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Regulationsstörungen der frühen Kindheit


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Januar 2004

Beschreibung

Beschreibung

Was bedeutet es, wenn Säuglinge und Kleinkinder häufig schreien, sich anklammern, nicht essen und nicht schlafen wollen, trotzig oder überängstlich sind? Das Buch gibt erstmals eine wissenschaftlich fundierte Darstellung der häufigsten «frühkindlichen Regulationsstörungen».

Was bedeutet es, wenn Säuglinge und Kleinkinder exzessiv schreien, sich dauernd anklammern, nicht einschlafen und durchschlafen wollen, sich nicht normal füttern lassen, trotzig und/oder überängstlich wirken oder Vorboten von ADHS aufweisen?
Das Buch gibt erstmals eine wissenschaftlich fundierte Darstellung dieser «frühkindlichen Regulationsstörungen». In interdisziplinären Beiträgen namhafter Autoren werden aktuelle Konzepte und Kenntnisse über Entstehungsbedingungen, Entwicklungsdynamik und Langzeitprognosen der Störungen vermittelt und anhand eindrucksvoller Daten belegt.
Spezielle Kapitel zu den einzelnen Störungsbildern fassen die zwölfjährigen diagnostischen und therapeutischen Erfahrungen aus der Münchner Sprechstunde für Schreibabys zusammen. Gestützt auf Ergebnisse aus einer umfangreichen klinischen Datenbasis informieren die Autoren über Prävalenz und Verlauf, Erscheinungsformen, Interaktionsmuster, Diagnostik, Beratungshilfen und psychotherapeutische Ansätze.
Dieses praxisorientierte Lehr- und Handbuch enthält zahlreiche Fallbeispiele. Es wird ergänzt durch Beiträge über verhaltenstherapeutische und psychodynamische Behandlungsformen und ein integratives kommunikationszentriertes Behandlungskonzept. Es eignet sich für alle Berufsgruppen, die in der Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung und Psychotherapie, in der pädiatrischen und psychotherapeutischen Praxis, in Geburtsvorbereitung und Nachsorge, Familienzentren und Beratungsstellen, Krippen, Kinderschutz, Frühforderung und Jugendhilfe präventiv, beratend oder therapeutisch tätig sind.

