine Frau das Leben. Die beiden Ermittler ahnen noch nicht, das die Morde sie lange auf Trab halten und ihr Leben verändern werden... Charaktere: Zorn und Schröder könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch zusammen ergeben sie ein Dream-Team. Die beiden erobern mit ihrer humorvollen und gleichzeit griesgrämigen Art das Herz des Lesers. Meine Meinung: Ich kam sofort gut in die Geschichte rein und Verwirrung war kaum eine vorhanden. Das Buch zieht sich bis zum Schluss mit höchster Spannung und wird an keiner Stelle langweilig. Die Kapitel sind sehr kurz und bescherren einen schönen Lesefluss. Die Geschichte wird von unterschiedlichen Personen erzählt , doch hauptsächlich aus der Sichtweise von Zorn. Fazit: Das Buch war spannend, humorvoll und traurig gleichzeitig. Ich kann es jedem Krimi-Liebhaber (mit starken Nerven) empfehlen.
schlumeline - 28.05.2012, 21:02
Der Zorn und sein Schröder
Mit Hauptkommissar Claudius Zorn und seinem Kollegen Schröder betritt ein neues Ermittlerteam die deutsche Buchbühne. Die zwei sind recht unterschiedlich und vor allem dieses Verschiedensein macht sie zu etwas Besonderem. Auf die Ermittler kommt eine Menge Arbeit zu, denn in der Kleinstadt, in der unsere Kommissare ihren Dienst tun, wird eine Blutlache gefunden, die auf ein Gewaltverbrechen hindeutet. Und dann begeht eine Frau scheinbar ohne einen auf Anhieb ersichtlichen Grund Selbstmord. Als dann die zur Blutlache passende Leiche noch auftaucht, ist Kommissar Zorn scheinbar total überfordert. Schließlich hat er seit Jahren keinen brisanten Fall mehr bearbeitet und eigentlich möchte er auch lieber eine ruhige Kugel im Dienst schieben, aber das geht jetzt nicht. Die Ermittlungsergebnisse werden genauestens überwacht vom zuständigen Staatsanwalt Sauer, der Zorn scheinbar nicht leiden kann. Aber ist es nur eine persönliche Antipathie oder steckt hier mehr dahinter? Zorn jedenfalls ermittelt nicht nur, sondern nimmt sich ganz nebenbei noch Zeit für Dinge des Lebens, die ihm wichtig sind. So treibt er Sport, besucht Bars, trifft sich mit neuen Bekannten und kommt bei allen diesen Aktionen doch auch Stück für Stück bei seinen Ermittlungen ein Stück voran. Ohne die Hilfe seines Assistenten Schröder dürfte er es allerdings schwer haben. Dieser ist seinem Chef treu ergeben, zeigt ihm dafür aber auf seine ganz eigene Art oft genug wo es lang geht. Hier liegt der wahre Reiz dieses Krimis. Die zwischenmenschliche Beziehung von Zorn und Schröder, ihre Gespräche, ihre Treffen und ihre Zusammenarbeit entlocken dem Leser unterschiedliche Gefühle. Hier kann man bangen, hoffen, lachen, weinen, staunen und sich einfach nur wundern. Zorn - Tod und Regen, das ist eine verzwickte Geschichte, deren Ausgang der Leser so schnell sicher nicht voraussehen wird. Es ist ein spannender Krimi mit besonderen Protagonisten, die man eigentlich am Ende der Geschichte weiter begleiten möchte zur nächsten Ermittlung. Das aber dürfte kein Problem sein, denn bereits im Oktober 2012 darf sich die Leserschaft auf einen weiteren Fall mit den Ermittlern Zorn und Schröder freuen. Dann heißt es: Zorn ¿ Vom Lieben und Sterben.
GOOMPI - 28.05.2012, 20:59
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Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder, bei einem Fall, der ihnen alle nerven kostet und den Leser gleichermaßen in den Bann zieht. Zorn und Schröder haben den lästigen Polizeialltag und die ständige Routine satt, doch dann flattert ein merkwürdiger Fall hinein und so langsam kommt Bewegung in ihre müden Glieder. Zumal der Fall immer verfrickelter wird und sich alles von Kapitel zu Kapitel anders entwickelt. Der Krimi ist von Anfang an superspannend. Der Schreibstil ist zwar ehr Standard , aber vielleicht ließt es sich grade deshalb so wunderbar. Der Autor beschreibt die Szenarien und die Umgebung sehr detailliert, sodass man sehr schnell in das Geschehen findet und von der Geschichte gefesselt wird. Schön finde ich auch, dass man immer mal etwas zum schmunzeln hat, da gerade Schröder einen sehr angenehmen Charakter hat. Das ist, denke ich, für einen Krimi ehr ungewöhnlich, macht aber wegen des Humors sehr viel Spaß zu lesen, weil man so ein weinig Abwechslung hat. Obwohl ich kein Waschechter Krimileser bin, kann ich das Buch jedem wärmstens ans Herz legen. Man hat eine Menge Kurzweil damit. Ich habe es verschlungen.
missingpiece - 28.05.2012, 19:44
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[[Glauben Sie mir [[ , sagte der Mann und betrachtete nachdenklich das Messer, [[ je schneller wir das alles hinter und bringen, umso besser für uns beide.[[ Claudius Zorn und der dicke Schröder. Ein unschlagbares Paar. Ein toller deutscher Krimi, spannend, fesselnd, nicht zu blutig, geistreich und eine originelle Hintergrundstory. Stephan Ludwigs Auftakt zu einer Krimireihe rund um Zorn und den dicken Schröder hat mich mehr als überzeugt. Von der Stroy an sich möchte ich gar nicht so viel erzählen, denn ich will ja nicht alles verraten. Der eigenbrödlerische, exzentrische Komissar Claudius Zorn wird in seinem tristen Alltag durch eine Serie von Morden gestört, die Stadt erwacht zum Leben und Zorn wird aus seiner Lethargie gerissen. Zusammen mit seinem Kollegen dem dicken Schröder macht er sich daran die Morde aufzuklären. Zorn ist ein äußerst sympathischer Protagonist, ein Macho, ein Angeber, Gefühlskrüppel der sich Emotionen niemals eingestehen würde. Und trotzdem lässt und Ludwig an Zorns intimsten Gedanken und Zweifeln teilhaben, was ihn zu einem durch und durch sympathischen und authentischen Charakter werden lässt. Über Schröder will ich gar nicht erst reden :-D bildet euch selbst ein Bild....der Mann ist großartig! Und auch, wenn die beiden es niemals offen zugeben würden, ohne einander wären sie aufgeschmissen. Die Geschichte ist spannend und fesselnd ohne geschmacklos zu sein und zu genau ins Detail zu gehen ( die Morde etc. betreffend ) viele mögen es ja gerne blutig und grausam aber ich will Nachts auch noch ein Auge zu bekommen. Menschliche Abgründe tun sich auf und nehmen den Leser mit auf eine Reise ins Ungewisse und halten ein für mich doch bis kurz vor Schluss offenes, unerwartetes Ende bereit. Fazit : lest dieses Buch! Ihr werdet es nicht mehr aus der Hand legen können. Endlich mal wieder ein deutscher Krimi mit Spaßfaktor!
