EBOOK

Familie heißt Arbeit teilen


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kartoniert
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März 2012

Beschreibung

Beschreibung

Das Ideal der bürgerlichen Familie ist, dass die Frau sich wie selbstverständlich, unbezahlt und unsichtbar um Kinder und Hausarbeit kümmert, während der Mann das Geld verdient. Aus mikrosoziologischer Perspektive untersucht die Autorin, was nun passiert, wenn dieses Ideal nicht länger akzeptiert wird und Paare zu einem Arrangement der Teilung von Erwerbs-, Haus- und Fürsorgearbeit kommen, weil sie nicht mehr von geschlechtlicher Arbeitsteilung ausgehen.In detailreichen Beschreibungen von gleich- und gegengeschlechtlichen Paaren unterschiedlicher sozialer Milieus, die mit kleinen Kindern zusammen in einem Haushalt leben, werden neue und alte Logiken und (Ir-)Rationalitäten alltäglicher Praxis sichtbar. So kann man nachvollziehen, was gegenwärtig für Frauen und Männer in Familien denkbar, sagbar und machbar ist. In diesen Selbstverständlichkeiten und Normalitäten zeichnen sich Transformationen der symbolischen Geschlechterordnung ab.

Portrait

Tomke König ist Soziologin und hat von 2002 bis 2010 am Zentrum Gender Studies der Universität Basel gearbeitet. Derzeit vertritt sie die Professur »Sozialwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung« an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.

Pressestimmen

Nicht zuletzt zeichnet das Werk auch aus, dass es sehr verständlich, spannend und gut strukturiert geschrieben ist. (querelles-net.de, 2.10.2013) Ein hochinteressanter, gut lesbarer Forschungsbeitrag der Sozialwissenschaften. (buchbewertungen.blogsport.de 10.6.2012) Innovativ arbeitet König in der 'alten' Frage der Geschlechterrollen und Arbeitsaufteilungen aktuelle Bedeutungsänderungen von Geschlecht und Arbeitsarrangements heraus und gibt zugleich einen Überblick über aktuelle Forschungsansätze in der Verbindung von Erwerbs-, Haus- und Fürsorgearbeit. Nicht zuletzt zeichnet das Werk auch aus, dass es sehr verständlich, spannend und gut strukturiert geschrieben ist. (querelles-net.de, 2.10.2013)
EAN: 9783867643559
ISBN: 3867643555
Untertitel: Transformationen der symbolischen Geschlechterordnung. Paperback.
Verlag: UVK Verlagsgesellschaft mbH
Erscheinungsdatum: März 2012
Seitenanzahl: 240 Seiten
Format: kartoniert

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Winfried Stanzick - 16.08.2012, 09:59
Echte Teilung von Familienarbeit als Motor wichtiger Entwicklungen
"Familie heißt Arbeit teilen", diese Erkenntnis der Sozialwissenschaftlerin Tomke König im gleichnamigen Buch ist vielen Frauen und Männern, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten in ihrem privaten Bereich oft ohne große gesellschaftliche Anerkennung eine auch geschlechtsneutrale Arbeitsteilung praktizieren oder es zumindest versuchen, nichts Neues mehr. Ich lerne als Seelsorger etwa bei Trau- und Taufgesprächen viele junge Frauen und Männer kennen, die das ohne große politischen Ansprüche und ohne das Wort ¿gender¿ überhaupt zu kennen, in ihrem Berufs- und Familienalltag praktizieren, mal mit mehr , mal mit weniger Erfolg. Und bei tieferem Nachfragen stellt sich heraus, dass es immer wieder die klassischen Felder sind der Familienarbeit, die zu Konflikten führen, die die jungen Menschen aber, wie ich finde, erstaunlich konstruktiv lösen. Langsam, aber immer wirksamer, so Tomke König, wenn sie die Ergebnisse ihrer Forschungen referiert, in denen sie neben Pierre Bourdieus Theorie der "Männlichen Herrschaft" auch Judith Butlers Konzept "regulativer Geschlechterideale" rezipiert hat, entwickeln sich aus den immer zahlreicher werdenden Beziehung und Familien, die an einer echten Teilung von Familienarbeit lebend arbeiten, ganz neue Vorstellungen von Mütterlichkeit, von Väterlichkeit, aber auch vom Geschlecht und vom Verhältnis der Geschlechter. Sie werden nicht nur das Leben der einzelnen Frauen und Männer in den Familien verändernd bereichern, sondern auch das der Kinder, und sie werden so zum erst unscheinbaren, dann aber sehr wirksamen Motor gesellschaftlicher Transformation.