Inhaltsverzeichnis

1;Impressum;5 2;Inhaltsverzeichnis;6 3;Vorwort der Herausgeber;8 4;Autorenverzeichnis;14 5;1 Die ganz normalen Krisen Fit und Misfit im Kleinkindesalter;18 5.1;Einfuhrung;19 5.2;Nächtliches Aufwachen;21 5.3;Kind im Elternbett;23 5.3.1;Selbsterkennen;24 5.3.2;Entwicklung von Bindung und Autonomie;25 5.3.3;Magisches Denken;26 5.4;Sauberkeitserziehung;27 5.5;Abschließende Bemerkungen;30 5.6;Literatur;30 6;2 Entwicklungspsychopathologie der fruhen Kindheit im interdisziplinären Spannungsfeld;32 6.1;Einleitung;33 6.2;Zur Begriffsklärung;33 6.3;Persönlichkeitsentwicklung und Temperament;34 6.4;Persönlichkeitsentwicklung und fruhe Interaktionen;36 6.5;Passung zwischen Kind und Bezugsperson;38 6.6;Persönlichkeitsentwicklung und Selbstkonzept;39 6.7;Störungen der fruhen Entwicklungsprozesse;41 6.8;Fallvignette;43 6.9;Entwicklung von psychischen Störungen;44 6.10;Literatur;46 7;3 Zahlen und Fakten zu fruhkindlichen Regulationsstörungen: Datenbasis aus der Munchner Spezialambulanz;50 7.1;Einleitung;51 7.2;Methodik;51 7.2.1;Datenerhebung;51 7.2.2;Stichprobe;52 7.3;Ergebnisse;53 7.3.1;Soziodemographische Merkmale der Stichprobe;53 7.3.2;Manifestationsformen fruhkindlicher Regulationsstörungen;57 7.3.3;Phasenspezifität der Störungsbilder;58 7.3.4;Koinzidenzen der Störungsbilder;61 7.3.5;Vorboten späterer Verhaltensauffälligkeiten;62 7.3.6;Dauer der Störung bis zur Erstvorstellung;63 7.3.7;Prä-, peri- und postnatale Bedingungsfaktoren;63 7.3.8;Pränatale Risikofaktoren;64 7.3.9;Perinatale Risikofaktoren;68 7.3.10;Postnatale Risikofaktoren;69 7.4;Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen;72 7.5;Literatur;73 8;4 Regulationsstörungen der fruhen Kindheit: Klinische Evidenz fur ein neues diagnostisches Konzept;78 8.1;Einleitung: Erste Schritte;79 8.1.1;Entdeckung von Gemeinsamkeiten von Schrei-,Schlaf- und Futterstörungen;80 8.1.2;Das klinische Forschungsparadigma der Munchner Sprechstunde;80 8.2;Entwicklungsorientierte, systemische Grundkonzepte der fruhkindlichen Regulation;81 8.2
.1;Selbstregulation in lebenden Organismen;81 8.2.2;System der basalen adaptiven Verhaltensregulation;82 8.2.3;Phasentypische Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben auf Seiten des Kindes;84 8.2.4;Individuelle Variabilität der kindlichen Selbstregulation: Beitrag der Temperamentsforschung;86 8.2.5;Regulationsstörungen und kindliches Temperament:Klinische Daten;87 8.3;Präverbale Kommunikation in alltäglichenInteraktionen Arena der gemeinsamen Bewältigung von Entwicklungsaufgaben;89 8.3.1;Die intuitiven elterlichen Kompetenzen;90 8.4;Steuerung und Störanfälligkeiten der intuitivenelterlichen Kompetenzen;91 8.4.1;Weiße Flecken auf der Landkarte der klinischenEntwicklungsforschung;91 8.4.2;Das Baby als Co-Regulator der Befindlichkeit undintuitiven Kompetenzen der Eltern;92 8.4.3;Elterliche Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben beimÜbergang zur Elternschaft;92 8.4.4;Die Mutterschaftskonstellation alsPhase psychodynamischer Reorganisation;93 8.4.5;Risikobelastungen im Kontext der Mutterschafts-/Elternschaftskonstellation;94 8.4.6;Psychische Konstellation der Mutter regulationsgestörter Säuglinge und Kleinkinder: Klinische Daten;95 8.4.7;Psychodynamische Regulation der intuitivenelterlichen Kompetenzen;97 8.5;Teufelskreise der präverbalen Kommunikation;98 8.5.1;Der Einfluss von Teufelskreisen auf die Eltern-Kind-Beziehungen: Klinische Daten;99 8.6;Regulationsstörungen der fruhen Kindheit als diagnostisches Konzept;101 8.6.1;Spektrum der Störungsbilder und Schweregrade;102 8.6.2;Diagnostische Trias: Ein neuartiger Patient;104 8.6.3;Offene Probleme der diagnostischen Abgrenzbarkeit von säuglingspsychiatrischen Primärdiagnosen;105 8.7;Ausblick und Forschungsanregungen;106 8.8;Literatur;106 9;5 Exzessives Schreien im fruhen Säuglingsalter;112 9.1;Fallvignette;113 9.2;Einfuhrung;116 9.3;Erscheinungsbild;116 9.4;Definition und Abgrenzung;119 9.5;Prävalenz und Epidemiologie in repräsentativen Stichproben;120 9.6;Klinische Stichprobe der Munchner Sprechstunde;120 9.7;Entwicklungsaspek