kaenguruhs - 28.05.2012, 16:30
Mittelmaß
Der Hauptkommissar Zorn ermittelt in seinem ersten Fall. Zum Inhalt brauche ich hier nichts schreiben, der kann auf entsprechenden Seiten nachgelesen werden; meine Meinung aber nicht ;-) Kommissar Zorn ist ein äußerst unsympathischer Mensch, der eigentlich keine Lust auf Arbeit hat. Meiner Meinung nach hat Stephan Ludwig an der Stelle etwas übertrieben, ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch, der so penetrant gegen sämtliche Regeln verstößt und so offensichtlich keine Lust zum Arbeiten hat, in einem deutschen Polizeikommissariat sitzen darf. Das passt einfach nicht. Ein bisschen weniger wäre in dem Fall mehr gewesen. Zorn arbeitet zusammen mit dem dicken Schröder , von dem nicht viel mehr bekannt ist außer das er dick ist. Vielleicht ändert sich das noch. Trotzdem, der Charakter Schröder ist Ludwig gut gelungen, gerade sein Humor sorgt immer wieder für allgemeine Heiterkeit - nicht nur im Buch sondern auch bei mir. Zum Teil wirkt das Buch aber konstruiert, vor allem das Ende, welches absolut passend gemacht erscheint. Schade! Außerdem ist das Buch sehr blutrünstig, was mich eigentlich nicht stört. Wenn das aber zusammenkommt mit den zum Teil sinnlosen Dialogen (manchmal ganz witzig, oft aber leider nicht), dann trifft das nicht meinen Geschmack. Schade, ich hatte mir mehr versprochen. 3 von 5 Sternen, denn das Buch ist Mittelmaß, nicht besonders gut aber auch nicht übertrieben schlecht.
Leseglueck - 28.05.2012, 14:23
Zorn Tod und Regen
Inhalt: Claudius Zorn ist Hauptkommissar und schon 20 Jahre im Dienst. Bis jetzt ist noch nichts nennenswertes passiert. Denn in dieser Stadt gab es in den letzten Jahren nur natürliche Todesursachen. Claudias Zorn ist seinem Job nicht gerade angetan und nimmt ihn deshalb auch nicht richtig ernst. Meistens hat er ziemlich schlechte Laune die er an seinem Kollegen Schröder auslässt. Schröder ist 39 Jahre alt, sehr klein und zudem noch dick. Doch Zorn weiß das die Fassade täuscht. Hinter diesem dümmlichen Aussehen steckt ein schlauer Kopf. Doch plötzlich gibt es einen Mord. Es wird eine riesige Blutlache gefunden die vermutlich zu einer Frau gehört. Doch die Leiche ich spurlos verschwunden. Meinung: Der Auftakt einer neuen Reihe in der Kommissar Zorn die Hauptrolle spielt. Am Anfang erlebt man die letzten Stunden des ersten Opfers und man hofft natürlich das der Verbrecher schnell gefunden wird. Die nächsten Kapitel empfand ich als sehr schleppend. Man erfährt viel über Zorn und sein Leben. Doch leider konnte ich mit Zorn nicht allzu viel anfangen. Ich fand seine schlechte Laune, die sich über die ganze Geschichte hingezogen haben, wirklich nervig. Diese null Bock Einstellung war schrecklich. Sauer dagegen tat einem die ganze Zeit leid da sein Chef ihm das Leben schwer macht. Aber nach einer Weile verändert sich die Einstellung von Zorn ein wenig. Zum Glück! Und irgendwie wirkt er nach einer Weile auch menschlicher. Er verliebt sich sogar. Am Anfang hätte ich ja ich gedacht das er zu solchen Gefühlen fähig ist. Die Suche nach dem Mörder ist aber trotzdem spannend. Man überlegt die ganze Zeit hin und her wer es nun sein wird und zum schluss schafft es der Autor einen doch nochmal zu überraschen. Was mir noch gut gefallen hat war das der Autor sich eine Stadt ausgedacht hat die es gar nicht ich gibt. Sie hat zwar keinen Namen aber es wird alles so beschrieben das man sich gut vorstellen kann wie es dort aussieht. Außerdem hat in dem Buch die ganze Zeit eine eher düstere melancholische Stimmung vorgeherrscht und dazu gab es noch ständig schlechtes Wetter. Durch die Stadt fließt ein Fluss und deshalb stand sie durch den vielen Regen kurz vor einer Überschwemmung. Ich fand die Geschichte eher durchwachsen. Es gab Dinge die mir gefallen haben aber mindestens genauso viel Sachen die ich nicht gut fand. Deswegen gibt es 3 von 5 Sterne. Der zweite Teil Zorn - Vom Lieben und Sterben erscheint im Oktober 2012. So richtig weiß ich noch nicht ob ich diesen lesen wer
KimVi - 27.05.2012, 23:47
Spannender Serienauftakt
Zorn - Tod und Regen ist der erste Band einer Krimireihe um den eigenwilligen Hauptkommissar Claudius Zorn. Am Ende des Buchs befindet sich bereits eine Leseprobe aus dem nächsten Teil, der für Oktober 2012 angekündigt ist. Dadurch, dass es sich hier um den Auftakt einer Serie handelt, bekommt man einige Hintergrundinformationen zu den Hauptprotagonisten. Zorn ist sicher kein besonders liebenswürdiger Zeitgenosse. Denn schnell wird klar, dass er von allem und jedem gelangweilt ist und seinen Job nicht gerade für seine Berufung hält. Er ist trotzdem stark von sich eingenommen und rebelliert schon mal aus Prinzip gegen Vorgesetzte. Dennoch kann man ihm einen gewissen Humor nicht absprechen. Ich denke, entweder man liebt diesen Hauptprotagonisten oder man ist total genervt von ihm. Sein Partner Schröder ist ein vollkommen anderer Charakter. Er wirkt liebenswürdig, intelligent und stark engagiert. Außerdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck und ist seinem Vorgesetzen Zorn treu ergeben. Die beiden ergänzen sich perfekt und bilden ein tolles Team. Ihr Umgang miteinander ist für einige unverhoffte Schmunzler verantwortlich. Der Einstieg in diesen deutschen Krimi gelingt mühelos. Denn hier verfolgt man mit großem Unbehagen den eiskalten Mord an einer Lehrerin und erlebt dabei ihre letzten Minuten hautnah mit. Dieser blutige Auftakt weckt sofort das Interesse am weiteren Verlauf der Handlung, da man gerne erfahren möchte, welches Motiv hinter der grausamen Tat steckt. Auf dem Weg, bis zur Auflösung, gelingt es dem Autor allerdings hervorragend, falsche Spuren auszulegen und Täter und Motiv lange im Dunkeln zu lassen. Bei den eigenen Ermittlungen ist man so hin- und hergerissen und versucht dem Mörder auf die Spur zu kommen. Die Spannung und das Interesse an der Handlung sind durchgehend spürbar. Langatmige Passagen sucht man zum Glück vergeblich, denn die Kriminalhandlung liefert einige schockierende Szenen. Man gerät förmlich in den Sog der Ereignisse und verfolgt mit atemlosen Entsetzen das Geschehen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man das Buch nur schwer aus der Hand legen mag. Die Auflösung ist zwar in gewisser Weise schlüssig. Allerdings überschlagen sich die Ereignisse im finalen Showdown dermaßen, dass sie übertrieben konstruiert und dadurch unglaubwürdig wirken. Weniger wäre hier, meiner Meinung nach, deutlich mehr gewesen. Dennoch vergebe ich begeisterte vier Sterne und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Liebeslenchen - 27.05.2012, 23:46
Zorn's 1. Fall - sehr spannend!
Hauptkommissar Claudius Zorn ist in der Hierarchie der örtlichen Polizei weit unten und er mag seinen Job überhaupt nicht, ist durch ihn unzufrieden, mürrisch und ewig schlecht gelaunt. Nahezu verströmt er eine fast greifbare Aura des Desinteresses und der Gleichgültigkeit. Das wirkt sehr faszinierend. Zorn und sein Partner, der dicke Schröder, sind ein unschlagbares Team, die mit ihrem spitzfindigen und trockenen Humor diesem Krimi auf eine ganz spezielle Weise den perfekten Schliff geben. Der Schreibstil von Stephan Ludwig ist sehr angenehm, flüssig und er schafft es den Spannungsbogen die ganze Zeit über weit oben zu halten. Die Atmosphäre ist düster, verregnet und schaurig. Der Fall an sich lässt sich sehr schwer lösen, da Stephan Ludwig den Täter gekonnt lange im Hintergrund behält. Und obwohl zum Ende hin alles etwas zu konstruiert wirkt, war die Enttarnung eine echte Überraschung.
Sabine Kettschau - 27.05.2012, 20:50
Selten einen so sinnbildlichen Titel gesehen!
Meine Meinung: Ein deutscher Krimi. Mit einem wirklich interessanten Cover, das man in einer Tour anfassen möchte. Und dann fängt die Geschichte an und man denkt, ach Du lieber Gott, was bitte ist das denn für ein Unsympath, dieser Zorn?! Schrecklich, kein gutes Word für niemanden, auch für sich selbst nicht. Alle sind unter seiner Würde, er steht über allem, er ist der King. Zumindest redet er sich das ein. Und dabei wird es streckenweise so dermaßen komisch, dass man denkt, hallo, wir sind in einem Krimi! Es gibt eine Blutlache und keine Leiche, bitte alle Mann das Lachen einstellen¿Doch das geht nun mal nicht, wenn ein Claudius Zorn mit von der Partie ist, so siehts aus! Er lässt kein gutes Haar an seinem Partner, Schröder, klein, dicklich, untersetzt, fast eine Glatze, kämmt sich das rötliche Haar drüber, so ein Sinnbild von Nerd. Und Zorn bemitleidet ihn und merkt gar nicht, was für einen fähigen Mann er da an seiner Seite hat. Köstlich, wenn die zwei sich wieder mal einen verbalen Schlagabtausch liefern. Das macht Zorn dann wiederum liebenswert. Genauso, wie seine unterm Strich eingestandenen Fehler, er tuts nicht mit Worten, nur mit Taten. Es gab kurz nach dem Krachereinstieg mit der Blutlache und nachdem man als Leser quasi live bei den Folterungen der Sigrun Bosch dabei war, einen kleinen Hänger. Es wurde viel erzählt, hauptsächlich von Zorn, was ihm alles stinkt, doch diese Phase übersteht man, weil man sich auch ganz gut am Jammertal des Claudius Zorn weiden kann und es ihm auch kleines Bisschen gönnt. Doch der Krimi gewinnt wieder die Überhand und das nicht zu knapp. Es gibt Herzklopfenpassagen, Atemnotstellen und ¿Bitte-Nicht¿-Momente. Das hat mich begeistert. Dass neben all der Komik, die Zorn und Schröder manchmal unfreiwillig verbreiten, die Spannung sich wieder Bahn gebrochen hat und einen mitgerissen hat. Fazit: Ein deutscher Krimi mit ganz viel Kult-Potenzial, bedingt durch ein Ermittler-Duo, welches man sich auch prima in der Prime-Time am Freitagabend im Fernsehen vorstellen könnte. Da bleibt mir wirklich nur zu sagen: Bitte mehr von Zorn und Schröder, ich liebe die zwei jetzt schon!!!
Lilli33 - 26.05.2012, 21:00
1. Teil einer neuen Krimireihe
Inhalt: In einer mitteldeutschen Großstadt, die namentlich nicht genannt, aber doch teilweise detailliert beschrieben wird wie in einem Regionalkrimi, wurde offensichtlich ein Mord verübt. Die Polizei wurde wegen Ruhestörung gerufen, findet dann aber eine riesige Blutlache, nur keine Leiche. Hauptkommissar Zorn und sein Kollege Schröder werden mit der Ermittlung beauftragt. So viel kann ich schon mal verraten: Es bleibt nicht bei einer Leiche. Meine Meinung: In diesem Roman dreht sich sehr viel um Claudius Zorn, und der hält sich für den Nabel der Welt. Warum er in dem Team Zorn / Schröder der Chef ist, weiß ich nicht, denn Schröder hat viel mehr drauf. Zorn ist mir leider recht unsympathisch. Seine Arbeit mag er nicht, er ist faul, chaotisch, immer mürrisch und hängt gern den Chef raus. Schröder dagegen ist fleißig, hochintelligent, immer fröhlich und seinem Chef treu ergeben. Beide Protagonisten sind mir etwas zu stark in die jeweilige Richtung gezeichnet. Allerdings ergeben sich aus den extremen Gegensätzen oft witzige Dialoge. Der Mordfall kommt auf den ersten 100 Seiten des Buches zugunsten von Zorns Charakter und Privatleben etwas zu kurz. Doch dann nimmt die Handlung rapide Fahrt auf, und es wird immer spannender. Durch Zorns ungewöhnliche Ermittlungsmethoden und die daraus resultierenden Fehler kommt es zu allerlei gefährlichen Situationen für Außenstehende und auch für die Ermittler selbst. Als Leser tappt man genau wie Zorn und Schröder lange im Dunkeln, wer hinter den ganzen Todesfällen steckt. Ab und zu taucht mal ein Puzzlestückchen auf, aber das große Ganze kann man nicht erahnen. Erst am Schluss klärt sich alles auf. Das ist aber nicht der Polizeiarbeit zu verdanken, sondern der Tatsache, dass sich jemand alles von der Seele reden will. Eine solche Auflösung ist mir immer etwas zu einfach gestrickt. Trotz meiner Kritikpunkte habe ich mich von diesem Krimi gut unterhalten gefühlt. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm. Spannung ist genügend vorhanden. Das Handlungsgerüst ist logisch aufgebaut. Die grausamen Morde hätte man nicht ganz so detailliert beschreiben müssen, das hätte der Spannung keinen Abbruch getan.
Kiara - 26.05.2012, 15:29
Ein kurzweiliger Krimi
Eindruck: Das mit Abstand Gewöhnungsbedürftigste an diesem Kriminalroman ist Hauptkommissar Zorn. Ich habe ja schon von einigen schlechtgelaunten, mürrischen und trübseligen Ermittlern gelesen. Besonders im nordischen Raum sind diese ja sehr beliebt. Aber Zorn übertrifft wirklich alle. Und dies nicht im positiven Sinne. Er ist so gelangweilt, ja fast angewidert von seinem Job, dass ich mich frage, warum er ihn nicht schon lange an den Nagel gehängt hat. Und diesen Unwillen über 300 Seiten lang miterleben zu müssen war wahrlich kein Fest. Für mich war Zorn auch nicht einer dieser mürrischen Menschen, die, wenn man sie besser kennenlernt, dennoch liebenswert sind, sondern er hat tatsächlich keinen besonders guten Charakter. Nun denn, es wird zwar versucht, diesen Eindruck im Verlauf des Buches abzumildern, aber meine Meinung konnte das nicht mehr ändern. Dieser Hauptkommissar ist zutiefst unsympathisch. Ganz im Gegensatz dazu steht sein Kollege Schröder für Pflichtbewusstsein und Effizienz. Es halten ihn zwar viele für einen dicken Trottel. Doch ist das eine große - für manche sogar fatale - Fehleinschätzung. Denn wenn man ihn besser kennenlernt, merkt man, dass er ein knallharter Ermittler ist. Dieser Schröder war mir im Gegensatz zu Zorn gleich von Beginn an sehr sympathisch. Den Kriminalfall, mit dem es die beiden zu tun bekommen, fand ich sehr interessant. Es bleibt lange im Dunkeln wer der Täter ist und welches Motiv er haben könnte. Und durch viele unerwartete Wendungen bleibt man als Leser stets bei der Sache und verfolgt die Handlung gebannt mit. So sind die Seiten trotz meiner Abneigung gegenüber Zorn auch im Nu verflogen. Schade finde ich allerdings, dass einige Szenen so überaus brutal sind. Ich persönlich empfinde detailliert beschriebene Folterszenen einfach nur unnötig. Ich frage mich immer, warum solch exakte Gewaltbeschreibungen nötig sind. Und Krimis, die auf solche Stilmittel verzichten, stehen bei mir eindeutig höher im Kurs. Das Ende schließlich bietet einen spektakulären sowie spannenden Showdown, der zwar etwas übertrieben wirkt, mich aber dennoch gut unterhalten hat. Die Auflösung des Kriminalfalls wirkte auch etwas konstruiert, aber trotzdem glaubhaft und für einen Krimi recht zufriedenstellend. Fazit: Der erste Fall für das Ermittlerteam Zorn und Schröder bietet kurzweilige Unterhaltung und einen Hauptkommissar, an den ich mich erst gewöhnen muss.