te und Genese im Kontext kumulativer und spezifischer Risikobelastungen;121 9.7.1;Pädiatrische Bedingungsfaktoren;121 9.7.2;Fruhentwicklung und individuelle Variabilität des Schreiens;125 9.7.3;Regulatorische Entwicklungsaufgaben im ersten Trimenon;126 9.7.4;Schlaf-Wach-Organisation;127 9.7.5;Bedingungsfaktoren beeinträchtigter Selbstregulation;129 9.8;Entwicklungsdynamisches Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung exzessiven Schreiens;132 9.8.1;Regulatorische Funktionen der intuitiven elterlichen Kompetenzen;132 9.8.2;Psychosoziale Belastungsfaktoren;134 9.9;Klinische Diagnostik;135 9.10;Beratungs- und Therapiekonzept der Munchner Sprechstunde;136 9.10.1;Studien zur Wirksamkeit verbreiteter Interventionen;136 9.10.2;Das Munchner Konzept einer integrativen kommunikationszentrierten Beratung und Therapie;137 9.11;Zusammenfassung;141 9.12;Literatur;141 10;6 Schlafstörungen: Aktuelle Ergebnisse und klinische Erfahrungen;146 10.1;Fallvignette;147 10.2;Einfuhrung;148 10.3;Klinisches Erscheinungsbild;149 10.4;Schlafverhalten Klinische Daten;150 10.5;Definition;154 10.6;Diagnostische Instrumente und Differenzialdiagnostik;156 10.6.1;Störungsspezifische Anamnese;156 10.6.2;Diagnostische Instrumente;157 10.6.3;Pädiatrische Differenzialdiagnostik;158 10.7;Prävalenz, Persistenz und altersabhängige Koinzidenz mit anderen Störungen;158 10.7.1;Prävalenz;158 10.7.2;Persistenz;159 10.7.3;Altersabhängige Koinzidenz mit anderen Störungsbildern;160 10.8;Genese;161 10.8.1;Fruhentwicklung der Schlaf-Wach-Organisation;161 10.8.2;Elterliche Einschlafhilfen und Kommunikation im Kontext des Schlafenlegens;162 10.8.3;Alterstypische Entwicklungsaufgaben;163 10.8.4;Temperament des Kindes;163 10.8.5;Risikobelastung;163 10.8.6;Psychodynamisch relevante Entwicklungsthemen auf Seiten der Eltern;164 10.9;Therapie;165 10.9.1;Entwicklungsberatung;166 10.9.2;Kommunikationsanleitung in Bezug auf den Einschlafkontext;166 10.9.3;Psychotherapeutische Gespräche;167 10.9.4;Erfolgsaussichten der Schlafin
tervention als Teil der Kommunikationszentrierten Beratung und Psychotherapie;167 10.9.5;Varianten der Intervention;168 10.9.6;Differenziertes Vorgehen in Abstimmung auf die individuellen Bedurfnisse von Kind und Familie;168 10.10;Literatur;169 11;7 Futter- und Gedeihstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter;172 11.1;Fallvignette;173 11.2;Erscheinungsbild;175 11.2.1;Kindliche Erscheinungsformen;175 11.2.2;Futterinteraktion;176 11.3;Definition;177 11.4;Epidemiologie, Prävalenz und Prognose;177 11.5;Entstehungsbedingungen;179 11.5.1;Kindliche Faktoren;179 11.5.2;Elterliche und familiale Belastungen;181 11.5.3;Belastungen der Eltern-Kind-Interaktionen und -Beziehungen;185 11.6;Klinische Diagnostik und Differentialdiagnostik;187 11.7;Therapie;188 11.7.1;Bewährte interaktions- und beziehungsfokussierte Aspekte;190 11.7.2;Wahl des Therapiesettings;194 11.7.3;Therapiedauer und Behandlungserfolg;195 11.8;Zusammenfassung und Ausblick;196 11.9;Literatur;196 12;8 Klammern, Trotzen, Toben Störungen der emotionalen Verhaltensregulation des späten Säuglingsalters und Kleinkindalters;202 12.1;Fallvignette;203 12.2;Einleitung: Störungsbilder jenseits des fruhen Säuglingsalters;206 12.3;Störungsbilder;209 