Nirena - 26.05.2012, 15:23
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Mit Zorn und Schröder lernen wir ein Ermittlerduo kennen, wie es unähnlicher kaum sein könnte: Zorn, der eigentlich überhaupt keine Lust auf seinen Polizeijob hat, Menschen generell nicht wirklich leiden kann, meist miese Laune hat und dabei auch noch arrogant und egoistisch ist und Schröder, optisch von der Natur nicht verwöhnt, aber mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgestattet: beide sollen zusammen einen brutalen Mord lösen, zu dem es keine Anhaltspunkte gibt... Ein Krimi, wie er sein sollte: Hauptprotagonisten mit Charakter; eine Handlung, die den Leser einfängt; ein Schreibstil, wie für Spannung gemacht: wer so emotionslos über grausige Dinge schreiben kann, sollte definitiv weiter Krimis schreiben! Ich jedenfalls habe die Lektüre sehr genossen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen - schon jetzt freue ich mich auf den zweiten Fall mit Zorn und Schröder im Herbst!
Labradoria - 25.05.2012, 22:25
Toll!
Zur Aufmachung: Das Cover dieses Buches ist sehr ansprechend. Es passt perfekt in das Genre und ist durch das Einschussloch sehr ansprechend. Zum Inhalt: Zwei Ermittler (Zorn und Schröder) die sich auf die Jagd nach einem Serientäter machen. Diese Reise verspricht einige Überraschungen und das Buch liest sich sehr gut. Dieser Thriller strotzt vor Gewalt und rauchenden Köpfen (im Fall Zorn sogar wort wörtlich). Das Buch fesselt einen und ich kann behaupten ich werde mir das Folgebuch sicher auch kaufen! Ob die beiden den Täter schnappen? Einfach lesen, es lohnt sich!
Pharo72 - 23.05.2012, 18:16
Neue deutsche Krimireihe mit Potenzial
Bei "Zorn - Tod und Regen" handelt es sich um den Debüt-Roman des Hallenser Autors Stephan Ludwig. Der Verlag ist von dieser neuen Krimi-Reihe um Hauptkommissar Claudius Zorn offenbar so überzeugt, dass bereits die Fortsetzung "Zorn - Vom Lieben und Sterben" für Oktober 2012 angekündigt und mit einer Leseprobe am Ende des Buches, die es wirklich in sich hat, belegt ist. Ich kann diese Entscheidung gut nachvollziehen, denn bei Zorn und Schröder handelt es sich wirklich um ein außergewöhnliches Ermittlerduo. Zorn ist dabei ein Antagonist wie er im Buche steht. Selten hat man erlebt, wie jemand so unerträglich faul, stur, überheblich, von sich eingenommen und überhaupt mit der Welt im Unreinen ist. Nicht nur einmal kam mir der Gedanke, dass ich im Ernstfall hoffentlich nicht an so einen Ermittler gerate. Zwar unmerklich, aber er macht dann doch eine Entwicklung durch und könnte in den nächsten Bänden Sympathiepunkte gewinnen. Das genaue Gegenteil und aus welchen Gründen auch immer Claudius Zorn total ergeben, ist der dicke Schröder. Er ist nicht so ein Schönling wie Zorn, kleidet sich unvorteilhaft, ist dafür aber hart im Nehmen, übermäßig intelligent und hat einen tollen Sinn für Humor. Die beiden so gegensätzlichen Charaktere sorgen dann in ihren Dialogen auch für das eine oder andere Schmunzeln. Der Kriminalfall selber ist gut durchdacht und sorgt bis kurz vor Schluss für Überraschungen. Was mich allerdings gestört hat und zu einem Punkt Abzug verleitet ist, dass mal wieder die Ermittler nichts zur Aufklärung beitragen. Und das ist bei all der Genialität von Schröder und einer doch sehr offensichtlichen Verbindung schon verwunderlich. Auch muss ich dem Autor die Sache mit der Katze übelnehmen, weil sie schlicht unnötig ist und mir als Katzenliebhaber einen bösen Stich versetzt hat. Zusammenfassend betrachtet kann ich aber das Buch guten Gewissens weiterempfehlen. Wenn man von den Marotten des Claudius Zorn absieht, bekommt der Leser hier einen in sich stimmigen Krimi, der sich kontinuierlich in der Spannung steigert und nicht zu viel Detailreichtum bei den Morden bietet, präsentiert.
seemann - 22.05.2012, 22:39
Claudius Zorn, Band 1
Blut, wahnsinnig viel Blut wurde gefunden, so dass es sich nur um den Schauplatz eines Verbrechens handeln kann. Erst Tage später wird die dazugehörige Leiche entdeckt. Doch wer ist die Frau? Lange tappen die Ermittler Zorn und Schröder im Dunkeln. Erst als sie zufällig entdecken, dass ihre Ermittlungsunterlagen nicht vollständig sind und sie ihre Nachforschungen auch auf den leitenden Staatsanwalt ausdehnen, folgen sie annähernd einer Spur. Leider kostet diese Spur ein weiteres Menschenleben. Seine amourösen Anwandlungen hinsichtlich einer Nachbarin machen Zorns bislang unzufriedenes Leben noch obendrein immer komplizierter. Parallel dazu ermittelt Zorn in einem Fall von Selbsttötung und freundet sich mit dem hinterbliebenen Ehemann des Opfers an. Doch irgendwie ist auch der in den Fall verwickelt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Mit der Figur des Claudius Zorn hat Stephan Ludwig in seinem Erstlingswerk einen sehr eigenwilligen Ermittler geschaffen. Einer, der von seinem Leben und seinem Job gelangweilt ist, der sich nur noch für sich selbst interessiert und fest davon überzeugt ist, damit die einzig richtige Lebenseinstellung gepachtet zu haben. Einzig sein Mitarbeiter Schröder, der ihm in den meisten Dingen haushoch überlegen ist, steht ihm zur Seite. Beide auf ihre Art grob unterschätzt, machen sie sich auf, den Fall zu lösen. Zwar ist Schröder hier klar der Sympathieträger, der im Laufe der Handlung immer mehr mit seinen Fähigkeiten überrascht, aber dafür ist Zorn der interessantere Charakter, der im Rahmen der weiteren Bände der Serie viel ausbaufähiger erscheint und bestimmt spätestens dann auch den einen oder anderen Sympathiepunkt einheimsen wird. Des Weiteren hat Stephan Ludwig nicht nur einen sehr flüssigen Schreibstil, sondern ist auch Meister der nichtssagenden Kommunikation. Die Charaktere frozzeln sich des öfteren an; dabei herrscht dann stets ein ironischer Unterton, der mich mehr als einmal schmunzeln ließ. Herrlich. Mir gefällt es. Ich vergebe ein klares Daumenhoch für diesen gelungenen und spannenden Krimi.