12.3.1;Exzessives Klammern (excessive clinginess);209 12.3.2;Exzessive Ängstlichkeit und soziale Gehemmtheit;210 12.3.3;Exzessive Trennungsangst;211 12.3.4;Exzessives Trotzverhalten;211 12.3.5;Aggressiv-oppositionelles Verhalten;212 12.3.6;Schlaf- und Futterstörungen;213 12.4;Prävalenz und Prognose;213 12.5;Entstehungsbedingungen;214 12.5.1;Emotionale Entwicklung;214 12.5.2;Phasentypische Entwicklungsaufgaben: 7 bis 9 Monate;216 12.5.3;Entwicklungsaspekte von Ängsten;218 12.5.4;Phasentypische Entwicklungsaufgaben: 2. Lebensjahr;219 12.5.5;Entwicklungsaspekte von Ärger und Aggression;221 12.5.6;Elterliche Entwicklungsaufgaben und Erziehungskompetenzen;223 12.5.7;Risikobelastungen auf kindlicher und elterlicher Seite: Klinische Daten;224 12.6;Störungsspezifische Diagnostik;226 12.7;
Störungsspezifische Beratung und Therapie;227 12.8;Zusammenfassung und Ausblick;230 12.9;Literatur;231 13;9 Evaluation verhaltenstherapeutischer Interventionen bei Schrei-, Schlaf- und Futterstörungen;234 13.1;Einfuhrung;235 13.2;Evidenz-basierte therapeutische Entscheidungen;235 13.3;Exzessives Schreien;237 13.4;Futterstörungen;240 13.5;Schlafstörungen;243 13.6;Zusammenfassende Beurteilung desForschungsstandes;247 13.7;Literatur;248 14;10 Gespenster im Schlafzimmer Psychodynamische Aspekte in der Behandlung von Schlafstörungen;250 14.1;Einleitung;251 14.2;Das Problem;252 14.3;Loslösung und Individuation;253 14.4;Der Schlaf als eines der ersten nachgeburtlichen Trennungsthemen;254 14.5;Symbiose als Abwehr;255 14.6;Konzept der Gespenster im Kinderzimmer;256 14.6.1;Das Baby als Repräsentant des unbewussten Erleben seines Elternteils;256 14.6.2;Das Baby als Repräsentant eines Menschen aus der elterlichen Vergangenheit;258 14.7;Eltern-Säuglings-Psychotherapie;259 14.8;Schlussbetrachtung;260 15;11 Gespenster am Esstisch Psychodynamische Aspekte in der Behandlung von Futterstörungen;264 15.1;Einleitung;265 15.2;Essen und Futtern als gemeinsame Entwicklungsaufgabe;268 15.3;Deine Wut und Angst esse ich nicht (Fallvignette 1);270 15.4;Kleine Jungen uberleben nicht (Fallvignette 2);273 15.5;Ich hasse meine kleine Schwester (Fallvignette 3);276 15.6;Zusammenfassung;279 15.7;Literatur;280 16;12 Das Munchner Konzept einer kommunikationszentrierten Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie;282 16.1;Einleitung: Entstehung und Grundzuge des Behandlungskonzeptes;283 16.2;Fallvignette;285 16.3;Grundelemente der kommunikationszentrierten Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratungund -Psychotherapie;291 16.3.1;Entwicklungsberatung;291 16.3.2;Entlastende psychotherapeutische Gespräche;292 16.3.3;Kommunikationsanleitung;292 16.3.4;Psychodynamisch orientierte Kommunikations- und Beziehungstherapie;293 16.3.5;Integration der Grundelemente;294 16.3.6;Integration weiterer Elemente i
n Kooperation mit anderen Berufsgruppen;294 16.4;Die Kommunikation als Nahtstelle zwischen Interaktions- und Repräsentationsebene;296 16.5;Der eigene integrative Ansatz;298 16.5.1;Interventionsschritte bei der videogestutzten Kommunikationsanleitung und -Psychotherapie;299 16.6;Aktuelle Daten zur Therapieevaluation;303 16.6.1;Anteil der einzelnen therapeutischen Elemente;303 16.6.2;Behandlungserfolg;304 16.6.3;Behandlungsdauer;306 16.6.4;Wiedervorstellungen im Sinne einer intermittierenden Behandlung;306 16.7;Zusammenfassung;307 16.8;Literatur;308 17;13 Langzeitrisiken persistierenden exzessiven Säuglingsschreiens;312 17.1;Einleitung;313 17.2;Katamnestische Erhebung im Alter von 30 Monaten;319 17.2.1;Hauptergebnisse der Erstuntersuchung1 bis 6 Monate postpartum;320 17.2.2;Therapeutische Intervention;321 17.2.3;Methoden