seemann - 22.05.2012, 22:36
Claudius Zorn, Band 1
Blut, wahnsinnig viel Blut wurde gefunden, so dass es sich nur um den Schauplatz eines Verbrechens handeln kann. Erst Tage später wird die dazugehörige Leiche entdeckt. Doch wer ist die Frau? Lange tappen die Ermittler Zorn und Schröder im Dunkeln. Erst als sie zufällig entdecken, dass ihre Ermittlungsunterlagen nicht vollständig sind und sie ihre Nachforschungen auch auf den leitenden Staatsanwalt ausdehnen, folgen sie annähernd einer Spur. Leider kostet diese Spur ein weiteres Menschenleben. Seine amourösen Anwandlungen hinsichtlich einer Nachbarin machen Zorns bislang unzufriedenes Leben noch obendrein immer komplizierter. Parallel dazu ermittelt Zorn in einem Fall von Selbsttötung und freundet sich mit dem hinterbliebenen Ehemann des Opfers an. Doch irgendwie ist auch der in den Fall verwickelt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Mit der Figur des Claudius Zorn hat Stephan Ludwig in seinem Erstlingswerk einen sehr eigenwilligen Ermittler geschaffen. Einer, der von seinem Leben und seinem Job gelangweilt ist, der sich nur noch für sich selbst interessiert und fest davon überzeugt ist, damit die einzig richtige Lebenseinstellung gepachtet zu haben. Einzig sein Mitarbeiter Schröder, der ihm in den meisten Dingen haushoch überlegen ist, steht ihm zur Seite. Beide auf ihre Art grob unterschätzt, machen sie sich auf, den Fall zu lösen. Zwar ist Schröder hier klar der Sympathieträger, der im Laufe der Handlung immer mehr mit seinen Fähigkeiten überrascht, aber dafür ist Zorn der interessantere Charakter, der im Rahmen der weiteren Bände der Serie viel ausbaufähiger erscheint und bestimmt spätestens dann auch den einen oder anderen Sympathiepunkt einheimsen wird. Des Weiteren hat Stephan Ludwig nicht nur einen sehr flüssigen Schreibstil, sondern ist auch Meister der nichtssagenden Kommunikation. Die Charaktere frozzeln sich des öfteren an; dabei herrscht dann stets ein ironischer Unterton, der mich mehr als einmal schmunzeln ließ. Herrlich. Mir gefällt es. Ich vergebe ein klares Daumenhoch für diesen gelungenen und spannenden Krimi.
mithrandir - 21.05.2012, 22:29
Hauptkommissar Zorn ermittelt
Nachdem der Tatort und Tage später auch die Leiche einer Unbekannten entdeckt worden sind, wird überraschenderweise Kriminalhauptkommissar Claudius Zorn mit der Lösung dieses Falls beauftragt. Allgemein als arbeitsunlustig, unfähig und arrogant bekannt hätte nicht einmal Claudius selbst sich den Fall übertragen. Doch so will es Staatsanwalt Sauer, ein geschniegelter Emporkömmling mit nichts als seiner eigenen Karriere vor Augen. Missmutig macht sich Zorn gemeinsam mit seinem schwerfällig erscheinenden Kollegen Schröder an den Fall. Trotz Druck von oben kommen die beiden jedoch nicht voran bis sie zufällig entdecken, dass ein Teil der forensischen Unterlagen fehlt. Als einziger möglicher Verdächtiger dieser Unterschlagung kommt nur der Staatsanwalt in Betracht. Aber warum sollte er dies tun? Zorn macht sich an Hannah, die Sekretärin des Staatsanwalts heran, um in dieser Angelegenheit nachzuforschen. Da Hannah schon länger ein Auge auf Zorn geworfen hat, bietet sie an, Sauers Tresor zu untersuchen. Und tatsächlich findet sie hier die fehlenden Unterlagen. Zorn bittet sie, diese schleunigst zurückzulegen, ahnt er doch, dass Hannah sich mit ihren Nachforschungen in Gefahr gebracht hat. Nachdem sie nunmehr durch die fehlenden Unterlagen das Opfer identifizieren können, ist Zorn durch die Ermittlungen abgelenkt. Plötzlich ist Hannah verschwunden. Wo ist sie? Ist sie dem Mörder in die Falle gegangen? Welches Ziel verfolgt dieser und werden Zorn und Schröder Hannnah retten können? Und was hat der Staatsanwalt mit der ganzen Sache zu tun? Stephan Ludwigs spannendes Krimidebüt beginnt gleich unvermittelt im Geschehen. Der Autor bedient sich immer wieder verschiedener Handlungsstränge, wodurch der Spannungsbogen niemals abreißt. Das Ermittlerduo Zorn und Schröder ist ein interessantes Gespann. Während Zorn mit seinem selbstgefälligem Verhalten polarisiert, entwickelt man als Leser klare Sympathien für Schröder. Äußerlich optisch benachteiligt ist er jedoch sowohl geistig, als auch körperlich topfit. Stets ist er bemüht die Wünsche seines Chefs Zorn zu erfüllen und erledigt geduldig die Hauptarbeit ohne hierfür Dank oder Anerkennung zu erwarten. Obendrein verfügt er über einen herrlichen trockenen Humor, den ich ganz besonders liebe. Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Fall der beiden aussieht, der bereits im Oktober herauskommen soll.
Plueschfussel - 21.05.2012, 18:43
Empfehlenswert
Zorn und Schröder sind ein merkwürdiges Duo, aber man sollte beide nicht unterschätzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder hat seine Macken und Eigenheiten. Vor allem Zorn birgt ungeahnte Schwächen und der dicke Schröder? Der entpuppt sich als wahres Genie und hat den eisernen Willen eines Terriers. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Es war nie langweilig. Stephan Ludwig schreibt spannend und zugleich auch komisch und hat einen Sinn für Details. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.
Spatzi79 - 20.05.2012, 17:00
Der große Regen
Claudius Zorn ist ein mittelmäßiger Polizeikommissar in einer (fiktiven) mittelgroßen deutschen Stadt, der durchschnittliche Fälle bearbeitet. Seine Arbeitshaltung ist nicht durch übermäßigen Ehrgeiz geprägt, sein Beruf macht ihm eigentlich keinen Spaß und er zählt die Tage bis zur Pensionierung - noch zu viele! Ohne seinen Mitarbeiter Schröder, der die ganze Arbeit macht, würde noch viel mehr auffallen, wie unfähig Zorn sich eigentlich benimmt. Dementsprechend Probleme hat er mit seinem Vorgesetzten, Staatsanwalt Sauer. Die beiden können sich nicht ausstehen. Doch dann geschieht ein rätselhafter Mord. Eine riesige Blutlache wird in einem Keller gefunden, bei der Menge ist sofort klar, dass es eine Leiche geben muss, doch von dieser erst einmal keine Spur. Wie ermittelt man in einem Mordfall, in dem nicht einmal das Opfer, geschweige denn Motiv oder Täter kennt? Gleichzeitig muss sich Zorn noch mit dem Selbstmord einer Frau befassen, die offensichtlich mit Depressionen zu kämpfen hatte. Dann gibt es da noch diverse Frauengeschichten, die Sekretärin des Staatsanwaltes sowie eine junge Frau im selben Wohnhaus wie Zorn. Warum er so erfolgreich bei Frauen ist, hat sich mir allerdings überhaupt nicht erschlossen. Claudius Zorn fand ich als Ermittler und Mensch fürchterlich unsympathisch. Seine Null-Bock-Haltung und insbesondere sein ätzendes Verhalten gegenüber seinem Mitarbeiter Schröder fand ich einfach nur ätzend. Was den Fall angeht, entwickelt er im Laufe der Handlung allerdings immerhin einen gewissen Ehrgeiz. Schröder hingegen entpuppt sich schnell als Überraschungsei, in dem deutlich mehr steckt als die anfänglichen Beschreibungen vermuten lassen. Der Fall nimmt trotz grauenhafter Morde am Anfang nur sehr langsam Fahrt auf, gegen Ende überschlägt sich dann aber nahezu alles. Den Täter konnte man schon relativ früh entlarven, aber das Motiv und weite Teile der Handlung blieben für mich sehr konstruiert. Der zweite Fall ist bereits für den Herbst dieses Jahres angekündigt, aber ich habe erstmal genug von Zorn, höchstens wegen Schröder würde ich dem nächsten Band vielleicht noch eine Chance geben.
Sarah O. - 20.05.2012, 13:41
Auftakt einer vielversprechenden Krimireihe
Zorn - Tod und Regen ist der erste Teil einer neuen deutschen Krimireihe von Stephan Ludwig, in deren Mittelpunkt der etwas mürrische Kriminalhauptkommissar Claudius Zorn steht, und ein wirklich gelungenes Debüt, das Hoffnung auf mehr macht. Zum Inhalt: Claudius Zorn ist Kriminalhauptkommissar in einer nicht nähere bestimmten deutschen Stadt. Einen wirklich spannenden Fall hatte er schon seit Jahren nicht mehr. Dann stört ein brutaler, aber auch rätselhafter Mord an einer Frau, zu dem zunächst auch noch die Leiche fehlt, Zorns langweiligen Alltag. Eine wirkliche Spur gibt es nicht und noch dazu stoßen Zorn und sein Kollege Schröder auf Anzeichen dafür, dass jemand versucht die Ermittlungen zu sabotieren. Ein schwieriger Fall, bei dem sich Zorn auch noch mit dem verhassten Staatanwalt Sauer rumschlagen muss. Und schon bald schlägt der Täter erneut zu... Auch für mich klang die Beschreibung vom Kommissar Zorn zunächst ein bisschen nach Klischee. Er ist mürrisch, raucht zu viel, trinkt zu viel, ist schlecht gelaunt, gelangweilt und motzt jeden an, der ihm über den Weg läuft. Aber entgegen meiner sich bei einer solchen Beschreibung automatisch anschließenden Erwartungen ist er kein schluffiges, ungepflegtes Ekel, sondern ein ganz attraktiver 42-jähriger, der bei den Frauen gut ankommt und über dessen zynische und gereizte Art ich oft schmunzeln konnte. Zudem ist er ermittlungstechnisch ein wenig inkompetent, von der Jahre andauernden Langeweile eingerostet und fällt so manches Mal ordentlich auf die Nase, besonders durch seinen Kollegen Schröder, dem er eigentlich nichts zutraut, erlebt er einige Überraschungen, die ihn ganz schön alt aussehen lassen. Natürlich hat Zorn - Tod und Regen aber auch in Sachen Spannung einiges zu bieten. Der Fall hat es in sich. Es geht ganz schön blutig und brutal zu Sache und einige Passagen werden atmosphärisch so dicht beschrieben, dass man als Leser Gänsehaut bekommen kann und Nervenkitzel verspürt. Die Perspektiven wechseln oft und gerade wenn aus der Sicht der Opfer berichtet wird, wird die Erzählweise durch den Wechsel der Zeitform ins Präsens besonders intensiv. Es gibt überraschende und erschreckende Wendungen, die für ein wahres Wechselbad der Gefühle sorgen und sich zudem am Ende glaubwürdig und schlüssig auflösen. Der lockere, flüssige Schreibstil des Autors trägt sein Übriges bei zu diesem Lesevergnügen. Fazit: Rundum gelungen, unterhaltsame Charaktere und viel Spannung. Macht Hoffnung auf mehr. 5 Sterne.
BigEyes - 20.05.2012, 11:27
Gelungener Auftakt
Inhalt: Zwei Morde in einer Stadt, die seit Jahren nur natürliche Todesfälle kannte. Blutig, brutal, unerklärlich: Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten: Er hat Kopfschmerzen, er hat keine Lust, er hat keine heiße Spur. Als er dann noch merkt, dass ihn bei den Ermittlungen irgendjemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Und der Mörder hat noch nicht genug ¿ Meinung: Der erste Fall von Claudius Zorn! Herausragend ist der Protagonist Zorn. Er ist ständig zornig, faul und hält sich für den Nabel der Welt. Er ist der Chef des Teams Zorn/Schröder. Schröder ist das Gegenteil von Zorn und dem Chef treu ergeben. Diese Konstellation beschert so manchen Lacher. Im Laufe des Buches wird Zorn jedoch umgänglicher. Doch Zorn fand ich aufgrund seines doch sehr eigenen Wesens am interessantesten. Leider rückte der Mordfall, den es aufzuklären gab, durch Zorns Privatleben etwas in den Hintergrund. Im Laufe der Geschichte bekommt man immer wieder einen kleinen Happen zugeworfen, leider kann man die bis zum Schluss nicht so richtig ordnen. Das Ende war für mich etwas zu unspektakulär. Aber das ist wohl Geschmackssache. Fazit: Ein Krimi mit garantierten Lachern.
Nik75 - 20.05.2012, 09:18
Zorn - Tod und Regen
Vielleicht sollte ich gleich mal über die Hauptprotagonisten schreiben und zwar über Claudius Zorn und den "dicken" Schröder wie er so liebevoll von seinem Chef genannt wird. Zorn war mir am Anfang nicht unbedingt sympathisch. Er ist ein Kettenraucher, setzt sich über alle Regeln hinweg und raucht auch in seinem Büro, obwohl das verboten ist. Er langweilt sich in seinem Job fast zu Tode, ist träge, arbeitet nur so viel als unbedingt nötig, schiebt die meiste Zeit alle Arbeit auf Schröder und behandelt Schröder zeitweise mit einer Arroganz und einer Art, dass ich auszucken könnte. Schröder dagegen ist zwar vollschlank, aber freundlich immer gut drauf, hat eine gute Kombinationsgabe, super Gedächtnis und trotzdem hält ihn manch einer für träge. Das täuscht allerdings, denn er kommt im Buch fitter rüber als manch andere dünne Person. Ich fand aber, dass die beiden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können gut zusammengearbeitet haben .Sie sind ein eingeschworenes Team und auch wenn Zorn es nicht zugeben will, mag er Schröder und Schröder scheint ihm seine Beleidigungen nicht allzu übel zu nehmen. Vom Schreibstil her hat mir der Krimi gut gefallen. Er war wirklich flüssig zu lesen und hat nach und nach Spannung aufgebaut. Zum Schluss konnte ich den Krimi wirklich nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wer der Mörder ist. Ich habe zwar versucht unterm Lesen mitzurätseln, weil ich den Mörder auf eigene Faust finden wollte, aber so ganz ist mir das nicht gelungen. Das Buch war einfach so geschrieben, dass man wirklich das Meiste erst zum Schluss erfahren hat. Die Spannung wurde also bis zum Ende hin immer mehr gesteigert. Was mir am Krimi auch gefallen hat war, dass die zwei Kommissare Schröder und Zorn keine Übermenschen waren, sondern dass jeder so seine Probleme und Macken hatte. Das hat sie mir dann wieder sympathisch gemacht und ich konnte eine Beziehung zu den Protagonisten beim Lesen aufbauen. Manchmal kommen mir Kommissare in Krimis einfach zu perfekt vor und das gefällt mir dann nicht so gut, denn wer ist denn schon perfekt. Für mich war der Krimi einfach toll zu lesen. Er war spannend, hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Wenn es auch am Anfang so ausgeschaut hat, als würden es die beiden nie schaffen den Mörder zu finden. Zum Schluss haben sie es ja dann doch geschafft.