der katamnestischen Erhebung;321 17.2.4;Ergebnisse der Katamnese 30 Monate postpartum;323 17.2.4.1;Kindliches Temperament;323 17.2.4.2;Verhaltensprobleme (CBCL/2-3);323 17.2.4.3;Schlafverhalten (Schlaftagebuch);326 17.2.4.4;Prädiktoren fur die Outcome-Variablen;327 17.3;Diskussion;332 17.3.1;Unterschiede zwischen klinischen und nicht-klinischenStichproben;333 17.3.2;Effekte fruher Interventionen;334 17.3.3;Erklärungsmodelle;335 17.4;Implikationen fur die klinische Praxis;337 17.5;Literatur;337 18;14 Fruhkindliche Regulationsprobleme: Vorläufer von Verhaltensauffälligkeiten des späteren Kindesalters?;340 18.1;Einleitung;341 18.2;Mannheimer Risikokinderstudie;342 18.2.1;Stichprobe;342 18.2.2;Untersuchungsvariablen;343 18.3;Ergebnisse;346 18.3.1;Prognose von Kindern mit fruhkindlichen Regulationsproblemen;346 18.3.2;Fruhkindliche Regulationsprobleme und Mutter-Kind-Interaktion;349 18.3.3;Fruhkindliche Regulationsprobleme und fruhe Entwicklungsrisiken;351 18.4;Zusammenfassung und Schlussfolgerungen;353 18.5;Literatur;356 19;15 Dysphorische Unruhe und Spielunlust in der fruhen Kindheit: Ansatz zur Fruherkennung und Prävention von ADHS?;358 19.1;Fallvignett
e;359 19.2;Einleitung: Fruhkindliche Regulationsstörungen und ADHS ungelöste Fragen;362 19.2.1;Sorgen der Eltern;362 19.2.2;Luckenhafte Datenlage;363 19.2.3;Spielunlust und Spielunfähigkeit bei regulationsgestörten Kindern;364 19.3;Fruhentwicklung der Aufmerksamkeitsregulation;365 19.3.1;Aufmerksamkeitsregulation im Neugeborenenalter;366 19.3.2;Funktionen und Entwicklung des hinteren Aufmerksamkeitssystems;367 19.3.3;Funktionen und Entwicklung des präfrontalen Aufmerksamkeitssystems;368 19.3.4;Aufmerksamkeitsregulation in der Eltern-Kind-Kommunikation;369 19.3.5;Zur Bedeutung des Spiels in der Entwicklung der Aufmerksamkeitsregulation;370 19.4;Erscheinungsbild der dysphorischen Unruhe und Spielunlust;371 19.4.1;Klagen der Eltern;371 19.4.2;Auffälligkeiten im kindlichen Verhalten;371 19.5;Entstehungsbedingungen der Spielunlust;374 19.5.1;Klinische Daten;374 19.5.2;Dysfunktionale Kommunikationsmuster im gemeinsamen Spiel von Mutter und Kind;378 19.6;Spielunlust/dysphorische Unruhe Vorbote oder Fruhsymptom von ADHS?;381 19.7;Störungsspezifische Diagnostik;383 19.8;Störungsspezifische Beratung und Therapie;384 19.9;Ausblick;386 19.10;Literatur;387 20;16 Fruhe Prävention von emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen als interdisziplinäre Aufgabe;390 20.1;Die Sprechstunde fur Schreibabys als Beispiel der interdisziplinären Konzeption Sozialpädiatrischer Zentren;391 20.2;Bedarf an präventiven Hilfen fur regulationsgestörte Säuglinge und Kleinkinder und ihre Eltern;393 20.3;Empfehlungen fur kunftige bedarfsgerechte Planungen;394 20.3.1;Bereitstellen eines flächendeckenden gestuften Angebotesvon niederschwelliger Beratung und Spezialsprechstunden;394 20.3.2;Verbreitung relevanter Informationen fur Eltern;395 20.3.3;Einrichtung eines Baby-Notruf-Telefons fur Eltern in Krisensituationen;396 20.4;Interdisziplinäre regionale Vernetzungskonzepte;396 20.4.1;Bedarf an pränataler Fruherkennung und Prävention psychosozialer Risikobelastungen;396 20.4.2;Spezieller Bedarf an niede
rschwelligen Beratungs- und Behandlungsangeboten fur Hochrisikofamilien;396 20.4.3;Einrichtung und personelle Ausstattung von teilstationären und stationären Eltern-Säuglings-Behandlungsplätzen;397 20.4.4;Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit und regionaler Vernetzung;398 20.4.5;Qualifikation von Fachkräften;398 20.4.6;Empfangsraum fur schwierige Säuglinge und ihre Elternin der Solidargemeinschaft;399 20.5;Literatur;399 21;Sachwortverzeichnis;402


Leseprobe

Misfit, organische Störungen und psychoreaktive Ursachen schließen sich gegenseitig nicht aus. Sie können sehr wohl auch kombiniert auftreten. Wenn eine ausreichende Übereinstimmung zwischen den individuellen Bedürfnissen und Entwicklungseigenheiten des Kindes und seiner Umwelt besteht, dann fühlt sich das Kind wohl, ist aktiv, interessiert an der Umgebung und entwickelt ein gutes Selbstwertgefühl. Es liegt ein so genannter Fit vor (Abb. 1-2). Der Begriff Fit ist von Stella Chess und Alexander Thomas (1984) entlehnt. Die beiden Forscher haben den Ausdruck goodness of .t eingeführt, der besagt, dass sich ein Kind dann am besten entwickelt, wenn eine Übereinstimmung zwischen seinem Temperament und seiner Motivation einerseits und den Erwartungen, Anforderungen und Möglichkeiten der Umwelt andererseits besteht. Das Zürcher Fit-Konzept wurde dahingehend erweitert, dass es nicht nur Temperament und Motivation, sondern das ganze Kind mit seinen wichtigsten Bedürfnissen und Eigenheiten mit einbezieht (Largo, 1999). Die drei wichtigsten Bereiche des Fit-Konzeptes sind: Geborgenheit, die das Kind von seinen Bezugspersonen erhält, soziale Akzeptanz, die das Kind unter Gleichaltrigen und Erwachsenen erfährt, sowie die Erfahrungen, die das Kind bezüglich Entwicklung und Leistungsfähigkeit macht. Weil sich das Kind ständig weiterentwickelt, müssen sich die Eltern immer wieder aufs Neue auf das Kind einstellen; der Fit ist nie de.nitiv gesichert. Eine perfekte Übereinstimmung zwischen Kind und Umwelt lässt sich nur für eine beschränkte Zeit erreichen. Alltägliche Erziehungskon.ikte wenn die Mutter zum Abendessen ruft, ist das Kind so in sein Spiel vertieft, dass es entweder die Mutter nicht hört oder nicht gehorchen mag gehören zur normalen Entwicklung und lassen sich auch nicht vermeiden. Solche Unstimmigkeiten führen nicht zu schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen, wenn ansonsten eine ausreichende Übereinstimmung zwischen dem Kind und seiner soziale
n Umwelt besteht. Der Fit ist nicht nur eine erzieherische Herausforderung, weil sich die Eltern im Verlaufe der Entwicklung immer wieder neu auf ihr Kind einstellen müssen. Kinder sind auch bezüglich ihrer individuellen Bedürfnisse und Eigenheiten so unterschiedlich, dass mit jedem Kind anders umzugehen ist. Erschwerend wirkt sich häu.g aus, dass die Erwachsenen bestimmte Erziehungsvorstellungen und Erwartungen haben, wie sich ein Kind verhalten soll. Diese Vorstellungen treffen auf gewisse Kinder zu, auf andere in keiner Weise. Damit wir Erwachsenen möglichst unvoreingenommen auf die Kinder eingehen können, sollten wir uns so weit wie möglich von Vorurteilen und Regeln freimachen. Im Folgenden wird anhand von drei Entwicklungskrisen im Kleinkindesalter, nämlich nächtliches Aufwachen, Kind im Elternbett und langsame Sauberkeitsentwicklung, aufgezeigt, wie ein Mis.t entsteht, wenn die Umgebung sich nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Kinder einstellt. Es wird ebenfalls beschrieben, wie ein Mis.t behoben werden kann, wenn die Eltern ihre Erziehungshaltung der individuellen Entwicklung ihrer Kinder anpassen. Die Daten, mit denen die kindliche Entwicklung dokumentiert wird, wurden im Rahmen der Zürcher Longitudinalstudien erhoben. In diesen Studien wurden in den letzten 50 Jahren mehr als 700 gesunde Kinder von der Geburt bis ins Erwachsenenalter wissenschaftlich begleitet. Die Kinder wurden bei der Geburt, mit 1, 3, 6, 9, 12, 18 und 24 Monaten, danach jährlich und mit dem Eintritt in die Pubertät halbjährlich in Bezug auf ihre Entwicklung und ihr Wachstum untersucht. Unter anderem wurden bei den Kontrolluntersuchungen auch Angaben über die Häu.gkeit des nächtlichen Aufwachens, Schlafens im Elternbett und über die Sauberkeitsentwicklung mit Hilfe halbstrukturierter Fragebogen gesammelt.