Plueschfussel aus Berlin - 17.05.2012, 13:18
Empfehlenswert
Zorn und Schröder sind ein merkwürdiges Duo, aber man sollte beide nicht unterschätzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder hat seine Macken und Eigenheiten. Vor allem Zorn birgt ungeahnte Schwächen und der dicke Schröder? Der entpuppt sich als wahres Genie und hat den eisernen Willen eines Terriers. Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Es war nie langweilig. Stephan Ludwig schreibt spannend und zugleich auch komisch und hat einen Sinn für Details. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.
Themistokeles - 16.05.2012, 08:05
Zorn - Tod und Regen
Eine Stadt irgendwo in Deutschland. Ihre größten Probleme: Ein extrem brutaler und blutiger Mord und vor allen Dingen der Regen, der seit Tagen fällt. Da man gegen den Regen nichts machen kann, soll das erste der beiden Probleme wenigstens gelöst werden, nämlich von Claudius Zorn, seines Zeichens gelangweilter, lustloser und grummeliger Hauptkommissar. Zusammen mit seinem Kollegen dem dicken Schröder, hinter dessen pummeliger Figur extrem viel mehr steckt, als je jemand vermuten würde. Und gerade diese beiden Persönlichkeiten sind es, die die Geschichte besonders machen, denn beide sind extrem gut gestaltet und überraschen einen, haben realitätsnahe Macken und Fähigkeiten und vor allen Dingen merkt man ihnen an, wie sie sich im Laufe des Falls immer mehr entwickeln und sich auch verändern. Zorn sticht dabei am deutlichsten heraus, da er zu Anfang eine extrem deutliche Leck-Mich-Am-Arsch-Haltung zeigt, die sich langsam aber sich in Wohlgefallen auflöst und etwas anderem, positivern, Platz macht. Zudem gibt er meist den harten Kerl, Schürzenjäger und einsamen Wolf, jedoch bemerkt man auch sensible Seiten an ihm, so kann er unter anderem keine Leichen sehen und es gibt auch manche Frau, bei der er plötzlich sehr ratlos wirkt. Ohne Schröder jedoch wäre Zorn auch nicht der Charakter der er ist und Stephan Ludwig hat Zorn mit ihm einen sehr ergänzenden Charakter an die Seite gestellt, den ich beim Lesen immer lieber gewonnen habe, denn in meinen Augen ist Schröder der heimliche Held des Romans, der mich immer wieder überraschen konnte und für extrem viele amüsante Szenen sorgte. Obwohl für mich die beiden Charaktere im Vordergrund standen, war bis auf manche Kleinigkeit auch die Handlung sehr gelungen. Besonders wie lange man beim Täter am Grübeln war und immer wieder neue Vermutungen, der aktuellen Faktenlage entsprechend, anstellen konnte. Zudem gefielen mir viele der atmosphärischen Beschreibungen sehr gut, meist den Regen betreffend, der allgegenwärtig, dem Roman eine düstere und irgendwie leicht unangenehme Stimmung verpasste, denn wer möchte schon gerne ständig nass werden. Insgesamt ein richtig guter Krimi, bei dem zwar die Charaktere im Zentrum standen, der aber trotzdem extrem spannend in der Handlung war und nach dem ich mich auch schon auf ein Wiedersehen mit Zorn und Schröder freue.
Themistokeles - 16.05.2012, 07:23
Zorn - Tod und Regen
Eine Stadt irgendwo in Deutschland. Ihre größten Probleme: Ein extrem brutaler und blutiger Mord und vor allen Dingen der Regen, der seit Tagen fällt. Da man gegen den Regen nichts machen kann, soll das erste der beiden Probleme wenigstens gelöst werden, nämlich von Claudius Zorn, seines Zeichens gelangweilter, lustloser und grummeliger Hauptkommissar. Zusammen mit seinem Kollegen dem dicken Schröder, hinter dessen pummeliger Figur extrem viel mehr steckt, als je jemand vermuten würde. Und gerade diese beiden Persönlichkeiten sind es, die die Geschichte besonders machen, denn beide sind extrem gut gestaltet und überraschen einen, haben realitätsnahe Macken und Fähigkeiten und vor allen Dingen merkt man ihnen an, wie sie sich im Laufe des Falls immer mehr entwickeln und sich auch verändern. Zorn sticht dabei am deutlichsten heraus, da er zu Anfang eine extrem deutliche Leck-Mich-Am-Arsch-Haltung zeigt, die sich langsam aber sich in Wohlgefallen auflöst und etwas anderem, positivern, Platz macht. Zudem gibt er meist den harten Kerl, Schürzenjäger und einsamen Wolf, jedoch bemerkt man auch sensible Seiten an ihm, so kann er unter anderem keine Leichen sehen und es gibt auch manche Frau, bei der er plötzlich sehr ratlos wirkt. Ohne Schröder jedoch wäre Zorn auch nicht der Charakter der er ist und Stephan Ludwig hat Zorn mit ihm einen sehr ergänzenden Charakter an die Seite gestellt, den ich beim Lesen immer lieber gewonnen habe, denn in meinen Augen ist Schröder der heimliche Held des Romans, der mich immer wieder überraschen konnte und für extrem viele amüsante Szenen sorgte. Obwohl für mich die beiden Charaktere im Vordergrund standen, war bis auf manche Kleinigkeit auch die Handlung sehr gelungen. Besonders wie lange man beim Täter am Grübeln war und immer wieder neue Vermutungen, der aktuellen Faktenlage entsprechend, anstellen konnte. Zudem gefielen mir viele der atmosphärischen Beschreibungen sehr gut, meist den Regen betreffend, der allgegenwärtig, dem Roman eine düstere und irgendwie leicht unangenehme Stimmung verpasste, denn wer möchte schon gerne ständig nass werden. Insgesamt ein richtig guter Krimi, bei dem zwar die Charaktere im Zentrum standen, der aber trotzdem extrem spannend in der Handlung war und nach dem ich mich auch schon auf ein Wiedersehen mit Zorn und Schröder freue.
Lilli33 - 15.05.2012, 15:06
1. Teil einer neuen Krimireihe
Inhalt: In einer mitteldeutschen Großstadt, die namentlich nicht genannt, aber doch teilweise detailliert beschrieben wird wie in einem Regionalkrimi, wurde offensichtlich ein Mord verübt. Die Polizei wurde wegen Ruhestörung gerufen, findet dann aber eine riesige Blutlache, nur keine Leiche. Hauptkommissar Zorn und sein Kollege Schröder werden mit der Ermittlung beauftragt. So viel kann ich schon mal verraten: Es bleibt nicht bei einer Leiche. Meine Meinung: In diesem Roman dreht sich sehr viel um Claudius Zorn, und der hält sich für den Nabel der Welt. Warum er in dem Team Zorn / Schröder der Chef ist, weiß ich nicht, denn Schröder hat viel mehr drauf. Zorn ist mir leider recht unsympathisch. Seine Arbeit mag er nicht, er ist faul, chaotisch, immer mürrisch und hängt gern den Chef raus. Schröder dagegen ist fleißig, hochintelligent, immer fröhlich und seinem Chef treu ergeben. Beide Protagonisten sind mir etwas zu stark in die jeweilige Richtung gezeichnet. Allerdings ergeben sich aus den extremen Gegensätzen oft witzige Dialoge. Der Mordfall kommt auf den ersten 100 Seiten des Buches zugunsten von Zorns Charakter und Privatleben etwas zu kurz. Doch dann nimmt die Handlung rapide Fahrt auf, und es wird immer spannender. Durch Zorns ungewöhnliche Ermittlungsmethoden und die daraus resultierenden Fehler kommt es zu allerlei gefährlichen Situationen für Außenstehende und auch für die Ermittler selbst. Als Leser tappt man genau wie Zorn und Schröder lange im Dunkeln, wer hinter den ganzen Todesfällen steckt. Ab und zu taucht mal ein Puzzlestückchen auf, aber das große Ganze kann man nicht erahnen. Erst am Schluss klärt sich alles auf. Das ist aber nicht der Polizeiarbeit zu verdanken, sondern der Tatsache, dass sich jemand alles von der Seele reden will. Eine solche Auflösung ist mir immer etwas zu einfach gestrickt. Trotz meiner Kritikpunkte habe ich mich von diesem Krimi gut unterhalten gefühlt. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm. Spannung ist genügend vorhanden. Das Handlungsgerüst ist logisch aufgebaut. Die grausamen Morde hätte man nicht ganz so detailliert beschreiben müssen, das hätte der Spannung keinen Abbruch getan.