Nächtliches Aufwachen

In den ersten Lebensjahren wachen Kinder nachts häu.g auf. Sie schreien, verlangen nach den Eltern, wünschen zu trinken, wollen beruhigt un
d in den Schlaf gewiegt werden. Nächtliches Erwachen tritt bei 30 Prozent bis 50 Prozent aller Kleinkinder mindestens sporadisch auf (Abb.1-3). Der Anteil der Kinder, die jede Nacht aufwachen, beträgt etwa 15 Prozent (Bühler & Largo, 1981; Jenni et al., im Druck). Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb Kinder nachts aufwachen (s. auch Kap. 6). Eine häu.ge, wenn nicht die häu.gste Ursache ist eine Fehleinschätzung des kindlichen Schlafbedarfs durch die Eltern. Eltern neigen dazu, den Schlafbedarf ihres Kindes zu überschätzen. Sie erwarten, dass ihr Kind mehr Schlaf benötigt, als es tatsächlich schlafen kann. Abbildung 1-4 beschreibt die Dauer des Nachtschlafes im Verlaufe der ersten Lebensjahre (Iglowstein et al., 2003). Die durchschnittliche nächtliche Schlafdauer beträgt im ersten Lebensmonat acht Stunden, nimmt bis zum 12. Lebensmonat auf fast zwölf Stunden zu und fällt danach kontinuierlich ab. Wie aus Abbildung 1-4 zu ersehen ist, ist die Schlafdauer in jedem Alter von Kind zu Kind unterschiedlich. Wie bereits erwähnt, beträgt die mittlere Dauer des Nachtschlafes mit einem Jahr knapp zwölf Stunden. Es gibt aber Kinder, die in diesem Alter lediglich zehn Stunden oder noch weniger schlafen, während andere bis zu 14 Stunden Schlaf benötigen.

Schläft das Kind länger als erwartet, emp.nden dies die meisten Eltern als angenehm. Nur ausnahmsweise sind Eltern beunruhigt, wenn ihr Kind viel schläft. Unterschätzen die Eltern den Schlafbedarf ihres Kindes, führt dies auch kaum zu Schlafproblemen. Schwierigkeiten können dagegen Kinder bereiten, die wenig schlafen und deren Schlafbedarf von den Eltern oft um mehrere Stunden überschätzt wird. Muss ein Kind, das lediglich zehn Stunden schlafen kann, zwölf oder noch mehr Stunden im Bett bleiben, kommt es häu.g zu Schlafschwierigkeiten. Das Kind kann nicht einschlafen, wacht nachts auf oder ist am Morgen zu früh wach. Wenn es besonders schlimm kommt, reagiert das Kind auf die zu lange Bettzeit mit Störungen beim Einschl
afen, Durchschlafen und Aufwachen. Wir haben es mit einem klassischen Mis.t zwischen den elterlichen Erwartungen und dem individuellen Schlafbedarf des Kindes zu tun. Dieser Missstand kann behoben werden, wenn sich die Eltern auf die Schlafbedürfnisse ihres Kindes einstellen.

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EAN: 9783456940366
Untertitel: Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Verlag Hans Huber
Erscheinungsdatum: Januar 2004
Seitenanzahl: 409 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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