Liebeslenchen - 11.05.2012, 21:41
Zorn¿s 1. Fall - sehr spannend!
*Zum Inhalt* Ein sadistischer Mörder treibt sein Unwesen in einer Stadt, in der es seit langer Zeit nur natürliche Todesfälle gab. Die Morde sind brutal, blutig und unerklärlich. Welcher Psychopath betäubt seine Opfer mit Beruhigungsmitteln, bevor er es qualvoll verbluten lässt? Da Schmerz doch genau das ist, was er zufügen will.Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten - doch er hat weder die Lust noch die Energie dazu. Als er bemerkt dass ihn bei den Ermittlungen jemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Doch das hält den Mörder nicht auf. *Meine Meinung* Zorn. Tod und Regen ist der erste Fall des Ermittler-Duos Zorn&Schröder. Hauptkommissar Claudius Zorn ist 42 Jahre alt und seit 21 Jahren Polizist. Sein Platz in der Hierarchie der örtlichen Polizei ist sehr weit unten und er mag seinen Job überhaupt nicht, ist durch ihn unzufrieden, mürrisch, wütend und ewig schlecht gelaunt. Nahezu verströmt er eine fast greifbare Aura des Desinteresses und der Gleichgültigkeit. Das wirkt faszinierend und wie ich finde interessant. Sein Partner, der dicke Schröder (einen Vornamen scheint der Gute nicht zu haben), ist nicht nur optisch das komplette Gegenteil seines Chefs. Er ist freundlich, aufgeschlossen, immer gut drauf und blickt jeder noch so verzwickten Lage positiv entgegen. Gemeinsam sind die Beiden ein unschlagbares Team, die mit ihrem spitzfindigen und trockenen Humor diesem Krimi auf einer ganz speziellen Weise den perfekten Schliff geben. Der Prolog beginnt schaurig. Ein bestialischer Mord an einer Frau dessen Vorgehensweise viele Fragen aufwirft. Die Identität der Frauenleiche kann nicht festgestellt werden, wichtige Unterlagen werden dem ermittelnden Hauptkommissar Zorn zurückgehalten. Doch von wem? Zorn ist stinksauer. Und dann schlägt der Psychopath wieder zu und die Ereignisse überschlagen sich. Der Schreibstil von Stephan Ludwig ist sehr angenehm, flüssig und er schafft es den Spannungsbogen die ganze Zeit über weit oben zu halten. Die Atmosphäre ist düster, verregnet und absolut schaurig. Die Protagonisten wurden von ihm so interessant gezeichnet, dass ich unbedingt mehr über sie erfahren möchte. Der Fall an sich lässt sich sehr schwer lösen, da Stephan Ludwig den Täter gekonnt lange im Hintergrund behält. Und obwohl zum Ende hin alles etwas zu konstruiert wirkt war die Enttarnung am Ende eine echte Überraschung. *Fazit* Ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!
Tilman Schneider, dfbz.de - 03.05.2012, 11:52
starker Krimi
Claudius Zorn hat eigentlich keine Lust auf seinen Job, aber hat als Hauptkommissar sehr viel zu tun. Ein Mord ist geschehen und die Umstände sind alle etwas seltsam. Dem Opfer wurden Schmerzmittel verabreicht und auch alles andere ist seltsam. Obwohl es ein Akt mit hoher Gewalt war, scheint der Täter sein Opfer ruhig zu stellen. Genervt von der Stadt, von Kollegen und Vorgesetzten macht sich Claudius Zorn an die Arbeit und hat nicht nur davon Kopfschmerzen. Sein Leben und der Fall nehmen aber plötzlich soviel Fahrt auf, dass er keine Zeit mehr hat zu grübeln. Ein sehr spannender Krimi mit einem etwas "kaputten" Helden, der einfach menschlich ist.
Mel.E - 02.05.2012, 09:37
Unterschätze niemals (d)einen Zorn!
Wir haben hier einen Ermittler, der es verlernt hat, verbissen an einem Fall zu arbeiten, da es jahrelang nicht zu spektakulären Todesfällen gekommen ist. Er hat es einfach verlernt Fälle aufzuklären, weil es eben keine gab. Die Polizeiarbeit war eher langweilig und ohne Höhepunkte. Dadurch hat sich Cornelius Zorn zu einem faulen und gelangweilten Ermittler entwickelt. Nun ist er aber gefragt, denn die Todesfälle mehren sich und irgendjemand sabotiert seinen Arbeit. Die Hintergründe werden schnell klar und Schröder und Zorn kommen der Aufklärung immer näher. Ich fand gerade die gegensätzlichen Hauptprotagonisten sehr gut gezeichnet. Der eine faul und eher dickfällig in seinen Handlungen und der andere schlau und pfiffig. Erinnert ein klein wenig an Tanner und Schimanski, wo auch zwei völlig unterschiedliche Charaktere zusammenarbeiten müssen. Erst nach und nach bekommt Zorn den Dreh und kämpft dann wirklich verbissen darum seinen aktuellen Fall aufzuklären. Nach vielen Irrungen und Wendungen schafft Zorn es tatsächlich seinen Hintern von seinem Bürostuhl zu erheben und sich wieder bewusst zu werden, warum er Polizist wurde. Unterschätze also niemals einen Zorn, denn schlussendlich läuft er doch zu Höchstformen auf, auch wenn es am Anfang eher erscheint, als würde er sich einfach nur langweilen und schlechte Laune bekommen, weil er plötzlich doch arbeiten muss und das erledigen, was er erledigen muss. Ich fand es eher amüsant, denn Zorn ist so ganz anders vom Typ her wie wir es von anderen Krimis gewöhnt sind. Schlaflose Nächte und Alpträume sind nicht immer förderlich, aber Zorn bekommt doch irgendwann den einen oder anderen Geistesblitz und auch wenn er sich zeitweilig auf der falschen Fährte befindet, klärt sich der Fall udnd es zeigt sich wieder, das die Vergangenheit nicht immer ruht und dich doch irgendwie einholt. Also, wenn du irgendwo Dreck am Stecken hast, bemühe dich vorher darum alles zu bereinigen, bevor jemand kommt, der Rache an dir nehmen will oder eine alte Schuld einfordert. Mir hat der Krimi gut gefallen und da es dauerhaft regnet, regnet und regnet, passt der Titel wunderbar, aber das werdet ihr schnell merken, denn der Regen spielt eine große Rolle, der die Arbeit der Ermittler sehr beeinträchtigt und aufs Gemüt schlägt! Dem Autor ist es gelungen mich mitzureißen und mich mitzunehmen in die Abgründe der menschlichen Psyche. Wozu bist du zu tun bereit, wenn dir alles, was du liebst genommen werden soll?